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21.01.2014

Hochhaus-Sprengung in Frankfurt

950 kg Sprengstoff, knapp 1400 Sprenglöcher und Kosten im nennenswerten 7-stelligen Bereich: Das Frankfurter Uni-Hochhaus in Bockenheim wird am 2. Februar in sich zusammenfallen - und das kontrolliert. Denn die Vorarbeiten zur Sprengung des 116 Meter hohen Koloss laufen bereits seit über drei Monaten. Die Entkernungsarbeiten des Gebäudes begannen noch früher. Ein höheres Gebäude wurde vorher in ganz Europa noch nicht gesprengt.

Sprengmeister Eduard Reisch wird vom Dach des Marriott-Hotels per Fernzünder auf den Sprengknopf drücken: Zwei Mal soll es laut knallen, bevor der Turm am Sonntag, den 2. Februar, gegen 10 Uhr in sich zusammenfällt. Eine Wasserfontäne mit ca. 25 Meter Höhe soll den Staub der Explosion im Zaum halten.

Zur Sicherheit werden rund um das Gebäude zwei Sperrzonen eingerichtet: Zone 1 hat vom Turm aus einen Radius von 135 Metern, Zone 2 von etwa 250 Metern. In Zone 1 ist von 8 Uhr an bis zum Ende der Sprengung jeglicher Aufenthalt verboten. Das Verlassen der Gebäude in Zone 2 ist von 9:30 Uhr nicht gestattet. 400 Helfer des technischen Hilfswerks sichern die Sperrzonen ab. Und nach dem Anbringen der Sprengsätze am 28. Januar wird ein bewaffneter Wachdienst den Turm bewachen.

Ursprünglich wollte die ABG Frankfurt Holding den Turm von innen heraus abreißen. Doch wegen der andauernden Lärmbelästigung bis zum Sommer wurde entschieden, die Abrissarbeiten mit einem lauten Knall zu beenden.

Die ABG hat das Gelände mitsamt dem Beton-Klotz vom Land gekauft und baut dort bis 2019/2020 einen Kulturcampus mit Proberäumen für Musiker und Tänzer.

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