Zwanziger bleibt DFB-Präsident

Theo Zwanziger bleibt DFB-Präsident trotz der Kritik an seiner Person im Schiedsrichter-Skandal um Manfred Amerell. Dies berichtete die «Frankfurter Rundschau» am Freitagabend. Das Blatt berief sich auf ein Vorstandsmitglied, das nicht genannt werden wollte. Bei der Präsidiums- und Vorstandssitzung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt/Main habe Zwanziger die Vertrauensfrage gestellt, schrieb die Zeitung. Alle 47 Vorstandsmitglieder hätten sich für den 64-jährigen Spitzenfunktionär ausgesprochen.

 

Ballack verhandelt intensiv mit Chelsea

DFB-Kapitän Michael Ballack hat über seinen Berater bestätigt, dass er derzeit mit dem FC Chelsea intensiv um einen neuen Vertrag ringt. Einen Abschluss aber gebe es noch nicht, übermittelte der 33 Jahre alte deutsche Nationalspieler am Freitag aus London. «Es ist richtig, dass wir uns zur Zeit mit dem Chelsea FC in Vertragsgesprächen befinden. Es ist aber nicht richtig, dass bereits eine Einigung erzielt wurde», erklärte Ballacks Berater Michael Becker.

 

Rosberg mit Tagesbestzeit - Schumi 3.

Nico Rosberg hat die erste Tagesbestzeit der neuen Formel-1-Saison erzielt. Der Mercedes-Teamkollege von Rückkehrer Michael Schumacher benötigte am Freitag 1:55,409 Minuten für seine schnellste Runde auf dem 6,299 Kilometer langen Wüsten-Kurs in Bahrain. Rekordweltmeister Schumacher ließ als Dritter zwar aufhorchen, sein Rückstand auf Rosberg betrug jedoch 0,494 Sekunden. Zwischen die beiden schob sich am Nachmittag zwei Tage vor dem ersten WM-Lauf Ex-Weltmeister Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes. Vizeweltmeister Sebastian Vettel wurde im Red Bull Fünfter vor Nico Hülkenberg im Williams-Cosworth. Am Vormittag hatte Adrian Sutil im Force-India-Mercedes die erste Bestzeit aufgestellt.

 

Real entschuldigt sich bei Fans

Nach dem frühen Ausscheiden Real Madrids aus der Champions League hat die Mannschaft sich öffentlich bei den Fans entschuldigt. «Wir bitten unsere Anhänger um Verzeihung. Sie sollen aber auch wissen, dass wir uns nicht entmutigen lassen», sagte Torwart Iker Casillas am Donnerstag vor Journalisten in Madrid. Die Mannschaft sei frustriert und niedergeschlagen, räumte er ein. «Wir müssen aber nach vorne schauen und uns auf die Meisterschaft konzentrieren.» Das 250 Millionen Euro schwere Starensemble der «Königlichen» war nach einem 1:1 im Rückspiel gegen Olympique Lyon am Vorabend im eigenen Stadion zum sechsten Mal in Serie im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden. Casillas nahm Trainer Manuel Pellegrini in Schutz, dessen Job bei dem spanischen Rekordmeister nun am seidenen Faden hängt. «Alle Spieler stehen hinter ihm, und das haben wir ihm auch gesagt.» Für eine solche Niederlage werde immer der Coach verantwortlich gemacht. «Aber die Hauptschuldigen sind wir, die Spieler.» Auf die Möglichkeit angesprochen, dass der Erzrivale FC Barcelona am 22. Mai im Endspiel in Reals Bernabéu-Stadion den Titel der Champions-League holen könnte, antwortete der Keeper: «Wenn Barcelona so weit kommt, hat der Verein es auch verdient.»

 

Hölzl gewinnt Riesenslalom Weltcup

Weltmeisterin Kathrin Hölzl hat die kleine Kristallkugel im Riesenslalom gewonnen. Als erste deutsche Skirennfahrerin seit Martina Ertl vor zwölf Jahren holte sich die Bischofswiesenerin mit Platz zwei am Donnerstag beim Weltcup-Finale in Garmisch-Partenkirchen die Disziplin-Trophäe. Hölzl verpasste nur um 3/100 Sekunden den Rennsieg, der an die Slowenin Tina Maze ging. Als Dritte kam Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch auf das Podest. Die im ersten Durchgang gestürzt ausgeschiedene Amerikanerin Lindsey Vonn führt die Gesamtwertung mit 165 Punkten vor Riesch an.

