Wenn's blitzt und donnert

Die wichtighten Tipps

Jedes Jahr kommen im Schnitt in Deutschland zehn Menschen durch Blitze ums Leben. Die Sachschäden durch Gewitter gehen in die Millionen. Und auch unsere vierbeinigen Lieblinge drehen bei Blitz und Donner oft vor Angst durch.

Wie verhalte ich mich richtig, wenn das Gewitter naht, was stimmt eigentlich von den ganzen Regeln und Mythen um Blitz und Donner? Und wie kann ich meinem Haustier helfen?

Wir haben die größten Mythen und Irrtümer rund ums Thema Gewitter zusammengefasst und geben Tipps, wie Sie sich und Ihr Tier am besten schützen können.

Mythos 1: Ein Blitz schlägt niemals zweimal an der gleichen Stelle ein

Die Wahrheit: Im Gegenteil! Hohe Objekte werden öfter vom Blitz getroffen. Das Empire State Building in New York war jahrelang ein Blitz-Labor, weil hier mindestens 25 Mal im Jahr der Blitz einschlägt. Orte und Objekte, die für Blitzeinschläge besonders anfällig sind, sollte man bei Gewitter in jedem Fall meiden.

Mythos 2: Wenn es noch nicht regnet und keine Wolken über mir sind, bin ich sicher vor Blitzen.

Die Wahrheit: Nein, leider. Blitze schlagen oft bis zu 5 Kilometer entfernt vom eigentlichen Gewitter ein, weit weg vom dazugehörigen Regengebiet oder der Wolke. Den sprichwörtlichen "Blitz aus heiterem Himmel" gibt es wirklich und er kann in über 20 Kilometer Entfernung vom Gewitter noch einschlagen. Aus großen Gewitterwolken sind Blitze auch schon mal in mehr als 100 Kilometern Entfernung eingeschlagen. Sobald Sie also irgendwo am Himmel die typischen Amboß-förmigen hochaufragenden Gewitterwolken sehen, besteht schon ein gewisses Risiko.

Mythos 3: Im Auto bin ich sicher.

Die Wahrheit: Stimmt. In Autos mit Metalldach sind Sie relativ sicher davor, vom Blitz verletzt zu werden.  Die Karrosserie bildet einen sogenannten Faradayschen Käfig, der die elektrischen Ströme außen am Fahrzeug entlanglenkt und so die Insassen schützt. Autos aus Kunststoff oder mit Kunststoff-Dächern sind da übrigens nicht so gut, aber immer noch besser, als im Freien zu sitzen. Immer gilt: Fenster zu, Ellenbogen rein, Finger weg vom Radio!

Mythos 4: Ein vom Blitz getroffener Mensch steht immer noch unter Strom. Wer ihn anfasst, bekommt auch einen elektrischen Schlag.

Die Wahrheit: Falsch. Ein menschlicher Körper kann natürlich keine Elektrrizität speichern. Ist der arme Mensch vom Blitz getroffen, spricht nichts dagegen, ihm schleunigst Erste Hilfe zu geben. Eine Reanimation per Herzdruckmassage und eine schnelle Mund-zu-Mund-Beatmung rettet höchstwahrscheinlich sein Leben. Direkt nach dem Blitzschlag liegt die Überlebensrate bei 90 % - wenn sofort Hilfe da ist. Das gilt übrigens nicht für Strom-Unfälle an Leitungen zu Hause oder an Hochspannungsleitungen. Hier sollte man sicherstellen, dass die Sicherung draußen oder der Strom aus ist, bevor man dem Betroffenen zu nahe kommt.

Mythos 5: Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen.

Die Wahrheit: Alle Bäume meiden. Sich bei Gewitter unter einem Baum aufzuhalten,  ist nie eine gute Idee, egal welche Sorte der Baum ist. Die meisten Blitzopfer standen unter oder nahe eines Baumes, als sie getroffen wurden.

Mythos 6: Wenn wir gerade draußen Sport machen, spielen wir das Spiel noch zu Ende, wenn das Gewitter naht.

Wahrheit: Falsch. Die weitaus meisten Leute, die vom Blitz getroffen werden, stehen unter einem Baum – die andere Hälfte zu lange auf dem Sportplatz. Wenn das Gewitter aufzieht, ist Abpfiff erste Sportlerpflicht. Von Aktivitäten an und im Wasser natürlich ganz abgesehen. Und jeden fünften Blitztoten in den USA erwischt es auf dem Golfplatz.

Mythos 7: Metall oder Sachen mit Metall drin, zum Beispiel Schmuck, Brillen oder Rucksäcke, ziehen den Blitz besonders an.

