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Betty Heidler holt EM-Gold im Hammerwurf

Hammerwerferin Betty Heidler hat bei der Leichtathletik-EM in Barcelona die dritte Goldmedaille für die deutsche Mannschaft gewonnen. Die 26 Jahre alte Frankfurterin siegte am Freitagabend mit ihrer Jahresbestweite von 76,38 Metern vor Titelverteidigerin Tatjana Lysenko aus Russland (75,65) und der Weltrekordlerin Anita Wlodarczyk aus Polen (73,56). Für Heidler war es nach ihrem WM-Sieg von 2007 der zweite große Titel ihrer Karriere.

 

Leichtathletik-EM: Silber und Bronze für Deutschland

Auf dem Montjuic von Barcelona hat Stabhochspringerin Silke Spiegelburg ihre erste große Medaille erkämpft und sich mit EM-Silber an die Spitze der Familien-Dynastie katapultiert. Die 24 Jahre alte WM-Vierte aus Leverkusen meisterte am Freitagabend bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 4,65 Meter und landete ebenso auf dem Siegerpodest wie die frühere Junioren- Weltmeisterin Lisa Ryzih: Die erst 21-Jährige vom LAV Zweibrücken eroberte mit persönlicher Bestleistung von 4,65 Meter überraschend Bronze.

Mit 30 Jahren sicherte sich die Russin Swetlana Feofanowa ihren zweiten EM-Titel nach dem Erfolg 2002 in München. Die zehnfache Weltrekordlerin meisterte 4,75 Meter und trat das Erbe ihrer Landsfrau Jelena Issinbajewa an, die 2006 in Göteborg EM-Gold gewonnen hatte und derzeit eine «schöpferische Auszeit» nimmt.

Eine Riesen-Enttäuschung erlebte dagegen Carolin Hingst: Mit 4,72 Meter als Europas Beste angereist, reichte es für die Mainzerin im Feld der zwölf Springerinnen mit 4,35 nur zum elften Platz.

 

Samuel Peter fordert Wladimir Klitschko in Frankfurt heraus

Die Revanche zwischen Box-Weltmeister Wladimir Klitschko (Ukraine) und Herausforderer Samuel Peter (Nigeria) ist perfekt. IBF- und WBO-Weltmeister Klitschko boxt am 11. September in der Commerzbank-Arena Frankfurt/Main gegen den früheren WBC-Weltmeister. Das teilten die KMG-Promotion und der private TV-Sender RTL am Freitag mit. «Der erste Kampf gegen Samuel Peter war einer der härtesten meiner Karriere. Ich weiß, was mich erwartet und werde vorbereitet sein. Die Fans können sich auf ein hochdramatisches Duell freuen», sagte Klitschko. Der 34 Jahre alte Ukrainer sollte seine Titel ursprünglich gegen Pflichtherausforderer Alexander Powetkin (Russland) verteidigen. Der Russe unterzeichnete aber weder den Kampfvertrag noch erschien er zur offiziellen Pressekonferenz. Die IBF ernannte daraufhin Peter zur offiziellen Nummer eins des Verbandes und neuen Pflichtherausforderer. Mit dem 29 Jahre alten Peter, der 34 seiner 37-Profikämpfe gewann (davon 27 K.o.-Siege), hat Klitschko 2005 schon unliebsame Erfahrung gemacht: Dreimal war er im WM-Ausscheidungskampf in Atlantic City zu Boden gegangen, gewann aber letztlich nach Punkten. «Jetzt werde ich vollenden, was mir damals nicht ganz gelang», sagte Peter. Der Nigerianer war von 2006 bis 2008 WBC-Weltmeister, bevor er im Oktober von Vitali Klitschko entthront wurde. «Ich werde Klitschko ausknocken, seine Gürtel in den Koffer packen und mit ihnen wiederkommen und mir dann seinen Bruder Vitali vorknöpfen, mit dem ich ja auch noch eine Rechnung zu begleichen habe», drohte Peter. Wladimir Klitschkos Rekord steht bei 54 Siegen, 48 davon vorzeitig, bei drei Niederlagen. Der jüngere der beiden Box-Brüder bestreitet in der Mainmetropole seinen 18. WM-Kampf. Der Fight wird live von RTL übertragen.

