FFH-TV: Laith Al-Deen im FFH-Promicheck!
Eine ganze Zeit war es still um Laith Al-Deen. Nach seinem Auftritt bei der Vorauswahl zum Bundesvision Song Contest verschwand der Sänger und Musikproduzent aus dem Rampenlicht. Bis jetzt: An diesem Freitag kommt das mittlerweile zehnte Album mit dem Titel "Session" in die Läden. Vorab stellte sich der 36-Jährigen im FFH-Interview einigen Fragen.
Der Titel des Albums verrät schon die neue Richtung. Das Konzept: Fünf Jungs, ein Raum, jede Menge Instrumente und 15 Tage Zeit. Schon war die Platte fertig. "Session bedeutet in der Musik ja nichts anderes als eine zwangslose Zusammenspielerei. Das war maßgebend für uns." Und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen - oder besser - hören lassen. 13 Coversongs von mal mehr, mal weniger erfolgreichen Originalen sind die Vorlage für den Sohn eines irakischen Vaters und einer deutscher Mutter. "Wir hatten einen Riesenspaß und die Energien einfach fließen lassen", erzählt Laith Al-Deen.
Ein wenig schwieriger wurde es im Anschluss. Natürlich mussten die Neuauflagen von den Ur-Autoren genehmigt werden. Bei Vorlagen von Frank Sinatra, Bruce Springsteen oder Sting kein einfaches Unterfangen. "Ich bin froh, dass wir alles frei bekommen haben. Es ging zum Teil sogar unerwartet schnell", erzählt der 36-Jährige. Ein Zeichen für die hohe Qualität, die Al-Deen in die Songs gelegt hat. "Man muss entweder Qualität liefern, oder der Urautor muss davon überzeugt sein, eine Menge Geld zu verdienen." Was immer auch die Kriterien waren: Die Songs überstanden die Prüfung ohne Probleme.
Im kommenden Herbst soll es dann auch auf große Tour gehen - allerdings nicht ins FFH-Land. Und das hat auch einen triftigen Grund: "Wir werden zum ersten Mal bestuhlt spielen. Entweder gibt es im FFH-Land nur kleine Hallen, mittelgroße, die allerdings nicht in Großstadtnähe liegen, oder riesige Hallen", erklärt Al-Deen. "Wir probieren es einfach mal aus." Und immerhin: Mannheim und Mainz stehen auf dem Tourkalender.
Eine Veranstaltung, die sich Laith Al-Deen nicht entgehen lassen wird, ist der Eurovision Song Contest 2009. Kein Wunder, schließlich wollte der gebürtige Karlsruher vergangenes Jahr auch noch ins Finale. Er drückt den deutschen Startern um Produzent Alex C. natürlich die Daumen. Vielmehr freut er sich aber darüber, dass sich der Eurovision Song Contest mit jeder Menge Prominenz gegen die Vormachtstellung der Balkanstaaten zur Wehr setzt. "Es gibt nun einmal die Grand Prix-Musik. Das ist seit mehr als 50 Jahren so. Man kennt die Grand Prix-Wege aber nie. Ich drücke jedenfalls allen Nicht-Balkan-Ländern die Daumen."
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