 

Ribery will sich bis Anfang April entscheiden

Franck Ribéry hat auch nach dem Einzug in das Viertelfinale der Champions League nichts über seine Zukunft beim FC Bayern München verraten. «Ende März, Anfang April sollte ich mich entscheiden können. Ich möchte zur Weltmeisterschaft mit einem freien Kopf fahren, denn das ist ein sehr wichtiges Turnier für mich», sagte der französische Fußball-Nationalspieler nach dem 2:3 beim AC Florenz im TV-Sender «Sky». «Wichtig ist, dass wir noch alle Wettbewerbe, in denen wir sind, gewinnen können. Ich bin sehr zufrieden, hier beim FC Bayern München zu sein.» «Wenn ich sehe, dass er alles tut, um für das Spiel gegen Florenz fit zu werden, denke ich, dass er bleibt. Aber wenn ich dann die Zeitungen lese, denke ich, dass er nicht bleibt», sagte Trainer Louis van Gaal dem TV-Sender Sat.1. Und ergänzte: «Es ist schwierig. Wenn er gehen will, sollten wir ihn jetzt verkaufen, weil es Geld bringt und gut für Bayern ist.»

 

Riesch gewinnt Abfahrt von Garmisch

Maria Riesch hat das letzte Abfahrtsrennen der alpinen Ski-Saison gewonnen, glaubt aber nicht mehr an ihre Chance im Gesamt-Weltcup. Die 25-Jährige siegte am Mittwoch beim Weltcup-Finale in Garmisch-Partenkirchen auf ihrer Heimstrecke mit 48/100 Sekunden Vorsprung auf Lindsey Vonn (USA). Anja Pärson (Schweden) wurde Dritte. Olympiasiegerin Vonn liegt in der Gesamtwertung weiter 225 Punkte vor Riesch. «Dieses Thema habe ich abgehakt», sagte die Partenkirchenerin Riesch. «Lindsey müsste noch dreimal ausfallen in den nächsten Tagen, das ist unmöglich. Aber es macht mich stolz, noch einmal eine so gute Abfahrt hingelegt zu haben. Das ist nächstes Jahr die WM-Strecke, da ist es gut zu wissen, dass ich damit gut zurecht komme.»

 

Bayern zieht ins Viertelfinale der Champions League ein

In der stürmischen Toskana hat der FC Bayern München dank toller Moral und eines Traumtores von Arien Robben den K.o. im Achtelfinal-Krimi beim AC Florenz abgewendet. In einer turbulenten zweiten Spielhälfte schossen die Niederländer Robben (65. Minute) und Mark van Bommel (60.) den deutschen Fußball-Rekordmeister am Dienstag wie im Vorjahr ins Viertelfinale der Champions League. Nach dem 2:1 im Hinspiel reichte den Bayern eine 2:3 (0:1)-Niederlage gegen den 10. der italienische Serie A. Juan Vargas (28. Minute) und Stevan Jovetic (54./64.) trafen für die Italiener, die nach der 3:1- Führung 1:11 Minuten vom ersten Viertelfinale seit 1970 träumten - bis Robben vor 45 000 Zuschauern im Stadion Artemio Franchi alles zunichte machte.

 

Kati Wilhelm beendet Karriere

Die dreimalige Biathlon-Olympiasiegerin Kati Wilhelm beendet nach der Saison ihre Erfolgs-Karriere. Dies gab die 33-Jährige am Dienstag bekannt. «Ich habe alles erreicht, was es zu erreichen gibt. Die Olympischen Winterspiele waren noch einmal ein Höhepunkt, aber nun ist es Zeit, die Biathlonstrecke jüngeren Leuten zu überlassen», sagte die fünffache Weltmeisterin. Wilhelm hatte bei den Winterspielen in Vancouver noch einmal Bronze mit der Staffel gewonnen. Ihren Abschied vom Leistungssport wird die Thüringerin beim Weltcup vom 23. bis 28. März im russischen Khanty-Mansiysk feiern. Danach will sie ihr Studium beenden und sich beruflich orientieren. Die ehemalige Skilangläuferin war 1999 zum Biathlon gewechselt. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City holte Kati Wilhelm Gold im Sprint und mit der Staffel. Vier Jahre später in Turin wurde sie Olympiasiegerin in der Verfolgung. Die erfolgreichste Biathletin bei Winterspielen war 2006 Deutschlands Sportlerin des Jahres.