 

Der Wechsel von Sami Khedira zu Real Madrid ist perfekt!

Fußball-Nationalspieler Sami Khedira wechselt vom Bundesligisten VfB Stuttgart zu Real Madrid. Nach Bestehen der sportärztlichen Untersuchung werde der 23-Jährige beim spanischen Rekordmeister seinen neuen Vertrag unterschreiben, teilte der VfB am Freitag mit. Zur Ablöse für den Mittelfeldspieler, der in Stuttgart noch einen Kontrakt bis 30. Juni 2011 hatte, machte der Verein keine Angaben. Die Schwaben sollen jedoch rund 14 Millionen Euro erhalten, der Vertrag in Madrid laut Medienberichten bis 2015 laufen. «Einen absoluten Führungsspieler und eine Identifikationsfigur wie Sami Khedira lässt man nur ungern ziehen», sagte der neue VfB- Sportdirektor Fredi Bobic. «Aber auf der anderen Seite können wir den Wunsch von Sami nachvollziehen, bei Real an seiner weiteren Karriere zu arbeiten.» Damit verlieren die Schwaben nur ein Jahr nach dem Wechsel von Stürmer Mario Gomez zu Meister FC Bayern München ein weiteres hochbegabtes Eigengewächs. Zugleich ist Khedira nach dem zu Manchester City gewechselten Jerome Boateng der zweite Profi unter den deutschen WM-Teilnehmern, der in der kommenden Saison bei einem ausländischen Topclub unter Vertrag steht. Bei den «Königlichen» in Madrid wird er künftig unter dem portugiesischen Startrainer José Mourinho und an der Seite von Weltstars wie Kaká oder Cristiano Ronaldo spielen. Der Deutsch- Tunesier hatte mit seinen starken Auftritten bei der WM in Südafrika offenbar auch Mourinho beeindruckt. Dort war Khedira im zentralen Mittelfeld an der Seite von Bayern-Profi Bastian Schweinsteiger eine der tragenden Säulen beim WM-Dritten.

 

Gold und Silber für deutsche Speerwerferinnen

Speerwerferin Linda Stahl hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona sensationell die Goldmedaille gewonnen. Mit persönlicher Bestleistung von 66,81 Meter setzte sich die 24-Jährige aus Leverkusen am Donnerstagabend vor der Olympia-Dritten Christina Obergföll (Offenburg/65,58) und Olympiasiegerin Barbora Spotakova aus Tschechien (65,36) durch. Die deutsche Meisterin Katharina Molitor aus Leverkusen wurde Vierte.

 

Mannheimerin Sailer holt 100m-EM-Gold

Die deutsche Meisterin Verena Sailer ist die neue Sprint-«Königin» in Europa. In 11,10 Sekunden gewann die Mannheimerin am Donnerstagabend bei der Leichtathletik-EM in Barcelona den Titel über 100 Meter. Es ist die erste Medaille für das deutsche Team bei der EM. Den letzten Sprint-Titel für Deutschland gewann vor 20 Jahren Katrin Krabbe. Zweite wurde Veronique Mang (11,11) vor Myriam Soumare (beide Frankreich/11,18). Sailers Vereinskollegin Anne Möllinger war dagegen im Halbfinale mit 11,60 Sekunden ausgeschieden.

 

Deutsche Fußball-Frauen im U20-WM-Finale

Die Party geht weiter: Nach einer erneuten Gala-Vorstellung greifen die deutschen Fußballerinnen bei der U 20-Weltmeisterschaft im eigenen Land nach der WM-Krone. Die Elf von Trainerin Maren Meinert besiegte am Donnerstag im Halbfinale die Auswahl Südkoreas deutlich mit 5:1 (2:0) und trifft im Endspiel am Sonntag in Bielefeld (15.00 Uhr/Eurosport) auf Kolumbien oder Nigeria.

