Haben Sie auch eine Frage an die FFH-Schlaumacher? Dann rufen Sie uns am Hörertelefon unter 069/19725 an oder schreiben Sie uns eine Mail...
Warum sagt man "Das kommt mir spanisch vor"?
Wenn wir etwas nicht verstehen, oder es uns seltsam erscheint, benutzen wir oft die Redewendung "Das kommt mir spanisch vor".Sie stammt wahrscheinlich aus der Zeit als Karl V., der 1516 spanischer König war, 1519 auch deutscher Kaiser wurde und das bis dahin unbekannte spanische Hofzeremoniell importierte, das seine neuen Untertanen sehr überraschte, und bei dem sie vieles nicht verstanden - und auch nicht gut fanden.
Die Spanier sagen dafür übrigens "esto me suena a chino" - ihnen kommt sowas chinesisch vor. Und bei den Engländern heißt's "Thats Greek to me" - "das ist Griechisch für mich".
Warum besteht eine Fußballmannschaft aus 11 Spielern?
11 Freunde müsst ihr sein – doch warum eigentlich elf und nicht etwa 15 oder 20? Mit der Fußballplatzgröße hat's nichts zu tun. Im Grunde ist es noch viel simpler.
Zugegeben, die Faktenlage ist dünn, aber es kursiert folgende Geschichte: An den englischen Schulen und Elite-Unis, wo Fußball damals begeistert gespielt wurde, hatten die Schlafsäle grundsätzlich elf Betten, keine 15 oder 20. Und deswegen elf Freunde – so einfach ist das !
Übrigens: Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden in England die ersten Regeln. Bis dahin hatten ganze Dörfer gegeneinander gekickt und es ging ziemlich brutal zur Sache. So wurden als erstes im Regelwerk zum Beispiel hervorstehende Nägel oder Eisenplatten an den Schuhen verboten...
11 Freunde müsst ihr sein! Warum eigentlich?..
Wieso heißt der Computer eigentlich Computer?
Wir feiern den 100. Geburtstag von Konrad Zuse. Kennen Sie nicht? Zumindest arbeiten Sie sehr häufig mit seiner Erfindung. Immerhin hat der Mann den ersten Computer entwickelt.
Und dazu hat das Genie auch noch über 40 Jahre bei uns in Hessen gelebt und gearbeitet – im osthessischen Hünfeld.
Doch warum heißt der Computer eigentlich Computer und nicht Zuse? Die FFH-Schlaumacher haben die Antwort: Computer kommt vom lateinischen "computare", also "zusammenrechnen".
Computer tauchte zum ersten Mal im 17. Jahrhundert auf. Damit wurden aber keine Maschinen bezeichnet, sondern Menschen, die besonders schwierige Berechnungen anstellten - zum Beispiel für Astronomen.
FFH-Schlaumacher - Computer...
Blaues Blut
Wieder eine Hochzeit im Hochadel - Prinzessin Victoria von Schweden heiratet einen bürgerlichen. Europas Fürsten und gekrönte Häupter versammeln sich nahezu komplett in Stockholm, um das zu feiern. Da kommt also eine Menge blaues Blut zusammen. Aber - warum heißt das eigentlich so - "blaublütig"
Die Redensart ist nicht nur im Deutschen gängig. Ursprünglich kommt das "blaue Blut" wohl aus dem spanischen. Die Adelsfamilien Kastiliens nahmen im Mittelalter das "Sangre Azul" für sich in Anspruch. Damit wollten sie betonen, dass sie reiner Abkunft, ohne maurische oder sonstige nichtkastilische Ahnen sind.
Der Ausdruck kommt wahrscheinlich daher, dass die Adern von hellhäutigen Menschen bläulich wirken. Durch die Abstammung von den Westgoten und durch häufige Heiratsverbindungen mit nordeuropäischen Höfen und Königshäusern waren die spanischen Adligen viel hellhäutiger als die nichtadligen Spanier.
