Die große Umfrage von FAZ und FFH
Deutliche Mehrheit für Rot-Grün in Hessen
Piraten im Landtag, FDP und Linke draußen / Zustimmung zur Windkraft
Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hat im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und von HIT RADIO FFH vom 5. bis 7. Dezember in Hessen 1.008 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch befragt.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und HIT RADIO FFH berichteten am Wochenende ausführlich.
Hier die wichtigsten Ergebnisse.
Bewertung der Politiker
Auf einem Thermometer von +5 bis -5 - was halten Sie von diesen führenden hessischen Politikern?
Ministerpräsident
Wer wäre Ihnen als Ministerpräsident in Hessen lieber. Volker Bouffier oder...
Landesregierung
Auf einem Thermometer, das von +5 bis -5 geht. Wie zufrieden sind sie mit den Leistungen der Landesregierung aus CDU und FDP?
Steigt die Eintracht wieder auf?
Glauben Sie, dass Eintracht Frankfurt in dieser Saison in die erste Bundesliga aufsteigt oder glauben Sie das nicht?
Welche Partei würden Sie wählen?
Die CDU ist nur noch mit knappem Vorsprung die stärkste Partei in Hessen. Wenn an diesem Sonntag Landtagswahlen gewesen wären, könnte sie mit 33 % der Stimmen rechnen (Wahlergebnis 2009: 37,2 %).
Die SPD stünde bei 32 % (23,7), die Grünen kämen auf 19 % (13,7). Zusammen hätte Rot-Grün also eine deutliche Mehrheit.
Die FDP läge bei 3 % (16,2), die Linke (5,4) ebenfalls. Die Piraten kämen auf 6 % und damit in den Landtag.
Windkraft, ja bitte
Mit der Energie aus Wind sind die Hessen überwiegend zufrieden. 84 % der Befragten fühlen sich von den Windrädern in der Landschaft nicht gestört.
Auch die staatliche Förderung für die erneuerbare Energie Wind ist für die Mehrheit in Ordnung. Nur 12 % finden die aktuelle Förderung übertrieben. Für 35 % ist die Förderung gerade richtig, 44 % finden sie gar noch zu niedrig.
Hauptschule oder nicht
Skeptisch sind die Hessen, was die Abschaffung der Hauptschule angeht. 51 % sagen, sie seien gegen die Einführung einer neuen Schulart, die Haupt- und Realschule zusammenführen soll. 42 % sind für diese neue Schulform.
Beliebtester Politiker

- Tarek Al-Wazir

- Volker Bouffier

- Thorsten Schäfer-Gümbel
Beliebtester Politiker ist der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Grünen, Tarek Al-Wazir. Auf einer Skala von +5 bis -5 rangiert er bei +0,9.
Der SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel liegt mit +0,3 knapp vor Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) mit +0,2.
Mit -0,4 wird der FDP-Vorsitzende Jörg-Uwe Hahn am relativ schlechtesten beurteilt.
Auf die Frage, wen die Hessen am liebsten als Ministerpräsidenten hätten, liegt Bouffier im direkten Vergleich allerdings sowohl vor Schäfer-Gümbel als auch vor Al-Wazir.
Wirtschaft in Hessen
Auf die Frage, wie sie die Wirtschaftslage in Hessen beurteilen waren 39 % der Meinung, diese sei gut, 49 % meinten sie sei teils gut, teils schlecht und nur 11 % fanden sie schlecht.
Die Beurteilung der eigenen wirtschaftlichen Lage ist sogar positiver: 51 % schätzen die eigene Lage als gut ein, 40 % antworten mit "teils-teils" und nur 8 % finden sie schlecht.
52 % sind auch trotz Euro-Krise der Meinung, dass sich die wirtschaftliche Lage zurzeit nicht so sehr verändert. Das es eher aufwärts geht glauben 27 %, eher abwärts 17 %.
Die wirtschaftliche Lage zu verbessern, das trauen die Hessen am ehesten der CDU zu (33 %), gefolgt von der SPD (17 %). Den Grünen (3 %) oder gar der FDP (2 %) weniger. Auch bei der Fähigkeit, neue Arbeitsplätze zu schaffen sehen die Hessen die CDU (33 %) deutlich vor der SPD (23 %) den Grünen (7 %) und der FDP (2 %).
Bildung in Hessen
Bei der Wirtschaft hinten, bei der Bildung vorne: 30 % sehen die SPD als die Partei mit der größten Kompetenz im Bildungsberecih vor der CDU (21 %), den Grünen (13 %) und der FDP(3 %).
Vereine sollen mitbezahlen
Bei Fußballspielen kommt es immer wieder zu Gewalt und Ausschreitungen. Hunderte Polizisten müssen jedes Wochenende auf Fans und Krawallmacher aufpassen. Das kostet eine Menge Geld.
Auf die Frage ob sich die Fußballvereine in Zukunft mehr an den Kosten für die Sicherheit beteiligen sollten, antworteten 76 % der Befragten mit Ja, nur 21 % sind dagegen.
Eintracht wieder erstklassig?
49 % der Hessen glauben fest an den sofortigen Wiederaufstieg der Mannschaft mit dem Adler auf der Brust. Nur 23 % glauben nicht dran, 28 % wissen es (noch?) nicht.