Vor 18 217 begeisterten Zuschauern in Bochum schossen Svenja Huth (13.), Kim Kulig (26./53.) und Alexandra Popp (49./66./Handelfmeter) mit ihrem achten und neunten Turniertreffer den verdienten Erfolg für das DFB-Team heraus, das zum zweiten Mal nach 2004 in Thailand den Nachwuchstitel holen kann. Ji So-Yun (64.) schraubte ihre Turnierausbeute auf sieben Tore und bleibt Popp im Kampf um die Torjägerkrone auf den Fersen.

 

Stabhochsprung: Zwei von drei Deutschen im Finale

Medaillenhoffnung Malte Mohr hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona überraschend das Finale im Stabhochsprung verpasst. Während Fabian Schulze (München) und Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) am Donnerstagmittag nach erheblichen Startschwierigkeiten die Qualifikationshöhe von 5,65 Meter übersprangen, schied der deutsche Meister Mohr im Vorkampf aus. Der Münchener meisterte lediglich 5,50 Meter und scheiterte anschließend an den geforderten 5,65. Das Finale der besten 12 Stabhochspringer steht am Samstagabend auf dem Programm.

 

Bobic bestätigt: Khedira mit Real einig

Nationalspieler Sami Khedira hat sich für einen Wechsel zu Real Madrid entschieden. «Ja, Khedira hat uns mitgeteilt, dass er zu Real will», sagte Fredi Bobic, der neue Manager des VfB Stuttgart, der «Bild»-Zeitung (Donnerstagausgabe). «Jetzt müssen wir eine Lösung finden.» Khedira hat seine Entscheidung nach Angaben der «Stuttgarter Nachrichten» dem VfB telefonisch mitgeteilt. Sein Berater Jörg Neubauer erklärte: «Wir sind uns mit Real Madrid so weit klar.» Khediras Vertrag beim schwäbischen Bundesligisten läuft bis zum 30. Juni 2011, der VfB fordert nach Medienberichten eine Ablöse zwischen 12 und 15 Millionen.

 

Doch nicht amtsmüde: Zwanziger mit Tendenz zum Weitermachen

Theo Zwanziger bleibt wohl Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). «Die Tendenz ist da», sagte der 65- Jährige aus Altendiez dem Sportmagazin «kicker» (Donnerstag). «Es gebietet der Respekt vor den Präsidiumskollegen, dass er sie zuerst über seine Entscheidung informiert», sagte sein Sprecher Stephan Brause der Nachrichtenagentur dpa vor der DFB-Präsidiumssitzung an diesem Freitag in Frankfurt/Main. Zwanziger hatte zuvor über «Amtsmüdigkeit» geklagt und es offen gelassen, ob er sich beim Verbandstag am 21./22. Oktober in Essen zur Wahl für eine dritte Amtszeit stellt.

 