Und natürlich wurde beim Adel die "vornehme Blässe" auch gepflegt. Man ging nicht in die Sonne - braungebrannt war jahrhundertelang nur der Pöbel, der auch draußen arbeiten musste. Erst im letzten Jahrhundert wurde gesunde Sonnbräune zum Statussymbol - auch beim Adel.
Wieso kommt eigentlich immer "Trick 17" zum Einsatz?
Eine wirklich sehr schöne Legende dreht sich um den berühmten Magier "Carlos Luminoso". Der soll nämlich ein Buch voll Zaubertricks hinterlassen haben. Aber mysteriöserweise fehlen in diesem Werk die letzten Seiten. Und auf denen soll er gestanden haben: Der absolute, der unübertreffliche, der unnachahmliche...Trick 17. Aber diese Geschichte ist erst vor ein paar Jahren erfunden worden un dhat sich seit dem im Internet rasant als Wahrhheit verbreitet.
Schöne Geschichte - stimmt aber nicht.
Wie so oft bei Sprichworten ist die Herkunft nicht hunderprozentig zu klären. Am wahrscheinlichsten gilt aber, dass der Begriff "Trick 17" auf das Kartenspiel zurückgeht. Bei Whist oder Bridge nennt man die Stiche auf Englisch auch Tricks. Wer dabei sogar 17 Stiche macht, ist eben ein absoluter Fuchs – daher das Sprichwort.
Übrigens andere Länder andere Sitten – in der Schweiz spricht man von Trick 77 und aus Finnland zum Beispiel kommt der Ausdruck "kikka kolmonen" – "Trick 3".

Wenn wir beim Flirten abblitzen, bekommen wir einen Korb. Warum eigentlich?
Diese Redewendung stammt aus den Zeiten der Ritter und Burgfräulein.
Stand damals nämlich ein Freier vor dem Fenster eines holden Mägdeleins und begehrte Einlass in das Gemach, so ließ sie ihm einen Korb hinunter, in den er sich setzte und hochgezogen wurde.
Blöd nur, wenn der Mann der Dame überhaupt nicht genehm war. Dann lockerte die Begehrte vorher den Boden des Korbes und der Kerl war im wahrsten Sinne des Wortes durchgefallen.
So einfach war das...
Woher kommt "Mein lieber Scholli"?
"Mein lieber Scholli" ist ein Ausdruck der Bewunderung und des Erstaunens. Und vorab ist klar: Dieser Satz hat nichts mit Ex-Bayern-Spieler Mehmet Scholl oder mit einer Speise im Fischrestaurant zu tun.
Vielmehr soll jener Ausspruch auf einen gewissen Ferdinand Joly zurückgehen. Joly war Student an der Uni Salzburg und wurde dort – warum auch immer – 1783 verjagt. Danach führte er ein wildes Vagabundenleben und zog als Dichter und Musiker durchs Lande. Mein lieber Scholli!
Es gibt aber auch eine andere Erklärung: "Ma chère jolie" war eine gängige Floskel, mit der französische Soldaten um das Jahr 1813 während der Befreiungskriege hübsche Frauen angesprochen haben sollen. Auf Deutsch bedeutet das etwa "Meine liebe Schöne" – daraus wird doch schnell "mein lieber Scholli"...oder?!
Warum wird Rudi Völler eigentlich "Tante Käthe" genannt?
Es gibt nur einen Rudi Völler - und der wurde am 13. April 2010 ganz genau runde 50 Jahre alt. Und ist damit erstmals so alt wie sein Spitzname vermuten lässt.
Aber wie kam der arme Rudi zu diesem lustigen, aber nicht sehr schmeichelhaften Rufnamen?
FFH-Sportchef Chris Berdrow kennt die Antwort
Warum ist die Milch eigentlich weiss?

Diese Frage hatte die 10-Jährige Annika Bernd aus Fürth. Dr. Hartmut Wewetzer beantwortet ihr die Frage im Gespräch mit FFH-Moderator Markus Walter.
Warum heißt Nena eigentlich Nena?
