Die FFH-Nachrichten - fünf Minuten früher auf den Punkt
Bundespräsident Köhler für höhere Benzinpreise
Bundespräsident Horst Köhler (Foto) fordert von den Deutschen mehr Umweltbewusstsein und bringt dafür höhere Benzinpreise ins Spiel. Auch auf die Gefahr hin, sich mit vielen anzulegen, betonte Köhler: «Wir sollten zum Beispiel darüber nachdenken, ob der Preis von Benzin nicht tendenziell höher als tendenziell niedriger sein sollte.» Der ADAC warf Köhler daraufhin eine «ideologische Verteufelung der individuellen Mobilität» vor.
Die Forderung von Köhler ist nach Ansicht von ADAC-Präsident Peter Meyer unsozial. «In den Ohren vieler Millionen Pendler, die Tag für Tag weite Fahrstrecken in Kauf nehmen müssen, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen, klingen solche Äußerungen wie Hohn», sagte er in München. Schon heute liege der Steueranteil auf Kraftstoff bei über 70 Prozent. «Von jeder Tankfüllung gehen rund 50 Euro an den Staat», sagte Meyer. Es sei ungerecht, alle Anstrengungen zum Klima- und Umweltschutz einseitig dem Autofahrer aufzubürden.
Offenbar erneut Pannen bei Abitur-Prüfungen in Hessen
Bei den schriftlichen Abiturprüfungen in Hessen soll es in diesem Jahr erneut Pannen gegeben haben. «Wir erhielten zahlreiche Beschwerden betroffener Schüler», teilte die Landesschülervertretung (LSV) Hessen in Gießen mit. Nach Meinung von Kultusministerin Dorothea Henzler (Foto) kann es sich dabei «nur um ein Missverständnis handeln». Alle Schulen hätten am Freitag einen reibungslosen Verlauf gemeldet. Auch von den angeblich betroffenen Schülern habe sich niemand gemeldet.
Nach Informationen der LSV Hessen sei in Mathematik in einer Grundkurs-Prüfung ein Thema für den Leistungskurs gestellt worden. In den Deutsch-Prüfungen seien an einigen Schulen Bücher mit Aufzeichnungen und Markierungen erlaubt gewesen. Andere Schulen hätten nur unbearbeitete Bücher zugelassen. «Alle gestellten Aufgaben entsprachen exakt den Vorgaben der jeweiligen Lehrpläne für Grund- und Leistungskurse», meinte dazu Henzler.
Die Schülervertretung forderte, dass die von Pannen betroffenen Schüler die Prüfung wiederholen dürfen. Generell sprach sie sich für eine Abschaffung des Zentralabiturs aus. Im vergangenen Jahr hatte es beim Abitur unter anderem Probleme mit fehlerhaften Mathematik- Aufgaben gegeben. Damals hatten alle Schüler, die das wollten, die Klausur wiederholen dürfen.
Polizei erschießt ausgebüxten Zoo-Affen in Pfungstadt
Ein bissiger Affe ist im südhessischen Pfungstadt aus einem Tierpark ausgebüxt und von einem Polizisten erschossen worden. Der Berberaffe sei gefährlich und angriffslustig - sagte eine Mitarbeiterin des Zoos der alarmierten Polizei. Als das Tier dann außerhalb des Zoos auf eine Radfahrerin zu rannte, wurde er von einem der Polizisten mit zwei Schüssen getötet. Bei der Untersuchung des Geheges stellte sich heraus, dass der Affe das Gitter aus eigener Kraft überwunden hatte. Darum wurde der Tierpark - der als "Hessens kleinster Zoo" beworben wird - aus Sicherheitsgründen vorläufig geschlossen. Das Ordnungsamt habe inzwischen aber Entwarnung gegeben und den Zoo wieder geöffnet, sagte uns die Betreiberin.
