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Darmstädter PEN-Zentrum stark gefordert in politisch unruhigen Zeiten

Darmstädter PEN-Zentrum stark gefordert in politisch unruhigen Zeiten
Für das Deutschen PEN-Zentrums in Darmstadt gibt es gerade viel Arbeit, sagt Präsident Josef Haslinger. Foto: dpa

29.11.2016

Der Präsident des Deutschen PEN-Zentrums in Darmstadt, Josef Haslinger, sieht den Autorenverband für die Freiheit des Wortes gefordert. Wie der Schriftsteller sagte, ist der Einsatz heute - 65 Jahre nach Gründung des Zentrums am 4. Dezember 1951 - notwendiger als in den Jahren zuvor. «Wir sind in der Tat beunruhigt über die momentane Lage in Europa», sagte der Österreicher, der das Zentrum seit 2013 leitet.

So habe die Flüchtlingskrise viele Menschen verunsichert. Davon versuchten nationalistische Parteien und Organisationen zu profitieren, warnte Haslinger. «Ich denke, dass der Anti-Islamismus und die entsprechende Diskriminierung in Europa größer sind als etwa in den USA.» Auch die Meinungsfreiheit sei in etlichen Ländern Europas bedroht, mahnte der 61 Jahre alte Autor.

Ähnlich wie in seinem Heimatland, wo die rechtspopulistische FPÖ momentan einen starken Einfluss hat, gebe es etwa auch mit Blick auf Ungarn oder die Türkei große Sorgen. Gerade in der Türkei müssten kritische Schriftsteller und Journalisten mit Repressionen rechnen. Das deutsche PEN-Zentrum hatte jüngst den Hermann-Kesten-Preis an die türkischen Journalisten Can Dündar und Erdem Gül als «mutige Kämpfer für Meinungsfreiheit und Demokratie» verliehen.


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