Zum 50. Geburtstag von Nena am 24. März beschäftigt uns die Frage von FFH-Hörer Martin aus Bad Arolsen, warum Nena eigentlich Nena heißt? Getauft wurde Sie auf den Namen Gabriele Susanne Kerner. Bei Sabine Schneider beantwortet uns Nena diese Frage persönlich...
Und Nena bedeutet auf spanisch schlicht und einfach „kleines Mädchen“. Also da sagen wir doch „Danke, Spanien - muchas gracias" für diesen schönen Namen.
Warum sind Betrunkene eigentlich "blau"?

"Blau sein" entstand aus dem Farbgeschäft. Um ein gutes Blau zu erzeugen, urinierten die Färber in den Farbpott. Da sie viel Zeit am Tag hatten, tranken sie viel Bier, um oft urinieren zu können und waren entsprechend betrunken – also blau...
Im Französischen spricht man stattdessen von "grau sein" (être gris) und bei schwerer Trunkenheit von "schwarz sein" (être noir).
Warum heißt das Abitur Abitur?
Ab heute 12. März 2010 schwitzen sie wieder über ihren Klausuren - die höchsten Klassen der hessischen Gymnasien. Es gilt, das Abitur zu meistern. Aber warum heißt das eigentlich so?
Das Wort "Abitur" stammt aus der Zeit, als die höheren Schulen noch ein Hort der klassischen Bildung waren (Sie wissen schon, Latein, Griechisch und keine weiblichen Schüler...). "abire" ist das lateinische Verb für "weggehen" / "davongehen". Die "abituri" sind die, die "weggehen werden". Und daher heißt die letzte Prüfung vor dem Weggehen von der Schule "Abitur"...
Warum haben Männer die Knöpfe rechts und Frauen links?
Diese Frage beantwortet FFH-Hörer Peter Bierbrauer aus Grävenwiesbach im Gespräch mit FFH-Moderatorin Sabine Schneider aufs vortrefflichste.
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Warum sagt man eigentlich "Surfen im Internet"?
Was hat das World Wide Web bitteschön mit Wassersport zu tun?
Total abgefahrenes Thema für die Zeit: Das Internet! Damals sprachen viele noch vom "Graben" oder "Fischen" im Netz, weil es extrem mühselig war, die richtigen Informationen zu finden.
Jean Armour Polly aber war begeistert vom Internet und suchte einen Begriff, der mehr Spaß macht. Da brütete sie also über ihrem Aufsatz, schaut sich um und sieht ihr Mousepad neben der Tastatur. Und da drauf war ein Surfer auf einer Welle.
Zack - Titel für den Aufsatz gefunden: "Surfing the Internet“! Einer der ersten und vor allem meistgelesenen Artikel aus der Online-Steinzeit. Dann ging der Begriff vom „Surfen im Netz“ um die Welt...

Erst gab es noch lautstarke Proteste der echten Surfer. Die wollten verhindern, dass ihr Lieblings-Hobby mit stumpfsinnigem starren auf Computerbildschirme verglichen wurde. Sie gründeten sogar Internetgruppen mit Namen wie "A pox upon Jean Polly", sie wünschten der armen Bibliothekarin also die Pocken und Schlimmeres an den Hals.
Mittlerweile haben sie sich beruhigt. Und Jean Armour Polly hat sich ihren Spitznamen "Netmom" als Marke gesichert und schreibt Kinder-Ratgeber fürs Internet.
Warum heißt der Bob eigentlich Bob?
Anfang des vergangenen Jahrhunderts kam ein - wie sollte es anders sein - Engländer auf die Idee, zwei Schlitten unter ein Brett zu schrauben und den vorderen dabei lenkbar zu machen. Der Bob kam auf die Welt. Aber warum heißt er Bob?
Wo heute hochtrainierte Sprinter das stromlinienförmige Hightech-Gerät anschieben, nahmen zu Anfang einfach nur möglichst schwere Jungs noch vor dem Start auf dem Gefährt Platz und versuchten auf den ersten Metern nach dem Start mit gemeinsamem ruckartigen Vor- und Zurückbewegen des Oberkörpers in Schwung zu kommen - englisch "to bob" bedeutet "ruckartig bewegen". So kam der Bob zu seinem Namen.