Deutsche Leichtathleten warten weiter auf erste Medaille

Die deutschen Leichtathleten haben bei den Europameisterschaften in Barcelona einen Fehlstart hingelegt. Nach Nadine Kleinert enttäuschte am Mittwochabend mit Diskuswerferin Nadine Müller die nächste Mitfavoritin und wurde nur Achte. Die deutsche Mannschaft wartet somit auch nach zwei Wettkampftagen auf ihre erste Medaille, während die internationalen Athleten für die Höhepunkte sorgen: Christophe Lemaitre aus Frankreich gewann das mit Spannung erwartete und extrem knappe 100-Meter-Finale. Sandra Perkovic aus Kroatien brachte die 38 Jahre alte Rumänin Nicoleta Grasu mit ihrem letzten Diskus-Versuch um den ersten großen Titel. Müllers schwache Weite (57,78) lag dagegen exakt zehn Meter unter ihrer Weltjahresbestleistung. Sogar Teamkollegin Sabine Rumpf (Niederselters) warf als Siebte weiter (58,89). «Abhaken, der nächste Wettkampf kommt bestimmt. Ich hatte schwere Beine», sagte die 24 Jahre alte Hallenserin. Clemens Prokop, der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, wurde da schon deutlicher. «Eine Medaille von Nadine Müller war eingeplant. Wir hatten gehofft, heute mit dem Medaillenholen zu beginnen. Das ist eine Enttäuschung», sagte er. Sabrina Mockenhaupt (32:06,02 Minuten) lief beim Sieg der in Äthiopien geborenen Türkin Elvan Abeylegesse (31:10,24) zwar auf einen guten sechsten Platz über 10 000 Meter, das Ziel zweistellige Medaillenzahl ist für den DLV so aber nur noch schwer zu erreichen bei dieser EM. Denn mit Kugelstoßerin Kleinert war am Vortag eine weitere deutsche Hoffnungsträgerin lediglich Siebte geworden. Nach dem 100-Meter-Finale mussten alle Sprinter zunächst auf die Anzeigetafel starren. Der umjubelte Lemaitre gewann die Zentimeter- Entscheidung in 10,11 Sekunden vor gleich vier zeitgleichen Läufern. Nach einem Fotofinish ging die Silbermedaille an den Briten Mark Lewis-Francis und Bronze an den Franzosen Martial Mbandjock. Titelverteidiger Francis Obikwelu (Portugal) und Mitfavorit Dwain Chambers aus Großbritannien (alle 10,18) gingen leer aus. Die weiteren Titel des Abends sicherten sich Hammerwerfer Libor Charfreitag aus der Slowakei (80,02 Meter) und Weitspringerin Ineta Radevica. Die Lettin gewann mit 6,92 Metern völlig überraschend vor der weitengleichen Naide Gomes aus Portugal. Geherin Melanie Seeger hatten am Morgen nur elf Sekunden zu Bronze gefehlt. Die 33-jährige belegte Platz vier über 20 Kilometer und war darüber glücklich. «Das hätte ich mir niemals träumen lassen: 21 Jahre Hochleistungssport - und jetzt hab' ich endlich das Rennen meines Lebens», jubelte die Potsdamerin. Noch nie war eine deutsche Geherin bei einer großen Meisterschaft so weit vorn gelandet. Nach 1:29:43 Stunden ging sie nur knapp hinter dem russischen Trio mit der neuen Europameisterin Olga Kaniskina, Anisja Kirdjapkina und Vera Sokolowa ins Ziel. ««Ich ärgere mich überhaupt nicht», sagte Seeger.    Als aussichtsreiche Medaillen-Anwärter gelten weiter Hammerwerferin Betty Heidler und die deutschen Stabhochspringerinnen um Silke Spiegelburg. Sie alle erreichten am Mittwoch ihr Finale. Doch während Heidler dafür nur einen Wurf über 71,85 Meter benötigte, schied die WM-Vierte Kathrin Klaas (beide Frankfurt) überraschend in der Qualifikation aus (65,82). «Die Enttäuschung ist groß», sagte die 26-Jährige. «Ich habe nur mit angezogener Handbremse geworfen.» Heidler dagegen übertraf sogar Weltrekordlerin Anita Wlodarczyk aus Polen (71,17). «Ich bin sehr gut drauf. Wenn ich das umsetzen kann, stehe ich irgendwo auf dem Treppchen», meinte sie. Das bleibt im Stabhochsprung auch das Ziel von Spiegelburg (Leverkusen) und Carolin Hingst (Mainz). Beide übersprangen im Vorkampf 5,40 Meter. Mit Blick auf das Finale am Freitag sagte Spiegelburg: «Ich hoffe, dass es dort so hoch wie möglich hinausgeht und ich ganz weit vorne mitspringen kann.» Lisa Ryzih (Zweibrücken) erreichte mit 4,35 Metern ebenfalls den Endkampf der besten Zwölf.

 

Karl-Heinz Wildmoser im Alter von 71 Jahren gestorben

Die Münchner «Löwen» trauern um Karl-Heinz Wildmoser. Der frühere Präsident des TSV 1860 München ist in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 71 Jahren gestorben, teilte der Fußball-Zweitligaverein am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa mit. Wildmoser war vor zwölf Tagen nach einem Schwächeanfall in eine Münchner Klinik gebracht worden und hatte sich in der vorigen Woche einer Schädel-Operation unterzogen. Der Großgastronom und Oktoberfestwirt stand von 1992 bis 2004 an der Spitze des Münchner Traditionsvereins. Während seiner Amtszeit stiegen die «Löwen» von der Bayernliga in die Bundesliga auf.