 

Wehen-Wiesbaden trennt sich von Co-Trainer Schwarz

Fußball-Drittligist SV Wehen Wiesbaden hat Co-Trainer Sandro Schwarz mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Die Entscheidung fällte das Präsidium auf einer außerordentlichen Sitzung am Montagabend. Dem ehemaligen Kapitän, der Ende März 2009 zum Teamchef befördert und in der laufenden Saison als Assistenztrainer ins zweite Glied zurückgestuft worden war, wurde von der Vereinsführung mangelndes Engagement im Abstiegskampf vorgeworfen. «Wir müssen alle an einem Strang ziehen und alles dafür tun, dass wir da unten rauskommen. Das betrifft nicht nur die Spieler und das Trainerteam, sondern jeden einzelnen von uns. Nur mit denen, die diesen Weg mitgehen und die festgelegten Regeln einhalten, können wir Erfolg haben - ohne Wenn und Aber», begründete Geschäftsführer Wolfgang Gräf die Trennung.

 

DFB-Sex-Affäre: Amerell zeigt Schiedsrichter an

Der ehemalige DFB-Funktionär Manfred Amerell hat eine Strafanzeige gegen FIFA-Referee Michael Kempter und drei weitere Schiedsrichter eingereicht. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Montag aus Justizkreisen. Demnach habe der 63-Jährige seinen Anwälten den Auftrag erteilt, der Staatsanwaltschaft München I eine Strafanzeige wegen Abgabe einer falschen Eidesstattlichen Versicherung und wegen Verleumdung zuzuleiten. Neben Kempter beschuldigen drei weitere Unparteiische Amerell der sexuellen Belästigung. Das ehemalige Mitglied im Schiedsrichterausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bestreitet die Vorwürfe. Nach Medienberichten will sich in dieser Woche mindestens einer der drei bisher noch nicht öffentlich bekannten Schiedsrichter erklären und Strafanzeige gegen Amerell stellen. Laut «kicker» sollen keine Referees der ersten und zweiten Bundesliga betroffen sein.

 

Bayern reisen optimistisch nach Florenz

Voller Optimismus ist der deutsche Fußball- Rekordmeister FC Bayern München zu seiner Achtelfinal-Partie in der Champions League beim AC Florenz aufgebrochen. «Wir haben es selber in der Hand», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Montag vor dem Abflug. «Ich hoffe, dass wir unser Ziel, das ist das Viertelfinale, erreichen.» Auch die Personalnöte sorgen bei den Bayern-Verantwortlichen nicht für Pessimismus. «Der Kader ist immer noch groß genug», sagte Präsident Uli Hoeneß. Dem Florenz-Auftritt am Dienstag misst Rummenigge auch mit Blick auf die Zukunft von Franck Ribéry Bedeutung zu. «Er will sich auf der internationalen Bühne zeigen.»

 

Kanadier Fedorchuk soll neuer Huskie-Coach werden

Der Kanadier Dean Fedorchuk soll ab der kommenden Saison neuer Trainer bei Kassels Eishockey-Huskies werden. Er soll den bisherigen Chefcoach Stephane Richer ablösen, der nach Hamburg wechselt. Fedorchuk ist 39 Jahre alt, trainierte bis vor Kurzem den dänischen Erstligisten Odense. „Ich habe mit ihm Mitte der 90er in Neuwied in der 2. Liga gespielt, unser Kontakt ist nie abgebrochen", sagt Kassels sportlicher Leiter Fabian Dahlem. In Deutschland ist Fedorchuk ein völlig unbeschriebenes Blatt. „Er steht für offensives, hartes Eishockey", sagt Dahlem über den Neuen. Unterschrieben ist der Vertrag aber noch nicht. Erst muss der künftige Club-Boss Dennis Rossing die Huskies auch offiziell übernehmen.