FFH-Sportchef Chris Berdrow über den Bob
Ich freu mich wie ein Schneekönig! - Warum eigentlich?
Winter hin oder her: Besonders die Kinder freuen sich über die weiße Pracht auf den Straßen und Wiesen wie die Schneekönige. Doch warum sagen wir das eigentlich so? Was hat es mit den Schneekönigen auf sich?
Wolfgang Rades vom Tierpark Herborn kennt die Antwort...
Warum heißt der Urlaub eigentlich Urlaub?
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"Urlaub" geht zurück auf das althochdeutsche Wort "urloup". Das bedeutete früher schlicht "Erlaubnis". Bei Hofe war es die Erlaubnis für den Ritter, sich zu entfernen - erteilt vom König oder einer feinen Dame. Also eigentlich so wie heute: Der König, unser Chef, und wir, die Ritter, dürfen uns entfernen, wenn er, der König, es denn erlaubt.
Warum ist es draußen eigentlich "schweinekalt"?
So ganz genau kann man das eigentlich gar nicht sagen. Es wird aber vermutet, dass früher der Termin zum Schweineschlachten immer mit dem ersten großen Wintereinbruch zusammenfiel. Ganz einfach, weil man nur bei Frost das Fleisch lagern konnte. Also kalt genug zum Schlachten = "schweinekalt".
Übrigens: In Frankreich gibt´s nicht die Schweinekälte, sondern die Entenkälte und in Spanien die Hundskälte – sollte uns das etwas über die Essgewohnheiten dieser Nationen sagen? Wir hoffen nicht!
Warum wünschen wir eigentlich einen "Guten Rutsch"?
Weil "Rutschen" früher einmal die gleiche Bedeutung hatte wie "Reisen" - man wünscht sich quasi eine gute Reise ins Neue Jahr.
Es gibt aber noch eine andere Erklärung, die besagt, dass die Redewendung ursprünglich aus dem jiddischen kommt:
"Rutsch" klingt so ähnlich wie das hebräische Wort "Rosch", und das bedeutet "Anfang". Somit wünscht man sich jetzt – zwischen den Jahren – einen einen guten Anfang im Neuen Jahr.
…und warum heißt es: "Zwischen den Jahren"?
Weil die Kirche jahrhundertelang das Datum für den Beginn des neuen Jahres immer wieder verschoben hatte. Mal war es der 6. Januar, mal der 25. Dezember. Später entschied man sich dann für den 1. Januar. Vor der Einigung gab’s Streit, und da galten dann auch schon mal zwei Daten gleichzeitig als Neujahrsbeginn. Man steckte also "zwischen den Jahren", Geschäftsleute mussten in diesen Zeiten sogar zwei Jahreszahlen auf Verträge schreiben.
Frieren wie ein Schneider
Ob Romy oder Sabine - Schneider ist in jedem Fall der dritthäufigste Nachname in Deutschland. Da nimmt es nicht Wunder, dass sich der Name auch in etlichen Redensarten auftaucht.
Woher kommen die Redensarten "Frieren wie ein Schneider" oder "Herein wenn´s kein Schneider ist" - diese Frage von Markus Schneider aus Bingen beantwortet ein Fachmann...– beantwortet von...
Lutz Kuntzsch von der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden...
Wer hat das Marzipan erfunden?
Die Lübecker selbst erzählen gern folgende Legende: Im 14. Jahrhundert gab es eine schwere Hungersnot in der belagerten Stadt. In den Speichern waren nur noch Mandeln und Zucker. Der Senat befahl den Bäckern, daraus irgendwas Essbares zu machen. Und am Markustag erfand dann einer das "marci panis" – das Markusbrot.
Schöne Geschichte – stimmt aber nicht: Denn erfunden wurde Marzipan vor über 1000 Jahren in Persien – also im heutigen Iran.