Die Wahrheit: Die Höhe, eine spitze, herausragende Form und der Grad der Isolation ist für den Blitz entscheidend. Woraus das getroffene Objekt besteht, ist dabei egal. Berge sind meistens aus Stein und werden doch andauernd vom Blitz getroffen. Sie brauchen sich also nicht Ihres Schmucks oder der Brille zu entledigen, nutzen Sie die Zeit lieber, geeigneten Schutz zu suchen. Hier gilt: Abstand von metallischen Strukturen (Zäune, Geländer). Die leiten den Strom eines einschlagenden Blitzes auch in größerer Entfernung besser zu Ihnen.

Die richtige "Gewitterhaltung"

Mythos 8: Wenn das Gewitter naht, flach auf den Boden legen.

Wahrheit: Nicht so gut. Liegen Sie flach auf dem Boden, sind Sie zwar schön niedrig. Aber wenn in der Nähe ein Blitz einschlägt, dann fließt der Strom in voller Länge durch Ihren Körper – vom Kopf bis zu den Füßen. Besser: Sie hocken sich mit eng zusammenstehenden Füßen auf den Boden und ziehen den Kopf zwischen die Knie. Aber noch besser ist es, sich nicht draußen vom Gewitter überraschen zu lassen, sondern vernünftig zu planen und zu wissen, wo man Schutz suchen kann.

Mythos 9: Wenn das Gewitter kommt, hält man sich am besten neben etwas Hohem, Spitzem auf. In einem 45-Grad-Kegel um diesen Punkt ist man sicher.

Wahrheit: Falsch. Da alles, was hoch und spitz ist, viel häufiger vom Blitz getroffen wird als anderes, sollte man davon auch möglichst Abstand halten. Denn schlägt der Blitz ein, kann man durch die Ströme im Boden auch noch verletzt werden. Und auch wenn es wahrscheinlicher ist, dass der Blitz in den hohen Gegenstand einschlägt – sicher kann man sich nicht sein.

Mythos 10: Im Haus bin ich sicher.

Die Wahrheit: Das ist im Grunde richtig – aber es gibt einiges zu beachten. Vermeiden Sie im Haus während des Gewitters den Kontakt mit Dingen, die irgendwie leitend mit der Außenwelt verbunden sind. Telefone mit Schnur, eingesteckte Elektrogeräte, Badezimmerarmaturen – auch wenn sie aus Kunststoff sind, das enthaltene Wasser leitet gut.  Auch nahe am Fenster sollte man sich nicht aufhalten. Ein in unmittelbarer Nähe einschlagendern Blitz kann mit seiner Druckwelle durchaus auch Scheiben eindrücken.

Golfsport und Gewitter

Gerade beim Golfsport kann man leicht von Gewittern überrascht werden. Durch die weitläufigen Golfplätze ist es schwer, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Der Deutsche Golf-Verband hat deshalb dieses Merkblatt für das Verhalten bei Gewittern veröffentlicht.

Angst vor Gewitter?

So schützen Sie Ihr Haustier

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Gewitter: So schützen Sie Ihr Haustier vor der Angst

Oft flüchten die lieben Haustiere vor Angst unters Sofa oder Bett. Das dürfen Sie auch. Lassen Sie Ihre Lieblinge einfach dort Ruhe finden. Sie fühlen sich da sicher.

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Gewitter: So schützen Sie Ihr Haustier vor der Angst

Ihr Haustier hat einen guten Riecher und spürt, ob Sie selbst nervös oder ängstlich sind. Gehen Sie also mit gutem Beispiel voran und verhalten Sie sich ruhig und gelassen. Das wird sich auf Ihren kleinen Liebling übertragen. 

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Gewitter: So schützen Sie Ihr Haustier vor der Angst

Wenn es draußen blitzt und donnert, sollten Sie sich ganz normal wie immer verhalten. Viele Herrchen glauben, sie helfen ihrem Vierbeiner, wenn sie ihn streicheln oder besonders verhätscheln. Dann merkt das Tier aber erst recht, dass etwas nicht stimmt.

 

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Gewitter: So schützen Sie Ihr Haustier vor der Angst

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Und das Tier auch nicht. Deshalb: Schließen Sie Türen, Fenster und Rolläden. Dann bekommt Ihr Haustier von dem Gewitter nicht ganz so viel mit. Perfekt wäre ein fensterloser Raum, falls Sie einen haben. 

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Gewitter: So schützen Sie Ihr Haustier vor der Angst

Ablenkung hilft bei Mensch und Tier: Spielen Sie mit Ihrem Liebling oder gönnen Sie ihm ein paar Leckerlies. Dann wird er das schlimme Gewitter bestimmt gleich vergessen.

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Gewitter: So schützen Sie Ihr Haustier vor der Angst

Wenn gar nichts mehr hilft: Fragen Sie Ihren Tierarzt, ob er Ihrem Haustier homöopathische Mittel zur Beruhigung geben kann. 

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