Hessen-News
Kassel: Huskies Übernahme geplatzt
Die Rettung von Kassels Eishockey-Huskies ist vorerst gescheitert. Die für Freitag geplante Übernahme des finanziell angeschlagenen Clubs durch den Bad Hersfelder Unternehmer Dennis Rossing ist geplatzt. Noch-Geschäftsführer Lippe und der designierte neue Husky-Boss Rossing schieben sich die Schuld gegenseitig in die Schuhe. Am Mittag sollte die Übernahme beim Notar besiegelt werden. „Lippe hat den Termin kurzfristig platzen lassen", sagt ein Sprecher von Rossing. Lippe bestätigt das zwar, erklärt aber, er habe den Übernahme-Vertrag zu spät erhalten und müsse noch Details klären. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Sollte die Übernahme nicht spätestens am Montag über die Bühne gehen, müssen die Huskies Insolvenz anmelden.
Rotenburg: Herrenloses Fleischerbeil beschäftigt die Polizei
Das Profi-Werkzeug wurde bereits vor einer Woche am Nebentrakt eines Wohnhauses „im Untertor" entdeckt, es steckte mit der Schneideseite in einem Dachsparren. Unbekannte hatten das Beil mit solcher Wucht in den Sparren geworfen, dass er dadurch aufgespalten wurde. Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung vor allem bei Metzgereien, in denen das Beil abhanden gekommen sein dürfte.
Giessen: Pädagogin soll zu Prügelattacke angestiftet haben
Sie soll Jugendliche angestiftet haben einen Mitschüler zu verprügeln um ihm Anstand beizubringen. Deshalb muss sich die ehemalige stellvertretende Schulleiterin des Internates in Nordeck bei Giessen vor Gericht verantworten. Das Opfer sollte Anstand und Respekt vor den Lehrkräften lernen und zwar mit Gewalt. Die 38 jährige Pädagogin hatte offenbar Probleme mit einem 16 jährigen. Sie soll zwei seiner Mitschüler aufgefordert haben ihn auf einem Waldspaziergang zu verprügeln - falls sie sich weigerten drohte die ehemalige Schulleiterin mit einem Rauswurf aus dem Internat. Daraufhin sollen die Schüler den Jugendlichen sprichwörtlich grün und blau geschlagen haben.
Frankfurt: Todesraser von Rödelheim angeklagt
Dem Todesraser von Frankfurt-Rödelheim wird demnächst der Prozeß gemacht. Heute hat die Staatsanwaltschaft den 25jährigen wegen Unfallflucht angeklagt. Noch immer herrscht Trauer und Fassungslosigkeit in dem Frankfurter Stadtteil. Heute erschien eine Zeitungsanzeige mit schwarzem Rand und dem Bild des verunglückten Jungen - heute wäre sein 15.Geburtstag gewesen. Vor 3 Monaten war er mit seinem Skateboard abends unterwegs - wollte nach Hause - aber kam dort nie an. Gutachter stellten fest, der Junge war dem 25jährigen direkt vors Auto gefahren - der Fahrer hatte keine Chance den Unfall zu verhindern. Allerdings raste der 25jährige Fahrer anschließend davon - erst Tage später stellte er sich der Polizei. Der Mann war ein auf Bewährung entlassener Serienräuber.
Mainz: Schott rutscht in rote Zahlen
Der Spezialglashersteller Schott ist im Geschäftsjahr 2008/09 in die roten Zahlen gerutscht. Der Konzern verbuchte ein Minus von 167 Millionen Euro, nachdem im vorangegangenen Geschäftsjahr noch ein Überschuss von 182 Millionen Euro angefallen war. Die Wirtschaftskrise habe Schott Absatzeinbrüche in wichtigen Branchen wie der Automobilindustrie beschert, sagte Unternehmenschef Udo Ungeheuer. Der Umsatz wuchs unter anderem dank einer Übernahme um drei Prozent auf 2,26 Milliarden Euro.
Biblis: Jetzt ist auch Reaktorblock A wieder am Netz
Nach gut zwölf Monaten Stillstand ist der Reaktorblock A im Kernkraftwerk Biblis (Foto) wieder in Betrieb gegangen. Laut Betreiber RWE wurden seit der Stilllegung an Deutschlands ältestem Reaktor die Kernbrennstäbe ausgewechselt; für 27 Millionen Euro sei die Sicherheit verbessert worden. Insgesamt kostete die Revision 68 Millionen Euro. Der Block Biblis A, der 1974 in Betrieb ging, hätte nach dem Atomausstiegs-Gesetz eigentlich Ende 2009 vom Netz gehen sollen. Allerdings gab es noch Reststrommengen, die der Reaktor produzieren darf. Die neue schwarz-gelbe Bundesregierung verhandelt mit den Stromkonzernen über längere Laufzeiten für die deutschen Kernkraftwerke, eine Entscheidung wird nicht vor Herbst erwartet.
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