 

Mainz feiert zweiten Auswärtssieg der Saison

Aristide Bancé hat dem FSV Mainz 05 den zweiten Auswärtssieg der Saison beschert und den Aufsteiger damit wohl aller Abstiegssorgen entledigt. Der Angreifer aus Burkina Faso erzielte beim 1:0 (0:0)-Erfolg der Mainzer bei 1899 Hoffenheim am Sonntag in der 69. Minute den einzigen Treffer und sorgte damit für den ersten FSV-Erfolg nach zuvor drei sieglosen Partien. Die Gastgeber mussten hingegen vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar- Arena einen weiteren Rückschlag hinnehmen und sind in der Fußball- Bundesliga endgültig im grauen Mittelmaß der Tabelle angekommen. Bei Hoffenheim war Ex-Nationalspieler Tobias Weis nach fast drei Monaten Verletzungspause in die Startformation zurückgekehrt. Der 24- Jährige ersetzte den verletzten Isaac Vorsah. Dennoch fehlten 1899- Coach Ralf Rangnick zusammen immer noch vier Stammspieler. «Das ist ärgerlich, es nützt aber nichts, zu lamentieren», hatte Rangnick vor der Partie gesagt. Immerhin konnte Marvin Compper nach einer Innenband-Verletzung spielen. Rangnicks Trainer-Kollege Thomas Tuchel hatte sein Team im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Bremen eine Woche zuvor auf zwei Positionen verändert. Für den Rot gesperrten Florian Heller und Andre Schürrle spielten Eugen Polanski und Jan Simak von Beginn an. In einer schwachen Partie erwischten die Hausherren den besseren Start. Nach einer Ecke von Maicosuel köpfte Compper frei stehend über das Tor (10. Minute), wenig später schoss Vedad Ibisevic über die Querlatte (24.). Die Gäste wurden zweimal durch Eugen Polanski gefährlich, doch die Fernschüsse des Mittelfeldspielers gingen knapp am von Timo Hildebrand gehüteten Hoffenheimer Tor vorbei (18., 30.). Die beste Gelegenheit vor dem Seitenwechsel vergab dann Demba Ba für die Gastgeber in der 36. Minute. Der Senegalese hatte den Ball per Kopf bereits am Mainzer Torhüter Heinz Müller vorbeigelegt, wurde im letzten Moment aber noch von Nikolce Noveski gestoppt. Nach der Pause verflachte die schon in der ersten Halbzeit langweilige Begegnung noch weiter. Beide Mannschaften rieben sich im Mittelfeld in Zweikämpfen auf, zündende Ideen blieben aus. Vor allem Hoffenheims Spielmacher Carlos Eduardo, unter der Woche noch für die brasilianische Nationalmannschaft im Einsatz, fand so gut wie gar nicht statt. Die Mainzer schienen lange Zeit mit einem Punkt zufrieden zu sein, doch Bancé bescherte dem Aufsteiger nach einem unwiderstehlichen Solo aus der eigenen Hälfte doch noch den zweiten Dreier in der Fremde. Für den Stürmer aus Burkina Faso war es der siebte Saisontreffer.

 

