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Bild: Supermarkt-Kette mit vergiftetem Nutella erpresst

Bild: Supermarkt-Kette mit vergiftetem Nutella erpresst

13.01.2017

In einem ungewöhnlichen Fall von Supermarkterpressung sind in Nordrhein-Westfalen drei Tatverdächtige festgenommen worden. Im vergangenen Herbst hätten die Täter gedroht, Lebensmittel zu manipulieren und im Gegenzug versucht, Geldzahlungen zu erpressen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Dortmund mit.

Das Trio verlangte nach Informationen der «Bild»-Zeitung umgerechnet fünf Millionen Euro in der bargeldlosen Internetwährung Bitcoins. Zunächst hatten die Tatverdächtigen im Alter von 43 und 44 Jahren dem Bericht zufolge Pflanzenschutzmittel in Nutella-Gläser gespritzt und in Regale von zwei Supermärkten in Dortmund und Wuppertal gestellt. Die Gläser seien genau gekennzeichnet und zusätzlich in Tüten verpackt gewesen, damit niemand zu Schaden komme. In Ermittlerkreisen wurden die Informationen bestätigt.

Anschließend sollen die Erpresser die Bitcoins bei der Supermarktkette verlangt haben. Sie hätten gedroht, weitere Gläser zu vergiften, falls nicht gezahlt werde. Zahlungen habe es aber nicht gegeben. Es habe keine Gefahr für Kunden bestanden. Durch umfangreiche Maßnahmen von Staatsanwaltschaft und Polizei seien Gefährdungen für die Bevölkerung jederzeit ausgeschlossen gewesen, hieß es.

Die Ermittler hätten das Ultimatum auch deshalb verstreichen lassen, so «Bild», weil die Konzentration des Pflanzenschutzmittels in den Gläsern wohl nicht lebensbedrohlich gewesen sei. Es seien auch keine weiteren Gläser vergiftet worden. Die Erpresser hätten nicht weiter auf das Verstreichen des Ultimatums reagiert. 


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