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Hessens Innenminister fordert Reaktion im Fall Ben-Hatira

Hessens Innenminister fordert Reaktion im Fall Ben-Hatira

02.12.2016

Weiterhin großer Wirbel um Änis Ben-Hatira von Fußball-Bundesligist Darmstadt 98. Jetzt haben sich auch Hessens Innenminister Peter Beuth und Lilien-Sponsor Entega zu Wort gemeldet. Ben Hatira hatte sich für Hilfsprojekte mit dem umstrittenen islamischen Verein "Ansaar International" zusammengetan. Dieser wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

Ein Entega-Unternehmenssprecher sagt uns: "Hierzu muss sich in erster Linie der Verein Darmstadt 98 und der Spieler selbst äußern und wir sind der Ansicht, dass alle bedenklichen Fragen nun lückenlos und zeitnah aufgeklärt werden müssen. Dies ist für uns sehr wichtig, denn wir lehnen extremistische und rassistische Positionen kategorisch ab. Es muss sichergestellt sein, dass keine Tendenzen geduldet werden, die gegen unsere freiheitlich demokratische Grundordnung verstoßen."

Hessens Innenminister Beuth sagt: "Wenn der Verfassungsschutz die Aktivitäten von ‚Ansaar International‘ der salafistischen Szene zurechnet, dann basiert dies auf sorgfältig geprüften Erkenntnissen. Unsere Sicherheitsbehörden lassen sich dabei keineswegs von Vorurteilen leiten, sondern von Recht und Gesetz, um die Werte unseres Grundgesetzes zu schützen. Nicht ohne Grund haben Vereine wie Darmstadt 98 für ihre Spieler entsprechende Zurückhaltungsklauseln in ihren Verträgen oder in ihrer Satzung verankert. In den Statuten findet sich die klare Aussage, dass der Verein rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen Bestrebungen und anderen diskriminierenden oder menschenverachtenden Verhaltensweisen entschieden entgegentritt. Ich gehe davon aus, dass diese auch im vorliegenden Fall zur Anwendung kommen."

Der SV 98 lässt via Twitter verlauten: "Der SV Darmstadt 98 steht zu seinen Werten und wirkt rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen Bestrebungen entschieden entgegen. Der SV 98 setzt sich intern weiterhin mit dem komplexen Sachverhalt auseinander und nimmt dabei die Aussagen der involvierten Behörden – insbesondere des Verfassungsschutzes – selbstverständlich ernst."

Ben-Hatira hatte mit dem Verein Ansaar International unter anderem Brunnen in Ghana bauen lassen. Laut Verfassungsschutz sei "Ansaar" aber eng mit der Salafistenszene verwoben.


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