Bayern nur remis, Hannover meldet sich zurück

Dem FC Bayern München droht am 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga der Verlust der Tabellenführung. Der Rekordmeister musste sich am Samstag mit einem 1:1 beim 1. FC Köln begnügen und ist Platz eins los, wenn Bayer Leverkusen seine Partie am Sonntag beim Abstiegskandidaten 1. FC Nürnberg gewinnt. Der Schalke 04 gewann bei Eintracht Frankfurt mit 4:1 und schob sich vorerst auf Rang zwei. Im Tabellenkeller feierte Hannover 96 mit dem 2:1 beim SC Freiburg seinen ersten Erfolg nach 13 sieglosen Spielen. Ausgerechnet Lukas Podolski brachte die Münchner Bayern nach 17 ungeschlagenen Pflichtspielen an den Rand einer Niederlage. Mit seinem ersten Bundesliga-Tor nach mehr als 1400 Minuten traf der Nationalspieler gegen seinen Ex-Club (31.). Bastian Schweinsteiger (58.) bewahrte die Bayern bei ihrer Generalprobe für das Achtelfinal- Rückspiel in der Champions League beim AC Florenz aber vor einem Ausrutscher. Dennoch bedeutet das Resultat einen Dämpfer für die Münchner, die die letzten sieben Partien in Köln gewonnen hatten. Der VfB Stuttgart gab in Bremen einen sicher scheinenden Sieg noch aus der Hand. Pavel Pogrebnjak (15.) und Sami Khedira (43.) brachten die Schwaben bereits mit 2:0 in Führung, doch dann erwachte bei Werder der Kampfgeist. Hugo Almeida (75.) verkürzte für die Bremer, Torsten Frings gelang per Foulelfmeter (81.) der Treffer zum 2:2- Endstand. Damit hielt die Erfolgsserie der Bremer, die zum fünften Mal nacheinander ungeschlagen blieben. Mit einem Kraftakt erkämpfte der VfL Wolfsburg den dritten Sieg nacheinander. Durch die Saisontore elf und zwölf von Edin Dzeko (60./79.-Foulelfmeter) sowie Obafemi Martins (75.) und Jonathan Santana (90.) wandelte der deutsche Meister einen 0:1-Rückstand gegen den VfL Bochum noch in einen 4:1-Sieg um und fügte den Westdeutschen die erste Rückrunden-Niederlage zu. Paul Freier (28.) hatte die Bochumer in Front geschossen. Hannover 96 stoppte seine Negativserie von 13 sieglosen Spielen mit dem 2:1 im Kellerduell beim SC Freiburg. Der vom VfB Stuttgart ausgeliehene Elson (63.) und ein Eigentor von Demba Cisse (73.) bescherten Trainer Mirko Slomka in seiner siebten Partie auf der Bank der Niedersachsen das erste Erfolgserlebnis. Durch den Erfolg schlossen die 96er in der Tabelle nach Punkten zu den Freiburgern auf, die trotz des Treffers von Yacine Abdessadki (70.) zum elften Mal nacheinander nicht gewinnen konnten.

 

Eintracht kassiert 1:4-Packung gegen Schalke

Schalke 04 bleibt ein ernsthafter Anwärter auf die Meisterschale. Die «Königsblauen» kamen am Samstag zu einem 4:1 (2:0)-Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt und schoben sich mit 51 Punkten zumindest für 24 Stunden auf den zweiten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga vor. In der mit 51 500 Zuschauern ausverkauften Commerzbank Arena brachten Joel Matip (12.) und Benedikt Höwedes (15.) die Gäste mit einem frühen Doppelschlag in Führung. Nach dem Anschluss durch Alexander Meier (52.) machten Ivan Rakitic (80.) und Kevin Kuranyi (89.) den verdienten Erfolg perfekt. Schalke-Trainer Felix Magath überraschte mit einem taktischen Schachzug, indem er den etatmäßigen Rechtsverteidiger Rafinha links in die Viererkette beorderte. Der Brasilianer unterband nicht nur die gefürchteten Flankenläufe von Frankfurts Patrick Ochs, sondern bereitete auch die frühe Führung der Gäste vor. Nach einem kurz ausgeführten Eckball flankte Rafinha auf den Kopf von Matip, der Eintracht-Schlussmann Oka Nikolov aus kurzer Distanz überwand. Nur 180 Sekunden später war die Abwehr der Hessen erneut nicht im Bilde. Dieses Mal kam Höwedes frei zum Kopfball und ließ sich die Chance zum 2:0 nicht entgehen. Erst nach dem Doppelschlag fanden die Gastgeber langsam ins Spiel und erarbeiteten sich erste Chancen. Zunächst schoss Selim Teber aus spitzem Winkel am langen Pfosten vorbei, dann verfehlte Benjamin Köhler mit einem direkten Freistoß knapp das Tor. In der 38. Minute musste Gäste-Torwart Manuel Neuer bei einem Schuss von Pirmin Schwegler erstmals eingreifen. Viel mehr hatten die Hausherren in der ersten Halbzeit nicht zu bieten. Die Schalker Leihgabe Halil Altintop sah als einzige Sturmspitze gegen seine Ex-Kollegen keinen Stich, und auch aus dem Mittelfeld entwickelte die Eintracht kaum Druck und Torgefahr. Schalke beschränkte sich mit der beruhigenden Führung im Rücken auf das Nötigste und spulte routiniert sein Pensum herunter. Nach dem Wechsel verstärkte Eintracht-Trainer Michael Skibbe mit Caio für Köhler die Offensive. Und sein Team legte viel engagierter los als im ersten Durchgang. Nach Vorlage von Ochs bugsierte Meier das Leder an Neuer vorbei zum Anschluss ins Netz und beflügelte damit die Bemühungen der Hausherren. Frankfurt dominierte das Geschehen, Schalke reagierte nur noch. Nach einer Stunde verpasste Ochs per Direktabnahme knapp den Ausgleich, kurz darauf rettete Höwedes in letzter Sekunde. Der Frankfurter Angriffsschwung hielt jedoch nicht lange, denn die Gäste befreiten sich gekonnt aus der Umklammerung. Rakitic (64.) zwang Nikolov mit einem Fernschuss zu einer Glanzparade, Kuranyi (71.) zielte mit einem Seitfallzieher zu hoch. Bei einem herrlichen Konter zehn Minuten vor Schluss machte Rakitic auf Vorlage von Kuranyi dann alles klar, der Stürmer selbst sorgte für den Schlusspunkt.