 

Betty Heidler im Finale, Kathrin Klaas scheidet aus

Hammerwerferin Betty Heidler hat souverän das Finale bei der Leichtathletik-EM in Barcelona erreicht, die WM-Vierte Kathrin Klaas ist dagegen überraschend schon in der Qualifikation ausgeschieden. Vize-Weltmeisterin Heidler (Frankfurt) warf am Mittwoch gleich im ersten Versuch 71,85 Meter und übertraf die geforderte Weite (69,00) damit mühelos. «Ich bin sehr gut drauf. Wenn ich das umsetzen kann, dann steh' ich irgendwo auf dem Treppchen», meinte sie. Clubkollegin Klaas blieb mit 65,82 Metern fast neun Meter hinter ihrer Bestleistung und kam nicht unter die besten Zwölf des Vorkampfs. «Die Enttäuschung ist groß», sagte die 26-Jährige.

 

Raúl-Wechsel zu Schalke ist perfekt!

Der Wechsel des spanischen Fußball-Profis Raúl zum FC Schalke 04 ist perfekt. Wie der Fußball-Bundesligist am Mittwoch bestätigte, erhält der 33-Jährige beim Revierclub einen Zweijahresvertrag. Der 102-malige Nationalspieler kommt ablösefrei von Real Madrid und wird bereits an diesem Mittwoch in Gelsenkirchen (15.00 Uhr) vorgestellt. Raúl spielte 16 Jahre lang für den spanischen Rekordmeister und bestritt 102 Länderspiele für sein Land.

 

Maradonas Vertrag wird nicht verlängert

Diego Maradona ist nicht mehr argentinischer Fußball-Nationaltrainer. Sein Vertrag werde nicht verlängert, sagte der Sprecher des nationalen Verbandes AFA, Cherquis Bialo, am Dienstag in Buenos Aires. Der Verband habe die Bedingungen Maradonas für eine Verlängerung des kommenden Samstag auslaufenden Kontrakts nicht akzeptieren können. Das Traineramt für das Freundschaftsspiel gegen Irland im August werde der bisherige Coach der Jugendmannschaft, Sergio Batista, übernehmen. Dieser hatte die Mannschaft schon einmal vor Maradonas Amtsübernahme vor knapp zwei Jahren betreut.

 

Eintracht Frankfurt schlägt spanischen Erstligisten 2:1

Eintracht Frankfurt hat den sechsten Sieg im sechsten Vorbereitungsspiel gelandet. Der hessische Bundesligist besiegte am Dienstagabend in Göttingen Racing Santander mit 2:1 (1:0). Vor 1400 Zuschauern auf dem schwer bespielbaren Grün des Jahnstadions brachte der Brasilianer Caio mit einem Freistoß-Tor aus 28 Metern sein Team in der 41. Minute in Führung. Nach einem weiten Abschlag von Torwart Oka Nikolov schoss Halil Altintop zum 2:0 gegen den spanischen Erstligisten ein (57.). Neuzugang Theofanis Gekas verpasste in der Schlussphase eine dicke Chance. Edu Bedia erzielte in der 90. Minute den Anschlusstreffer. Am Sonntag (16.30 Uhr) hat die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe einen echten Härtetest vor sich: Da kommt der englische Starclub FC Chelsea in die Commerzbank-Arena.

 