Bei uns in Europa wurde es erst im Mittelalter von Apothekern als Heilmittel angepriesen. Leisten konnte sich das nur der Hochadel. Mandeln und Zucker mussten teuer aus Übersee rangeschafft werden. Bis zur Entdeckung der Zuckerrübe, das Apotheker-Monopol fällt und vor 200 Jahren startet in Lübeck der Konditor Johann Georg Niederegger den weltweiten Marzipan-Siegeszug.
Franz Beckenbauer - warum heißt der "Kaiser" eigentlich "Kaiser"?
Beckenbauer selbst erzählt auf die Frage gern folgende Anekdote: Bei einem Freundschaftsspiel der Bayern in Wien wurde er neben einer Büste des österreichischen Kaisers Franz fotografiert und schon war der Fußballkaiser geboren. So wäre es Beckenbauer wohl am liebsten.
Doch eigentlich holte er sich seinen Titel bei uns im FFH-Land. Und zwar beim Pokalendspiel 1969 Bayern gegen Schalke, damals noch im Frankfurter Waldstadion. Dabei foulte Beckenbauer Schalke-Star "Stan" Libuda – ein Mann, der damals den Ehrentitel "König von Westfalen" trug.
Das Foul war also eine Art Majestätsbeleidigung. Die Presse suchte ein neues Superlativ und erfand den "Kaiser" - und das schon zwei Jahre vor dem Foto in Österreich...
FFH-Sportchef Chris Berdrow kennt die ganze Geschichte...
Warum bringen schwarze Katzen von links Unglück?
Dieser Glaube geht zurück auf das Mittelalter, als die katholische Kirche in Katzen ein Abbild des Satans sah. Im Zuge der Hexenverfolgung wurden schwarze Katzen ausgerottet, und wer eine besaß durfte damit rechnen, der Hexerei bezichtigt zu werden. Außerdem war schwarz die Farbe der Dämonen und die linke Seite galt als die schlechtere von beiden. Schlimmer, als einer schwarzen Katze von links zu begegnen, konnte es also nicht mehr kommen.
FFH-Schlauchmacherin Steffi Buhlmann weiß Bescheid...
Warum bringen zerbrochene Spiegel Unglück?
Die Menschen dachten früher, dass Spiegel ein Stück der Seele eines Menschen zeigen. Zerbricht er, zerbricht folglich auch die Seele. Außerdem waren Spiegel ziemlich teuer. Wenn einer kaputt ging, bedeutete das also doppeltes Unglück.
An welcher Supermarkt-Kasse geht's eigentlich am schnellsten?
Generell ist das die Schlange, in der am wenigsten Kunden stehen. Dabei ist es vollkommen egal, wie viel Klopapier oder Tütensuppen die Leute vor Ihnen im Wagen haben. Denn: Das Zeitaufwändige an der Kasse ist nicht das Waren über den Scanner ziehen, sondern das Kassieren. Je weniger Leute vor uns also erst mühsam ihr Portemonnaie aus der Tasche kramen und sich mit der EC-Karte abmühen müssen, desto schneller geht’s!
In den USA und in England gibt's noch eine ganz andere Methode: Die Kassierer rufen den jeweils nächsten Kunden auf. So wird der Kundenandrang gleichmäßig verteilt und keiner kommt sich vergessen vor.
Woher kommt die Unterscheidung der Parteien in rechts und links?
Französiche Revolution 1789, der König gestürzt, ein Parlament gegründet und dann...
Professor Jürgen Falter von der Uni Mainz weiß es...
Warum wird im Fußballstadio gesungen?
Los ging's mit dem Singen im Stadion in den 60ern in Liverpool, als im legendären Stadion an der Anfield Road mal die Lautsprecheranlage ausfiel...
FFH-Sportreporterin Sonja Pahl macht Sie schlau
Wer komponierte die Windows-Begrüßungs-Melodie?
Frank aus Gießen möchte wissen, wer die Windows-Musik komponiert hat. FFH-Schlaumacher Stefan Griess hat die Antwort. Die wohl berühmteste Melodie stammt von keinem Geringeren als Brian Eno. Der veredelt normalerweise die Hits von U2. Doch dann bekam er den Auftrag von Microsoft. Er sollte, Zitat, "ein Musikstück komponieren, das inspirierend, universell, optimistisch, futuristisch, gefühlvoll ist". Zitat Ende. Und entstanden ist der Windows-Begrüßungs-Ton beim Hochfahren des Rechners. 35.000 Dollar hat er dafür kassiert.
