Es sind noch gut dreieinhalb Monate bis zum ersten Spiel unserer Nationalkicker bei der Weltmeisterschaft in Südafrika. Und ausgerechnet jetzt ist beim Deutschen Fußball Verband ein Konflikt entstanden, den so eigentlich niemand wollte.
Es geht um die Vertragsverlängerung von Bundestrainer Jogi Löw. Bereits zum Jahreswechsel war eigentlich alles per Handschlag geregelt – es sollte eigentlich nur noch um Details gehen. Jetzt der Hammer! DFB-Chef Theo Zwanziger brach den Vertragspoker ab. Wenn überhaupt, dann setzen sich die Parteien nach der WM wieder zusammen.
Hintergrund: Worum geht es?
- Um Geld: Laut Medienberichten würde die sportliche Leitung der Nationalmannschaft für einen neuen Zweijahreskontrakt eine sogenannte "Signing Fee" in Höhe eines Jahresgehalts erwarten. Die Bonuszahlungen würden sowohl für Löw als auch für Bierhoff und die Bundestrainer-Assistenten fällig.
- Um Macht: Zwischen dem Gespann Löw/Bierhoff und DFB-Sportdirektor herrscht schon längere Zeit Funkstille. Unter anderem geht es dabei um die U21-Mannschaft, über die Löw/Bierhoff die Kontrolle haben möchten. Das will Sammer nicht. Darüber hinaus verlange Bierhoff ein Veto-Recht bei der Suche nach einem eventuellen neuen Bundestrainer.
Einen vom DFB vorgelegten Vertragsentwurf lehnten Löw und Bierhoff überraschend ab. Dabei hätte Bierhoff gerne vor der WM eine Entscheidung über die Zukunft gehabt. "Aber wir akzeptieren die Entscheidung des Präsidiums und konzentrieren uns auf die Vorbereitung der WM."
Ob das so einfach wird? Fakt ist: Auch bei Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann herrschten solche Zustände. Mit der Konsequenz: Nach WM-Platz 3 nahm "Klinsi" seinen Hut. Passiert das nun auch mit dem Gespann Löw/Bierhoff?
DFB-Präsident Theo Zwanziger spricht von strukturellen Problemen. Die DFB-Spitze und sportliche Leitung stünden zudem in wirtschaftlichen Fragen aktuell zu weit auseinander.
Was halten Sie von diesem Vertragspoker? Bringt diese Situation einen Erfolg bei der WM in Gefahr? Schreiben Sie uns!
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