Leichtathletik EM: wieder keine Medaille für Kleinert

Kugelstoßerin Nadine Kleinert wird ihren EM-Fluch einfach nicht los: Nach drei sechsten Plätzen in Serie musste sich die Magdeburgerin auch in Barcelona ohne die lang ersehnte Medaille von einer Leichtathletik-Europameisterschaft verabschieden. 18,94 Meter reichten dem 34 Jahre alten Team-Kapitän der deutschen Mannschaft nur zum enttäuschenden siebten Rang. Dafür jubelten am Dienstagabend zwei starke Frauen aus Weißrussland: Nadeschda Ostaptschuk gewann mit 20,48 Metern vor Natalja Michnewitsch (19,53). Bronze erkämpfte die Russin Anna Awdejewa (19,39). Nach Silber bei Olympia (2004) und gleich drei Weltmeisterschaften (1999, 2001, 2009) flog Kleinerts vier Kilo schwere Eisenkugel auch beim vierten EM-Start am Edelmetall vorbei. Petra Lammert schaffte den Sprung aufs Podest ebenfalls nicht: Nach Bronze 2006 in Göteborg wurde die Neubrandenburgerin mit 18,94 Metern diesmal nur Sechste. Denise Hinrichs (Wattenscheid/18,48) landete auf Platz acht. Mit Licht und Schatten, Frust und Freude hatte die erste Leichtathletik-EM auf spanischem Boden für die deutschen Asse begonnen. Hammerwerfer Markus Esser verpasste überraschend das Finale, musste danach mit den Tränen kämpfen und verstand die Welt nicht mehr. Auch die beiden Weitspringerinnen können den Rückflug buchen: 6,50 Meter und Platz 17 reichten der deutschen Meisterin Bianca Kappler (Rehlingen) nicht. Auch die 21-jährige Hamburgerin Nadja Käther sprang als 14. mit 6,61 Metern am Finale vorbei. Den ersten von 47 Titeln hatte am Vormittag der Russe Stanislaw Emeljanow über 20 Kilometer Gehen geholt. 

 

Ribéry bestreitet "Sex gegen Bezahlung"

In der Rotlicht-Affäre um die französische Fußball- Nationalmannschaft hat FC-Bayern-Star Franck Ribéry bestritten, mit einer Minderjährigen «Sex gegen Bezahlung» gehabt zu haben. Die französische TV-Station «M6» sendete am Montagabend Auszüge aus der Vernehmung Ribérys durch die Einheit zur Bekämpfung der Zuhälterei (BRP) am vergangenen Dienstag in Paris. Ungeachtet dieser Beteuerungen hatte Untersuchungsrichter Andre Dando wenige Stunden nach der Vernehmung ein Anklageverfahren gegen den 27 Jahre alten Profi eingeleitet. Ribérys Anwältin Sophie Bottai bestätigte am Dienstag in Marseille im Gespräch mit dpa den Inhalt des «M6»-Berichts. «Das ist alles so richtig», sagte sie. Der gewöhnlich sehr gut informierte Fernseh-Sender hatte im April bereits die Sex-Affäre enthüllt. Für Beziehungen mit minderjährigen Prostituierten sieht das Gesetz in Frankreich eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren sowie eine Geldbuße von bis zu 45 000 Euro vor. Die Anklage muss aber beweisen, dass dem Kunden die Minderjährigkeit bekannt war. Die BRP kann zudem nur eingreifen, wenn es sich um einen «bezahlten Dienst» im Bereich der Prostitution handelt - was Ribéry nach den neuesten Informationen energisch dementiert. Im «M6»-Bericht heißt es, Ribéry habe im Verhör zwar eingeräumt, dass er im vergangenen Jahr mit dem in Frankreich inzwischen Berühmten Escort-Girl Zahia D. geschlafen habe. Er habe seinerzeit aber weder das damalige Alter des Mädchens gekannt (17) noch für den Sex bezahlt. Der Spieler habe den Beamten erklärt, dass er der heute 18-Jährigen damals nach dem Sex in einem Hotel in München lediglich «ein Taschengeld» in Höhe von 100 Euro gelassen habe. Dass Ribéry ihr Alter nicht gekannt habe, hat die in Algerien geborene Zahia gegenüber der französischen Polizei bestätigt. In der Frage der Bezahlung decken sich die Aussagen allerdings überhaupt nicht. Aus Zahias Vernehmungsprotokollen mit der Polizei hatte unter anderem die Zeitung «Le Parisien» zitiert, Ribéry habe für die geleisteten Dienste «700 Euro hingelegt». Laut «M6» beteuerte Ribéry bei der Vernehmung wörtlich: «Ich habe hundert Euro für die zwei Mädchen gelassen». Allerdings habe der Fußballer eingeräumt: «Ich bin auch für Flug, Hotel, Restaurant aufgekommen, das muss mich mindestens 2000 Euro gekostet haben». Die Mädchen hätten «eine schöne Zeit verbringen» wollen. «Diese Mädchen waren gekommen, um mit mir zu schlafen, wegen meines Namens, und weil ich Geld habe». Bottai hatte vergangenen Woche angedeutet, Ribéry müsse «als Sündenbock» für das desaströse Auftreten Frankreichs bei der WM in Südafrika herhalten. Untersuchungsrichter Andre-Yves Dando hatte am vergangenen Dienstag auch gegen Karim Benzema ein Anklageverfahren eingeleitet. Der französische Stürmer von Real Madrid soll bereits 2008 mit Zahia Sex gehabt haben. Die Ermittlungen richten sich vor allem gegen einen mutmaßlichen Zuhälterring, der im Nachtclub «Zaman Cafe» an der berühmten Champs-Élysées in Paris Callgirls unter anderem an Fußball-Profis vermittelt haben soll. Gegen vier Verdächtige, darunter den Clubbesitzer, wurde bereits Anklage erhoben.

