Ob es sich heute auf der A 5 bei Weiterstadt staut? Das 265 Millionen Euro teure neue Einkaufszentrum Loop5 in Weiterstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg) hat am heutigen Freitag seine Tore für Kunden geöffnet. Und 100.000 Besucher werden jeden Tag erwartet.

Auf 56.500 Quadratmetern werden 175 Geschäfte und 25 Restaurants mit 750 Sitzplätzen um Kunden und Gäste buhlen. Eine Million Menschen werden zm Einzugsgebiet des neuen Zentrums gezählt, 40.000 bis 60.000 Kunden werden täglich erwartet.
Der Riesenkomplex, dessen giganitsches Parkhaus schon seit Monaten die Vorbeifahrenden auf der A 5 bei Weiterstadt beiendruckt und neugierig gemacht hat, hat 265 Millionen Euro gekostet und soll 1.000 neue Arbeistplätze schaffen. Die Betreibergesellschaften rechnen in den ersten Tagen mit bis zu 100.000 Besucher täglich.

Das Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen hatte bereits am Mittwoch empfohlen, wegen der Eröffnung am Freitag und am Samstag tagsüber die A5 im Bereich der Anschlussstelle Weiterstadt zu meiden. In diesem Breich ist wegen einer Baustelle aktuell die Stauneigung auch so schon erhöht.

"Loop5 wird eine Top-Einkaufsadresse in der Region sein", sagte Manager Thomas Binder von der Betreibergesellschaft.
Der Einzelhandel in der Darmstädter Innenstadt und der Umgebung freut sich weniger. Der Präsident des Hessischen Einzelhandelsverbands, Frank Albrecht: "Es ist ein strahlender Tag für Weiterstadt und ein ganz dunkler Tag für die Region Südhessen". Er befürchtet, dass die Umsätze des neuen Centers zu Lasten der bisherigen Einzelhandelsgeschäfte der Region gehen. Den Betreibern könne kein Vorwurf gemacht werden, aber die Kommune habe alle Angebote einer Abstimmung über Verkaufsflächen in der Region ausgeschlagen.
Dass das neue Center für die Betreiber ein Erfolg werden wird, daran zweifelt Albrecht nicht. Er erwarte einen schleichenden Prozess der Veränderung für den bestehenden Einzelhandel. Derzeit seien in der Region etwa 600.000 Quadratmeter neue Verkaufsfläche im Bau oder in Planung. "Die großen Center werden alle überleben", prophezeit Albrecht. "Es wird aber in ein paar Jahren die kleineren Einzelhändler treffen."
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