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Piloten-Streik: Lufthansa legt neues Angebot vor

Piloten-Streik: Lufthansa legt neues Angebot vor
Symbolfoto.

30.11.2016

Im Dauerkonflikt mit den streikenden Piloten will die Lufthansa die Gewerkschaft mit einem verbesserten Angebot zurück an den Verhandlungstisch holen. Die Airline bietet eine Erhöhung der Bezüge in zwei Stufen um insgesamt 4,4 Prozent und zusätzlich eine Einmalzahlung an. «Wir wollen dringend weiteren Schaden vom Unternehmen abwenden und unseren Passagieren endlich wieder den Service bieten, den sie von uns erwarten können.»

Gewerkschaft prüft Angebot

Das Angebot sei der Gewerkschaft bereits am Abend unterbreitet worden. Im einzelnen bietet die Lufthansa für 2016 eine Vergütungserhöhung um 2,4 Prozent und für 2017 um weitere 2,0 Prozent. Dieses Angebot sei nicht an weitere Bedingungen geknüpft. Die Lufthansa gehe damit auf eine zentrale Forderung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ein, hieß es. Die Gewerkschaft habe gegenüber Medien wiederholt erklärt, auf Basis eines solchen Angebotes zu einer Schlichtung bereit zu sein. Lufthansa stehe ab sofort zur Verfügung, um auf Basis dieses Angebotes gemeinsam mit der VC eine Schlichtung des Vergütungstarifvertrages vorzubereiten.

Morgen fast wieder normaler Lufthansa-Flugplan

Die Lufthansa will morgen wieder nahezu nach Plan fliegen. Wegen der vorhergehenden Streiktage werde es nur noch zu vereinzelten Flugstreichungen kommen, teilte die Fluggesellschaft in Frankfurt mit. Rund 40 Flüge würden ausfallen. Heute setzen die Piloten ihre Streiks bei Lufthansa fort.  Die Lufthansa strich wegen der Ausstände 890 Flüge, davon waren rund 98 000 Passagiere betroffen. Die Flieger der Töchter Eurowings und Germanwings hoben wie geplant ab. 

Hoher Schaden durch Streik 

Das Unternehmen geht von einem Schaden von 10 bis 15 Millionen Euro täglich aus. Lufthansa und Cockpit streiten schon seit Jahren um die Gehälter von rund 5400 Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings. Der Tarifexperte des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Hagen Lesch, forderte in der «Rheinischen Post» eine «obligatorische Schlichtungsvereinbarung» in Deutschland. «Der Staat schreibt den Tarifparteien vor, dass sie bei unlösbaren Konflikten einen Schlichter ihrer Wahl anrufen und vorsorglich das Procedere festlegen müssen». Damit habe man in anderen Branchen gute Erfahrungen gemacht.

Daniel Granitzny

Reporter:
Daniel Granitzny


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