FFH-Schlaumacher Stefan Griess erzählt die ganze Geschichte...
Woher kommt der Spruch "Das kann doch kein Schwein lesen"?
Vor über 300 Jahren war es noch nicht so wie heute, dass jedermann lesen konnte. Damals gab es nur ein paar Menschen, die lesen gelernt hatten. Wer das nicht konnte, ging zu diesen Gelehrten, die ihm dann Briefe oder andere wichtige Schriftstücke vorlasen. So zum Beispiel auch zu einer Gelehrtenfamilie, die Swyn hieß. Jeder, der etwas vorgelesen haben wollte, ging also zu dieser Familie. Wenn es dann aber so unleserlich geschrieben war, dass selbst die Swyns es nicht lesen konnten, dann sagten die Menschen: "Dat kann keen Swyn lesen!" Und weil "Swyn" das alte plattdeutsche Wort für "Schwein" ist, heißt es heute: "Das kann doch kein Schwein lesen!"
Woher kommt der Spruch von "Der hat von Tuten und Blasen keine Ahnung!"
"Der hat von Tuten und Blasen keine Ahnung!" - So beschreiben wir Menschen, denen wir rein gar nichts zutrauen. Diese Redewendung stammt von einem wenig angesehenen Beruf: Wer im Mittelalter zu nichts Nutze war und keine Ausbildung hatte, wurde Nachtwächter. Alles, was man dafür können musste: wach bleiben und ins Horn tuten und blasen. Wer selbst dafür zu dumm war, der hatte von gar nichts eine Ahnung.
Warum quietscht eigentlich Kreide auf Schultafeln?
Wir sprechen hier vom so genannten Stick-Slip-Effekt. Stick heißt "Steckenbleiben" und Slip "Gleiten". Denn genau das passiert mit der Kreide auf der Tafel. Die gleitet nicht gleichmäßig, sondern haftet, spannt sich an, trennt sich von der Tafel, gleitet wieder ein Stückchen. Das alles passiert rasend schnell und dadurch wird das Kreidestück in Schwingung versetzt. Diese Schwingungen übertragen sich auf die Tafel, die quasi als Resonanzkörper wirkt und schon quietscht es.
Woher kommt der Stinkefinger?
Den Stinkefinger haben wir schlicht und einfach von den Affen übernommen. Schon als wir noch nicht aufrecht gehen konnte, sollte der ausgestreckte Mittelfinger Potenz anzeigen und die Konkurrenz einschüchtern. Stichwort: Meiner ist größer als Deiner.
Werden wir im Auto eigentlich braun?
Nein! Die Frontscheibe besteht aus Verbundglas, in der eine Folie liegt, die die UV-Strahlen nicht durchlässt. Für die Seitenfenster, links und rechts vom Fahrer, wird normales Glas verwendet, das zu 40 Prozent UVB-Strahlen, also Bräunungsstrahlen durchlässt. Der Arm kann also ein bisschen braun werden. Die Tönungsfolien, die nur für die hinteren Seitenfenster und die Heckscheibe verwendet werden dürfen, filtern 99,8 Prozent aller Strahlungen aus, so dass man hinten auch nicht braun werden kann. Bei der Bahn ist das ähnlich. Im ICE bestehen die Fenster aus Sicherheitsglas, also Verbundglas. Wer braun werden möchte, sollte Inter Regio fahren.
Wieso heißt der Hering "Hering" ?
Landläufig wird der Hering "Hering" genannt, weil er eine Ähnlichkeit mit dem Fisch Hering hat. Der eigentliche Grund ist aber ein anderer: Der Hering leitet sich von dem lateinischen Wort "haerere" ab, das so viel bedeutet wie "hängen bleiben" oder "stecken bleiben". Damit das Zelt auch bei Wind und Wetter stehen bleibt, braucht man Heringe.
