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Sebastian Fitzeks neues Buch ist "Kein Thriller"

Sebastian Fitzek im Interview - Überraschung: Neues Buch "Kein Thriller"

Sebastian Fitzeks neues Buch ist überraschenderweise kein Thriller. Im Gespräch mit FFH-Moderator Johannes Scherer erzählt er, worum es geht und was es mit dem Buch auf sich hat.

Leichen, Mörder und Psychospielchen sind normalerweise das Fachgebiet von Thriller-König und Autor Sebastian Fitzek. Doch nun macht er von Mord und Totschlag eine kurze Pause: Sein neuestes Buch ist ganz anders im Vergleich zu seinen vorigen Werken. Worum geht es und was hat es mit dem plötzlichen Genrewechsel auf sich? Darüber hat er mit FFH-Moderator Johannes Scherer gesprochen.

Beim Titel „Der erste letzte Tag“ könnte man denken, dass es sich wieder um einen spannenden Thriller handelt, doch wenn man einen Blick auf das Cover und den vollständigen Namen des Buches wirft, wird mit dieser Erwartungshaltung schnell aufgeräumt. Ganz deutlich steht auf dem Cover in orangener Schrift „Kein Thriller“. Es sollen keine Missverständnisse auftreten. „Ich wollte, dass jeder Bescheid weiß: Das ist was neues!“, erklärt Sebastian Fitzek den Buchtitel.

Zwei Fremde wagen ein Gedankenexperiment 

Das Buch erzählt die Geschichte zweier fremder Menschen, die gemeinsam auf einen Roadtrip gehen und diesen Tag leben, als wäre es ihr letzter. Livius möchte seine Ehe retten, er muss dafür nach Berlin, doch sein Flug fällt aus. Stattdessen muss er sich das letzte Mietauto mit Lea teilen, einer „völlig durchgeknallten jungen Frau“, wie Fitzek sie selbst beschreibt. Auf ihrem gemeinsamen Roadtrip starten sie dann ein Experiment: Sie leben den Tag, als wäre es ihr letzter.

 

Sebastian Fitzek über sein neues Buch

Sebastian Fitzek im Interview mit FFH-Moderator Johannes Scherer

„Den Axtmörder sucht man vergeblich“

Den plötzlichen, temporären Genrewechsel führt Fitzek auf seine eigene „Pandemie-Crisis“ zurück. „Ich dachte: Jetzt stecke ich in diesem Echtzeit-Thriller, jetzt möchte ich auch mal wieder etwas zum Lachen haben.“ In Zukunft wird er aber seinen Thrillern weiterhin treu bleiben.

Obwohl das Buch ein ungewohntes Genre ergründet, sollen auch die Thrillerfans zumindest ein bisschen auf ihre Kosten kommen, schließlich gebe es auch spannende Passagen in dem Buch. „Den Axtmörder sucht man jedoch vergeblich“, so Fitzek. Die ganz Hartgesottenen werden sich also noch ein bisschen gedulden müssen, bis der nächste klassische Psycho-Thriller erscheint.

Neue Erlebniswelten erfahren

Auf die Idee für das Buch sei er durch einen alten Freund gekommen, erzählt Fitzek. Der habe vor Jahren eine Gemeinschaft gegründet, die sich trifft, um neue Erlebniswelten zu erfahren. Also Dinge zu erleben, die man im Normalfall niemals machen würde. Sei es eine Urschrei-Therapie, ein Konzert eines verschmähten Musikgenres oder einfach ein sehr skurriler Restaurantbesuch. „Das sind die besten Erinnerungen“. Das Sammeln von Erinnerungen mache letztendlich das Leben aus. Eine Roadtrip oder eine Reise eignet sich dafür natürlich am besten - schon war die passende Rahmenhandlung für das Buch gefunden.

Sebastian Fitzek über die Idee für sein Buch und wie er seinen letzten Tag verbringen würde

Sebastian Fitzek im Interview mit FFH-Moderator Johannes Scherer

© Droemer Knaur Verlagsgruppe

"Kein Thriller"- deutlicher wird es nicht. Sebastian Fitzek macht schon mit dem Buchtitel klar: Das ist was Neues!

"Ich schreibe nicht für den Film"

Damit geht Fitzek ein Thema an, das schon in den letzten Jahren häufiger filmisch realisiert wurde. Unter anderem mit Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz in „100 Dinge“. „Die meisten dieser Filme gehen jedoch davon aus, dass die Leute unglaublich viel Geld haben, um schnell auf eine Reise zu gehen.“ Fitzek geht das realistischer an. Ein Roadtrip mit wenig Gepäck von München nach Berlin reicht ihm aus. Dass sein Buch verfilmt wird, kann er sich auch vorstellen: „Ich habe immer einen Film im Kopf, bei allen meinen Büchern und versuche, den so gut es geht zu Papier zu bringen“. Er stellt klar: „Ich schreibe aber nicht für den Film“. Ob eine Verfilmung folgt, wird wohl die Zukunft zeigen.

Das Buch "Der erste letzte Tag: Kein Thriller" erscheint am 28. April. Es ist 272 Seiten lang und kostet 16 Euro. Jetzt bei Amazon bestellen

Sebastian Fitzek muss seine eigenen Bücher am Klappentext erraten

Sebastian Fitzek im Interview mit FFH-Moderator Johannes Scherer

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