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Glocke aus Kriegsschrott in Mainz

Glocken aus Waffen - Michael Patrick Kelly und die "PeaceBell"

Am 11. November vor genau 100 Jahren ging der 1. Weltkrieg zu Ende - die "Ur-Katastrophe" des 20. Jahrhundert. Das millionenfache Sterben an den Fronten und in den Gräben hatte endlich ein Ende.

Damals während des Krieges wurden Rohstoffe knapp, Metalle wurden für den Krieg gebraucht. In beiden Weltkriegen wurden über 150.000 Glocken abgehängt und für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen - also quasi um daraus Waffen zu schmieden.

Schwerter zu Pflugscharen - Waffen zu Glocken

Musikstar Michael Patrick Kelly hat es jetzt genau andersrum gemacht. Er hat aus alten Kriegswaffen eine Friedensglocke schmieden lassen - die "PeaceBell".

Kelly sammelte Waffen aus der Region um Verdun in Frankreich, wo im ersten Weltkrieg eine der grausamsten Schlachten stattgefunden hat. In einer über 300 Jahre alten Glockengießerei wurde aus diesem Kriegsmaterial die #PeaceBell geschmiedet. Der Klöppel, der den Ton in der Glocke läutet, ist eine ausrangierte Kalaschnikow. Das Äußere der Glocke hat Michael Patrick Kelly persönlich gestaltet.

Die Glocke hat er jetzt unter großer Aufmerksamkeit und vor vielen Besuchern in Mainz in der Christuskirche vorgestellt. Kelly sagt: „Wenn wir Metalle aus gebrauchten Waffen in eine Glocke umschmieden, dann nur, um damit auch Hetze und hasserfüllte Herzen in gegenseitigen Respekt umzuschmieden.“

Die Glocke ist noch bis 15. November in Mainz in der Christuskirche zu bestaunen, dann geht sie mit Michael Patrick Kelly auf Tour.

Demnächst gibt es dann auch kleine PeaceBells zu kaufen, den Erlös spendet Michael Patrick Kelly an Friedensprojekte.

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