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Silvia am Sonntag - zu Gast: Gil Ofarim

Silvia am Sonntag - der Talk - GIL OFARIM BEI HIT RADIO FFH

© Ina Bohnsack

Gil Ofarim bei HIT RADIO FFH: „Mein Vater fehlt mir jeden Tag.“

Sänger und Schauspieler Gil Ofarim, der auch Gewinner von Let’s Dance war – „Tanzen macht glücklich“ –, erzählt in seinem neuen Buch: „Freiheit in mir“ offen von einer nicht einfachen Kindheit. „Ich bin nicht gesund mit Gleichaltrigen groß geworden, mit Sommerlager, Flaschendrehen, dem ersten Kuss.“ Während andere in seinem Alter in die Schule gegangen sind, habe er umjubelte Erfolge als Tennie-Star gefeiert. „Irgendwann brach ich bei einem Live-Auftritt im Fernsehen in Hongkong vor Erschöpfung zusammen.“ Sein Vater und damaliger Manager (Abi Ofarim) habe die Gefahr nicht erkannt. Nach einem Tag Pause ging es weiter. „Heute weiß ich, das war falsch. Liebe heißt auch schützen und Verantwortung übernehmen.“

Obwohl die Beziehung zu seinem Vater nicht ohne Spannungen war, vermisse er ihn jeden Tag. „Ich sehe ihn in den Gesichtern meiner Kinder, im Spiegel, wenn ich reinschaue Ich werde nie verstehen, wie ein Mensch von einem auf den anderen Tag weg sein kann.“ Trotzdem will er versuchen, mit seinen Kindern einen anderen Weg zu gehen. „Ich wollte nicht immer so weitermachen. Ich habe versucht, aus den vorgelebten Mustern auszubrechen.“ Die vierte Frau seines Vaters – „endlich die Richtige“ – half und hilft ihm dabei. „Kirsten ist die Mutter, die ich nie hatte.“ Sie lebt mit ihm und den Kindern zusammen: „Ich sage immer, wir sind die coolste WG Deutschlands, wie eine Großfamilie aus früheren Zeiten.“ Sie war es auch, die Vater und Sohn wieder zusammenbrachte. Mit Essen und Fußball schauen. „Alle anderen Themen waren wie ein Minenfeld. So haben wir uns wieder angenähert. Zu meinen frühsten Kindheitserinnerungen gehören Stadionbesuche mit meinem Vater. Das Geschrei, die Currywurst, die Aufregung.“

Sein Vater war auch der Grund, warum er bei Let’s Dance nicht ausstieg. „Ich hatte mir einen Außenbandriss zugezogen und ziemliche Schmerzen und dann hatte ich meinen Vater am Telefon, der mir sagte, er sei stolz auf mich und ich tanze gut. Also dann Schmerzmittel nehmen und für Papa tanzen, das habe ich dreieinhalb Monate gemacht.“

Gil Ofarim, der heute von sich sagt: „Ich bin ein glücklicher Mann“ – „ich lebe den Rock ’n’ Roll mehr denn je“ und dessen Kinder ihm „seine Leichtigkeit zurückgegeben haben“, freut sich jetzt schon auf den nächsten Besuch in Tel Aviv (Geburtsort Abi Ofarim). „Die Gerüche, der Vibe, die Menschen, das Meer, das Lachen, die Sonne und meine unglaublich große Familie. Ich kann es kaum erwarten, geimpft wieder hinzufliegen.“ Auch seine Kinder lieben es, dort zu sein. „Aber natürlich auch in München, mein Sohn ist großer FC Bayern-Fan.“

„Silvia am Sonntag – der Talk“ läuft sonntags zwischen 9 und 12 Uhr mit Moderatorin Silvia Stenger. Das komplette Gespräch mit Gil Ofarim sowie alle anderen Interviews, können in voller Länge bei FFH in Web und App und überall dort, wo es Podcasts gibt, gehört werden.

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