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Silvia am Sonntag - zu Gast: Frank Farian

Silvia am Sonntag - der Talk - FRANK FARIAN BEI HIT RADIO FFH

© Ingrid Segieth

Frank Farian bei HIT RADIO FFH: „Arbeiten hält jung – ich arbeite jeden Tag.“

Musikproduzent Frank Farian, der in Miami lebt, wird am 18. Juli 80 Jahre alt. „Ich habe alle Feste gefeiert, die zu feiern sind, den Tag will ich so normal wie möglich gestalten. Ich gehe mit meinen Kindern in mein Lieblingsrestaurant essen.“ Der gelernte Koch – „Kochen und Produzieren haben viel gemeinsam. Das Geheimnis ist die Mischung“ – sagt von sich selbst, er habe immer noch eine feine Zunge, ein feines Gehör und eine feine Nase. Als großes Geburtstagsgeschenk empfindet er, dass sein Hit „Rasputin“ von Boney M. erneut durch die Welt geht. „200 Millionen Menschen laden Videos hoch, Milliarden Klicks, in Chile machen Tausende eine Choreografie auf Rasputin. Es ist unglaublich – TikTok. Ich dachte, Tic Tac, ja, kenne ich, aber was ist TikTok?“

Farian, der mittlerweile einen dreieinhalb-jährigen Enkel hat – „Don’t call me Opa, habe ich meinem Enkel gesagt. Call me big Daddy“ – hat in seinem Geburtstagsjahr so viel zu tun wie schon lange nicht mehr. „Das Arbeiten hält mich jung. Ich bin jeden Tag im Studio. Mein Arzt konnte nicht glauben, dass ich schon so alt bin. Solange ich so viel Energie habe und jeden Tag im Studio bin, geht es mir blendend.“ Neben dem Produzieren gibt es derzeit auch noch andere Projekte. „Es wird einen Kinofilm über Milli Vanilli geben und eine achtteilige Streaming-Serie über Boney M.!“ Wer seine Rolle spielt, ist noch nicht ganz klar, aber für ihn steht fest: „Es muss ein sehr guter Schauspieler sein, der Musik machen kann und ein bisschen so ausschaut wie Frank Farian“.

Dass die Geschichte mit Milli Vanilli kein gutes Ende finden würde, war ihm klar, als die Band einen Grammy bekam. „Ich bin im Sessel zusammengesunken und wusste ‚um Gotteswillen auch das noch‘. Jetzt kommen die Probleme und sie kamen gewaltig auf mich zu.“ Frank Farian wollte das Projekt so schnell wie möglich beenden, aber das Duo wollte nicht. „Die wollten singen, aber sie konnten nicht singen.

Zwanzig Jahre habe ich versucht, jemanden zu finden. Ich wollte keinen Klamauk. Jetzt klappt es. Mit richtig guten Leuten. Es wird ganz großes Kino, ich bin Berater und Co-Produzent. In diesem Jahr wird angefangen zu drehen.“

Der Produzent, der auch in Miami Deutschland immer nah ist, „ich schaue nur deutsches Fernsehen“, vermisst vor allem seine Kinder und sein Enkelkind. „Ich war kein guter Vater, oft weg, ein Workaholic, aber den Kleinen würde ich gerne aufwachsen sehen.“

Frank Farian, dessen Lieblingsplatz immer noch „vor dem Mischpult“ ist, weiß, wie es ist, auf die Hilfe von anderen angewiesen zu sein. „Ich bin im Krieg groß geworden, mein Vater fiel in Russland noch vor meiner Geburt. Meine Mutter hat alle Trümmer für uns drei Kinder aus dem Weg geräumt, sie ist mein Hero. Es gab auch Menschen, die uns geholfen haben.“ Deshalb möchte er auch etwas mit seinen sozialen Projekten zurückgeben und kündigt im Gespräch an: „Anderen helfen ist wichtig. Die Frank-Farian-Stiftung wird kommen“.

„Silvia am Sonntag – der Talk“ läuft sonntags zwischen 9 und 12 Uhr mit Moderatorin Silvia Stenger. Das komplette Gespräch mit Frank Farian sowie alle anderen Interviews, können in voller Länge bei FFH in Web und App und überall dort, wo es Podcasts gibt, gehört werden.

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