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Keine Macht dem Hass: Aktionstag am 22. Juli

Nein zu Hass im Netz - Aktionstag mit Livestreams und mehr

Beleidigungen, Hetze oder Mobbing im Netz erleben leider viele. Zu viele. Deshalb setzen wir am 22. Juli, dem internationalen Aktionstag gegen Hasskriminalität, gemeinsam ein Zeichen dagegen. Zusammen gegen Hass und Hetze im Netz - das ist unsere Mission. Seid dabei und schaltet die Livestreams zu zwei Talk-Runden bei FFH ein.

Es betrifft Normalos und es betrifft Prominente: Hetze und Mobbing im Internet. Wir von FFH positionieren uns klar dagegen und wollen ein Zeichen setzen! Wie geht man damit um, wenn man selbst Opfer von seelischer Gewalt im Netz geworden ist, welche Verantwortung tragen die Medien und welche Hilfsorganisationen gibt es?

Das alles klären wir am 22. Juli im Programm von HIT RADIO FFH und in Talkrunden, die ihr weiter unten live oder on demand verfolgen könnt.

Experten sprechen über das Thema, Medienvertreter sagen ihre Meinung - und ihr könnt live mit dabei sein. Von 11 - 12 Uhr und von 17 - 18 Uhr gibt es zwei Talkrunden, die ihr an dieser Stelle von überall aus mitverfolgen könnt. 

Die Gäste der 2. Talkrunde

Auch die zweite Talk-Runde findet im Besucherzentrum von HIT RADIO FFH statt. Als Gesprächspartner nehmen Eva Kühne-Hörmann, Hessische Ministerin der Justiz, Marco Maier, Geschäftsführer Radio/Tele FFH GmbH & Co, Manfred Krupp, Intendant Hessischer Rundfunk, Joachim Becker, Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, Michael Sasse, Sprecher der Initiative "Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung" und Dr. Benjamin Krause, Oberstaatsanwalt der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) teil. Moderiert wird die Talkrunde von Ute Wellenstein. 

Die Talkrunde steht unter dem Thema "Fake News, Pressefreiheit und freie Meinungsäußerung - welche Verantwortung haben Medien in einer Gesellschaft?"

Talkrunde 2 von 17 - 18 Uhr

Die Gäste der 1. Talkrunde

Die erste Talkrunde fand im Besucherzentrum von HIT RADIO FFH statt. An Gespräch und Diskussion nahmen teil: Eva Kühne-Hörmann, Hessische Ministerin der Justiz, Josephine Ballon, Leiterin der Rechtsabteilung von HateAid, Juliane Chakrabarti, Vorstandsmitglied ichbinhier e.V., Prof. Daniel Hornuff, Professor für Theorie und Praxis der Gestaltung Kunsthochschule in der Universität Kassel und Dr. Benjamin Krause, Oberstaatsanwalt der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT). Lisa-Hanifa Habib übernahm die Moderation. 

Die Talkrunde stand unter dem Thema: "Gegenrede, Meldestellen und Opferberatung - welchen Möglichkeiten haben zivilgesellschaftliche Organisationen in einer Gesellschaft?".

Talkrunde 1 nochmal anschauen

Außerdem haben wir mit Prominenten gesprochen und gefragt, wie sie mit dem Thema Hate Speech im Netz umgehen.

Wer Person des öffentlichen Lebens ist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit schon mal Hasskommentare unter seine Postings bekommen haben. Viele, die im Internet beleidigen, hetzen oder mobben, sind unter einem Fantasienamen unterwegs, haben Fake Profile - und hinterlassen bei den Betroffenen Spuren. 

So geht Cathy Hummels mit Hatern um

Cathy Hummels, Moderatorin und Frau von Fußballer Mats Hummels, kann ein Lied davon singen. Unter jedem ihrer Instagram-Postings gibt es negative Kommentare. Ob es um ihre Figur geht, um ihr Aussehen generell, um sie als Ehefrau und Mutter - sie bekommt die volle Breitseite ab und war deshalb auch schon in therapeutischer Behandlung. 