 

FSV Frankfurt holt Punkt beim Tabellenführer

Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern hat sein Heimspiel gegen den FSV Frankfurt nicht gewinnen können. Mit dem 1:1 (1:1) gegen die abstiegsbedrohten Hessen sind die «Roten Teufel» am Samstag allerdings seit sieben Spielen ungeschlagen. Vor 28 224 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion hielt aber auch die Serie der Frankfurter, die nun sechs Spiele nacheinander nicht verloren haben. Nikolas Ledgerwood (12.) hatte den FSV mit einem Kopfballtreffer in Führung gebracht und Sidney Sam (27. Minute) per Foulelfmeter ausgeglichen. Mit 54 Punkten erhöhte Kaiserslautern den Vorsprung auf die erst am Sonntag spielenden Verfolger FC Augsburg und FC St. Pauli auf sieben beziehungsweise sechs Punkte. Frankfurt verharrt mit 23 Zählern weiter auf dem 16. Tabellenrang, dem Relegationsplatz, hat aber Hansa Rostock (25) noch in Reichweite. Trotz der schwächsten Abwehr der Liga bei 42 Gegentreffern hat der FSV weiter alle Chancen auf den Klassenverbleib. Überraschend übernahmen die Gäste mit schnellen Kontern die Initiative gegen die beste Zweitligaabwehr und wurden früh belohnt. Nach einer Flanke von Marc Gallego von der rechten Seite hatte Ledgerwood bei seinem ersten Saisontreffer für den FSV das beste Timing vor dem Tor. FCK-Keeper Tobias Sippel hatte gegen den Ball aus sechs Metern per Aufsetzer ins untere Eck keine Chance. FSV-Coach Hans-Jürgen Boysen musste Alexander Klitzpera (Zerrung), Vlad Munteanu (Bänderdehnung) durch Pa Saikou Kujabi und Markus Husterer ersetzen. Zumindest bis zum Elfmeter-Pfiff machte sich das nicht negativ bemerkbar. Als Jiri Bilek im Strafraum über den grätschenden Gledson stolpert, zeigte Referee Deniz Aytekin (Oberasbach) auf den Punkt. Sam verwandelte kompromisslos gegen Keeper Patrick Klandt.

 

Vorerst kein Comeback von Schiedsrichter Kempter

FIFA-Schiedsrichter Michael Kempter muss weiter auf sein Comeback warten. Der ursprünglich für die Zweitliga-Partie am Sonntag zwischen Union Berlin und dem MSV Duisburg vorgesehene Referee aus Sauldorf kommt nicht zum Einsatz, an seiner Stelle leitet der Hamburger Patrick Ittrich die Begegnung. Das geht aus der DFB- Liste der Schiedsrichteransetzungen hervor. Kempter ist in die Affäre um den ehemaligen Schiedsrichter-Funktionär Manfred Amerell verwickelt. Der DFB prüft eine E-Mail von Kempter an Amerell vom 11. April 2007, in der der 27-jährige schreibt: «Ich freue mich auf's Bayern-Spiel. Hoffentlich fliegen sie gleich raus».

 

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