Woher kommt der innere Schweinehund?
Schweine- oder auch Sauhunde gab es früher wirklich. Das waren spezielle Jagdhunde, die zur Wildschweinjagd abgerichtet wurden und schon im 16. Jahrhundert zum Einsatz kamen. Meist waren dies große, kräftige und sehr wertvolle Tiere, die mit extra breiten Halsbändern und manchmal sogar Panzerhemden gegen die Wildschweine geschützt wurden. Diese Schweinehunde waren abgerichtet, die Wildschweine solange zu hetzten, bis die erschöpft waren und dann zu bewachen, bis die Jäger eintrafen. Also in etwa der gleiche Job, den der innere Schweinehund macht. Er ermattet uns, bis wir uns nicht mehr rühren können. Wir sind nicht Herrchen des inneren Schweinehundes, wir sind seine Beute.
Stimmt es wirklich, dass drei Hornissenstiche einen Menschen töten können?
Nein! Es gibt da eine Faustregel: Das Körpergewicht mal zehn. Wiegt ein Mensch zum Beispiel 70 Kilo, bräuchte es 700 Hornissenstiche, um in Lebensgefahr zu geraten. Bienen sind übrigens viel gefährlicher als Wespen oder Hornissen, da sie das Zehnfache mehr an Gift abgeben. Zusätzlich haben sie einen Stoff im Gift, der besonders weh tut. Bei Bienen bleibt der Stachel stecken und gibt so einen Duft ab, der weitere Bienen anlockt. Bienen stechen besonders gerne an Augen, Nase, Mund und Ohren. Will eine Biene stechen, riskiert sie aber auch ihr Leben – nach der Abgabe des Stachels stirbt sie!
Wie kommen die hellen und dunklen Streifen in den Rasen im Fußballstadion?
Die Rasenmäher haben zwei Walzen, mit denen die Grashalme in eine Richtung heruntergedrückt bzw. "gekämmt" werden. Steht die Kamera zum Beispiel auf der Haupttribüne, fährt der Greenkeeper einmal weg von der Kamera und drückt so den Rasen weg von der Kamera, so dass man auf die glatte, helle Seite des Rasens schaut. Fährt er zur Kamera zurück, drückt er den Rasen zur Kamera hin und so auch den Rasen hin zur Kamera, so dass man auf die heruntergedrückte, dunkle Seite schaut. Das kann man vergleichen mit dem Teppichflor beim Staubsaugen. Als praktischer Nebeneffekt kann sich der Schiedsrichter durch die Streifen besser orientieren. Eigentlich soll das Feld für den Zuschauer nicht ganz so langweilig aussehen. Die Stadionwarte können so gerade mähen, weil sie eine Schnur spannen und entlang der Schnur mähen.
Wer hat eigentlich das Hammerwerfen erfunden?
Das Hammerwerfen ist eine der ältesten Sportarten überhaupt. Schon im Mittelalter haben die Schotten bei ihren Highland-Games Schmiedehämmer herumgeschleudert. Grund – klar – männliches Gepose und Kräftemessen – "Sledgehammer" nannte sich der weit verbreitete Volkssport. Und übrigens: Schon damals gab es eine junge Frau, die regelmäßig sogar die Männer in Grund und Boden hämmerte – ihr Name Betty. Und wie heißt die deutsche Heldin im Hammerwerfen bei der WM 2009: Betty Heidler.
Wer hat eigentlich das Eis am Stiel erfunden ?
1905 hatte Frank Epperson ein Glas Limo mit Löffel drin auf der Veranda vergessen. Nach frostiger Nacht fand der Elfjährige dann am nächsten Morgen seine gefrorene Limo – quasi das erste Eis am Stiel. Es dauerte allerdings noch 18 Jahre, bis er sich an dieses Kindheitserlebnis erinnerte und sich das ganze patentieren ließ. Inzwischen werden jedes Jahr über eine Milliarde Eis am Stiel verkauft. Schade für Frank, dass er sämtliche Rechte schon damals direkt verkauft hatte.
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