 

Mainz 05 nimmt Stürmer Szalai endgültig unter Vertrag

Der ungarische Fußballprofi Adam Szalai hat beim FSV Mainz 05 einen Vertrag bis zum 30. Juni 2013 unterschrieben. Der Fußball-Bundesligist einigte sich nach einer Pressemitteilung vom Dienstag mit Szalais bisherigem Club Real Madrid. Der Angreifer war in der vergangenen Rückrunde von den «Königlichen» an die Mainzer nur ausgeliehen. «Wir sind sehr froh, dass wir Adam Szalai nun an uns binden können. Wir sind von seinem fußballerischen Potenzial überzeugt und denken, dass er bei uns eine weitere sehr positive Entwicklung nehmen wird», sagte 05-Manager Christian Heidel. Szalai befindet sich nach überstandener Verletzung am Syndesmoseband derzeit im Aufbautraining. Bis Anfang nächster Woche soll der 22-Jährige wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Bis Samstag soll Aristide Bancé wieder voll einsatzfähig sein. Der Stürmer aus Burkina Faso war vorzeitig aus dem Trainingslager in Flachau abgereist. Eine ärztliche Untersuchung ergab aber lediglich eine Überlastungsreaktion als Ursache für seine Kniebeschwerden.

 

Mainz 05 : Ghanaischer Nationalspieler im Anmarsch

Fußball-Bundesligist Mainz 05 hat Interesse am ghanaischen Nationalstürmer Dominic Adiyiah vom AC Mailand. Trainer Thomas Tuchel sagte im 05-Trainingslager in Flachau (Österreich) zu FFH: „Ja, das ist ein guter Junge, wir haben uns mit ihm beschäftigt, es ist eine Option, aber er ist nicht das einzige Eisen im Feuer." Manager Christian Heidel ergänzte: Der Spieler will unbedingt zu uns. Wirtschaftlich wären wir uns sowohl mit dem AC Mailand als auch mit Adiyiah einig. Im Gespräch sei ein Leihgeschäft für ein Jahr mit anschließender Kaufoption, so Heidel. Der 20 Jahre alte Stürmer war am Wochenende nach Flachau gekommen, um mit den 05-Verantwortlichen vor Ort persönlich zu sprechen. Adiyiah hat international erstmals 2009 auf sich aufmerksam gemacht. Bei der U20-Weltmeisterschaft in Ägypten holte er mit Ghana den Titel, wurde Torschützenkönig und als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Anschließend verpflichtete ihn der AC Mailand, wo er aber im ersten halben Jahr keinen Einsatz in der Serie A hatte. Auch bei der WM in Südafrika war Adiyiah dabei, wurde dort aber zum tragischen Helden. Im Viertelfinale gegen Uruguay wurde der 20jährige in der 88. Minute eingewechselt. Kurz vor dem Ende der Verlängerung köpfte Adiyiah den Ball aufs Tor, der aber von Uruguays Suarez mit einem Handspiel pariert wurde. Es ging ins Elfmeterschießen, in dem Adiyiah mit seinem Versuch am Torwart scheiterte. Direkt im Anschluss brachte Abreu Uruguay ins Halbfinale. Unterdessen hat die medizinische Abteilung Entwarnung bei Aristide Bancé gegeben. Der Stürmer, der am Sonntag verletzungsbedingt aus Flachau abgereist war, hat nur eine Kniereizung und kann am Wochenende wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