Bundesliga: Schalke verpasst Sprung an die Tabellen-Spitze
Im ersten Sonntagsspiel hat der FC Schalke den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Beim Hamburger SV kamen die Gelsenkirchener zu einem 2:2 unentschieden. Es war eine packende Partie - der HSV führte durch van Nistelroy zur Pause mit 1:0, danach drehte Schalke das Spiel durch Tore von Kuranyi und Raketic, bevor Pitroipa zum 2:2-Endstand traf. In der Tabelle stehen die Münchner Bayern trotz der 1:2-Schlappe gestern bei der Frankfurter Eintracht weiter auf Platz 1, haben aber nur noch einen Punkt Vorsprung auf Schalke. In der 2. Liga hat der FSV Frankfurt zum ersten Mal seit 7 Spielen verloren - mit 1:2 bei 1860 München. Außerdem spielten: Oberhausen - Karlsruhe 1:0; Union Berlin - Aachen 0:0. In der Tabelle ist Frankfurt weiter 16.
Wohnhaus in Frankfurt-Sachsenhaus ausgebrannt - viele Verletzte
Großer Hausbrand in Frankfurt-Sachsenhausen. Dabei wurden in der Früh 21 Menschen verletzt. Ein Mann sprang verzweifelt aus dem Fenster. Mit mehreren Knochenbrüchen wurde er ins Krankenhaus gefahren. 20 weitere Bewohner atmeten Rauch ein. Drei von ihnen mussten mit schweren Vergiftungen in die Klinik. Das Haus selbst ist wohl komplett zerstört. Wie es zum Feuer kam ist noch unklar. Brandexperten können erst im Laufe des Tages mit ihrer Ermittlungarbeit anfangen. (Fotos: Jürgen Mahnke)
Vulkanausbruch unter isländischem Gletscher
Im Süden Islands ist ein Gletschervulkan ausgebrochen. Die Erruption begann kurz nach Mitternacht unter dem Eyjafjalla-Gletscher (Bild). Die Behörden riefen für den gesamten Süden des Landes den Ausnahmezustand aus. Etwa 500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Der internationale Flugverkehr wurde komplett eingestellt. Die größte Bedrohung geht nach Angaben von Experten von einem sogenannten Gletscherlauf aus. Er entsteht, wenn Lava ein riesiges Loch in den Gletscher schmelzt und sich der entstandene See anschließend in einer gewaltigen Welle entleert. Zuletzt ist so etwas 1996 auf Island passiert.
Entscheidende Abstimmung über Obama-Reform
Nach einem einjährigen dramatischen Tauziehen wird das amerikanische Abgeordnetenhaus heute über eine umfassende Gesundheitsreform abstimmen. Sie ist das wichtigste innenpolitische Vorhaben von Präsident Barack Obama und soll sicherstellen, dass künftig alle Bürger eine Krankenversicherung haben. Am Samstag war allerdings noch nicht sicher, ob Obama in der größeren Kongresskammer die nötigen 216 Stimmen zusammenbekommt, da auch mehrere Demokraten starke Bedenken gegen einige Punkte des Reformplans haben. Die Republikaner sind geschlossen dagegen. Billigt das Abgeordnetenhaus die Vorlage, muss noch der Senat grünes Licht geben. Sagt die Mehrheit der Abgeordneten nein, wäre Obama mit seinem Vorhaben gescheitert.
Wahl: Sarkozy muss mit weiterem Denkzettel rechnen
In Frankreich findet heute die zweite entscheidende Runde der Regionalwahlen statt. Etwa 44 Millionen Stimmberechtigte sind aufgerufen, über die Zusammensetzung in den 25 Regionalparlamenten zu entscheiden, in denen es in der ersten Runde am vergangenen Sonntag keine absolute Mehrheit gegeben hatte.
Umfragen zufolge werden sich die guten Ergebnisse der Opposition aus der ersten Abstimmung bestätigen. Möglicherweise fallen nun auch die letzten beiden Bastionen der Regierungsmehrheit, nämlich Korsika und Elsass. Entscheidend wird vor allem die Wahlbeteiligung sein, die in der ersten Runde mit 46 Prozent einen historischen Tiefstand erreicht hatte. Die Wahllokale schließen je nach Region zwischen 18.00 und 20.00 Uhr. Nach der ersten Runde stand lediglich das Ergebnis in der Überseeregion Guadeloupe mit einer absoluten Mehrheit für die Liste der Sozialisten fest.
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