Trotzdem hat sie die Kommentarfunktion unter ihren Postings nicht ausgeschaltet. Im Gespräch mit FFH-Moderator Daniel Fischer sagt sie: "Es ist total egal, was die anderen da draußen über dich sagen. Solange du mit dir selbst im Reinen bist, ist alles gut. Und wenn es Leute gibt, die meinen, stänkern zu müssen, kann man sie blockieren oder anzeigen. Denn da gibt es mittlerweile ja gute Tools (z.B. die App MeldeHelden, oder die Plattform #HessenGegenHetze, Anm. d. Red.)."

Und sie fügt hinzu: "Seelische Gewalt ist genauso schlimm wie körperliche Gewalt, das dürfen wir nicht vergessen." 

So geht Cathy Hummels mit Hasskommentaren um

So geht Zoe Wees mit Hass im Netz um

Auch Sängerin Zoe Wees weiß, wie es sich anfühlt, im Netz beleidigt zu werden. Ob die 19-Jährige dort für ihre langen, bunten Zöpfe angegriffen wird, oder für ihre Figur: All das hat ihr früher richtig zugesetzt. Im FFH-Gespräch erzählt sie, dass sie deshalb auch schon in Therapie war: "Aber dann habe ich gemerkt, dass ich das alles mit meiner Musik verarbeiten kann und muss."

Das dicke Fell hat sie sich über die Jahre zugelegt. Denn früher sei sie verletzlicher und emotionaler gewesen. Jetzt sei es mit entsprechenden Kommentaren im Netz so: "Ich bin stark genug, um es zu hören, aber es geht hier rein und da raus."

Ihr Tipp für alle, die Opfer von Hass im Netz und Mobbing geworden sind lautet: "Zweifel niemals an dem, was du machst und was du bist, du musst immer deinen Wert kennen. Wenn du dir dann ein gewisses Selbstbewusstsein aufgebaut hast, ist alles in Ordnung."

So geht Zoe Wees mit Hass-Kommentaren im Netz um

So geht Timmy Chandler mit Hass im Netz um

Als Sportler wird man schnell mal zur Zielscheibe: Ein schlechtes Spiel, eine unglückliche Aktion, und schon meinen viele im Netz, dass sie beledigien und hetzen müssen. Auch Timothy "Timmy" Chandler von Eintracht Frankfurt kennt das. Bei FFH erzählt er, dass es bislang nur einen Kommentar gab, der ihn getroffen und wütend gemacht hat: Als jemand im Netz kommentierte, dass Timmy "Kinder-Chandler" jetzt auch noch eine Tochter bekommen würde. 

Timmy Chandler findet: "Wenn man weiß, wer hinter diesen Aussagen steckt, dann muss derjenige bestraft werden. Ich will Leuten mit Aussagen oder Antworten keine Plattform geben. Und deshalb rate ich auch: Gebt diesen Leuten keine Plattform. Wenn sie sich feige hinter Fake-Profilen verstecken wollen, dann lasst sie einfach reden und schenkt ihnen keine Aufmerksamkeit. 

So geht Fußballer Timmy Chandler mit Hass im Netz um

FFH-Moderatorin Evren Gezer über ihre Erfahrungen mit Hass im Netz

FFH-Moderator Daniel Fischer erzählt über seine Erfahrungen mit Hass im Netz

Keine Macht dem Hass - wer steckt dahinter?

Keine Macht dem Hass ist eine Kooperation zwischen der hessischen Justiz und den zivilgesellschaftlichen Organisationen Hassmelden, HateAid, #ichbinhier, sowie der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen).

Neben HIT RADIO FFH sind auch die Universität Kassel, die Inhitiative "Offen für Vielfalt - Geschlossen gegen Ausgrenzung", Extra Tip und der Hessische Rundfunk Kooperationspartner.

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