 

Leichtathletik-EM: Nadine Müller im Diskus-Finale

Medaillenhoffnung Nadine Müller hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona das Diskus-Finale der Frauen erreicht. Die 24 Jahre alte Weltjahresbeste vom Halleschen LAF übertraf am Dienstag bereits im ersten Versuch mit 60,54 Metern die geforderte Qualifikationsweite (60,00 Meter). Der Endkampf wird am (morgigen) Mittwochabend im Olympiastadion von 1992 ausgetragen.

 

Fredi Bobic als Sportdirektor des VfB Stuttgart vorgestellt

Fredi Bobic ist der neue Sportdirektor des VfB Stuttgart. Der Fußball-Bundesligist präsentierte den Ex-Profi am Dienstag als Nachfolger des vor gut drei Wochen zum FC Schalke 04 gewechselten Horst Heldt. Anders als sein Vorgänger erhält Bobic jedoch keinen Sitz im VfB-Vorstand. Der 38-Jährige, der den Vorzug vor Konkurrenten wie Andreas Müller und Gerhard Poschner erhalten hat, war seit März 2009 Geschäftsführer des bulgarischen Erstligisten Chernomorets Burgas. In Stuttgart bekam Bobic einen Zweijahresvertrag mit beidseitiger Option für weitere zwölf Monate.

 

Leichtathletik-EM: Deutsche Kugelstoßerinnen sicher weiter

Die drei deutschen Kugelstoßerinnen sind am Dienstag bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona locker ins abendliche Finale eingezogen. Sowohl Medaillenkandidatin Nadine Kleinert (Magdeburg) als auch Petra Lammert (Neubrandenburg) und Denise Hinrichs (Wattenscheid) schafften die geforderte Qualifikationsweite (17,50 Meter) gleich im ersten Versuch. Die Olympia- und WM-Zweite Kleinert stieß die Kugel bei hochsommerlicher Hitze am Vormittag 18,98 Meter weit; auch Lammert (18,48) und Hinrichs (17,72) hatten keine Mühe mit der Norm. Nach drei sechsten Plätzen bei ihren bisherigen drei EM-Auftritten will Kleinert am Abend (19.35 Uhr) unbedingt ihre erste Medaille gewinnen. Das Kugelstoßen der Frauen ist die erste Entscheidung im 1929 gebauten und für die EM nochmals modernisierten Olympiastadion von 1992. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) ist mit einem 73- köpfigen Team beim Saisonhöhepunkt am Start.

 

Verbotene Teamorder: 100.000 Dollar Strafe für Ferrari

Ferrari muss wegen des umstrittenen Überholvorgangs beim Großen Preis von Deutschland 100 000 Dollar Strafe bezahlen. Wie die vier Rennkommissare in Hockenheim am Sonntag nach der Anhörung der Verantwortlichen des Formel-1-Teams weiter mitteilten, wird sich zudem der Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobil-Verbandes FIA mit dem Fall befassen. Ferrari wird ein Verstoß gegen die Sportregeln vorgeworfen, nach denen Teamorder verboten ist. Nach einem längeren Funkverkehr hatte der führende Brasilianer Felipe Massa seinen spanischen Teamkollegen Fernando Alonso in der 49. von 67 Runden vorbeiziehen lassen. Alonso gewann den Grand Prix vor Massa und Sebastian Vettel.

 

Contador zum dritten Mal Tour-Sieger

Alberto Contador hat zum dritten Mal nach 2007 und 2009 die Tour de France gewonnen. Dem spanischen Radprofi genügte am Sonntag zum Abschluss der 97. Frankreich-Rundfahrt auf den Champs Elysees in Paris ein Platz im Hauptfeld, um seinen Vorsprung von 39 Sekunden vor Andy Schleck aus Luxemburg zu behaupten. Den Sieg beim letzten Teilstück über 102,5 Kilometer von Longjumeau nach Paris sicherte sich der Brite Mark Cavendish, der damit bereits seinen fünften Tageserfolg bei der diesjährigen Tour feierte.

 

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