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Corona-Regeln für Hessen

2G-Plus in Hotspots - Die Corona-Regeln für Hessen

(Stand: 17. Januar 2022)

Die Omikron-Variante des Corona-Virus verbreitet sich rasant. Hessen reagiert mit strengeren Regeln für die Gastronomie. Damit setzt das Land die zuvor von Bund und Ländern beschlossenen Änderungen um.

Welche Regeln gelten in Hessen? Die Übersicht gibt es hier:

Hotspot-Regelung

Sobald die Inzidenz in einem Landkreis bzw. in einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 350 liegt, greifen vor Ort folgende „Hotspot-Regelungen“ ab dem nächsten Tag:

  • Alkoholverbot an belebten Orten und Plätzen. Diese werden von den Kommunen festgelegt.
  • Maskenpflicht in Fußgängerzonen. Die genaue Abgrenzung legen die Kommunen fest.
  • Bei Veranstaltungen (mit mehr als 10 Personen) sowie im Kultur-, Sport- und Freizeitbereich (Sportplatz, Fitnessstudio, Kino, Theater etc.) und in der Gastronomie sowie bei touristischen Übernachtungen gilt: Drinnen 2G-Plus. Draußen 2G.
  • Begrenzung der Personenzahl bei privaten Feiern und Zusammenkünften auf 50 drinnen und 200 draußen.
  • Schließung von Prostitutionsstätten

Diese „Hotspot-Regelungen“ treten außer Kraft, sobald der Inzidenz-Wert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterhalb der Schwelle von 350 liegt.

Hier gibt es eine Übersicht zu den aktuellen Corona-Hotspots in Hessen.

Kontaktbeschränkungen

Geimpfte und Genesene

Private Zusammenkünfte im öffentlichen Raum sind auf maximal zehn Personen beschränkt. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres sind davon ausgenommen. Wenn nicht geimpfte oder nicht genesene Personen dabei sind, bleibt es bei Treffen von einem Haushalt und maximal zwei Personen eines weiteren Haushalts. Im privaten Bereich drinnen bleibt es bei einer Empfehlung  - vor allem sollten Tests durchgeführt werden.

Ungeimpfte

Nicht-vollständig geimpfte Personen dürfen sich nur noch mit maximal zwei weiteren Personen aus einem anderen Haushalt treffen. Die bisherigen Ausnahmen, etwa für Personen unter 18 Jahren, bleiben bestehen.

In der Gastronomie gilt 2G+

Unabhängig von der Inzidenz wurden die Zugangsregeln für Restaurants, Cafés und Kneipen hessenweit verschärft. Es gilt die "2G-Plus"-Regel. Zugang haben nur noch Personen mit folgendem Nachweis:

  • Doppelt geimpft und getestet
  • Genesen und getestet
  • Dreifach geimpft (geboostert)
  • Genesen und doppelt geimpft
  • Doppelt geimpft und genesen (Neu)
  • Geimpft, genesen, geimpft (Neu)
  • Frisch doppelt geimpft (max. 3 Monate, ab dem Tag der Zweitimpfung) (Neu)
  • Frisch genesen (max. 3 Monate, ab dem Tag des positiven PCR-Tests) (Neu)
  • Genesen + frisch einmal geimpft (max. 3 Monate, ab dem Tag der Impfung) (Neu)

Ausnahmen:

  • Kinder bis zur Einschulung (keine Testnotwendigkeit)
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre und Personen, die sich nicht impfen lassen können, benötigen einen aktuellen Test oder ein Testheft.
  • Doppelt geimpfte oder genesene Schülerinnen und Schüler, mit Testheft.

In der Außengastronomie gilt die 2G-Regel.

Einzelhandel

In allen Läden des Einzelhandels gilt 2G  - Ungeimpfte dürfen somit nur noch in Geschäfte des täglichen Bedarfs, wie etwa Supermärkte, Drogerien oder Apotheken. 2G bedeutet, dass die Menschen geimpft oder genesen sein müssen.

Schule

Es gibt Präsenzunterricht für alle Klassen. Es gilt die 3G-Regel. Ausnahmen gibt es nur für Abschlussprüfungen und Klassenarbeiten.

Maskenpflicht

Eine medizinische Maske muss im Schulgebäuden wie beispielsweise in Gängen oder Treppenhäusern und auch am Sitzplatz getragen werden. Keine Maskenpflicht gilt hingegen im Freien, beim Schulsport und beim Pausenbrot.

Testungen

Die Teilnahme am Präsenzunterricht in der Schule ist nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete möglich. Ein Negativnachweis ist dreimal pro Woche erforderlich.

Die Tests können weiterhin kostenfrei in der Schule erbracht werden und werden im Testheft vermerkt. Die dem Testergebnis zu Grunde liegende Testung oder der in der Schule vorgenommene Selbsttest dürfen höchstens 48 Stunden vor dem Beginn des jeweiligen Schultags vorgenommen worden sein.

Geimpften und Genesenen soll ebenfalls mindestens einmal pro Woche ein Testangebot unterbreitet werden.

Testheft gilt auch für die Freizeit

Die regelmäßige Dokumentation der Schülertests im Testheft gilt auch als Negativnachweis in der Freizeit, wie beispielsweise im Kino oder im Restaurant. Kinder und Jugendliche müssen dort keinen PCR-Test-Nachweis erbringen. Wer das Heft regelmäßig und aktuell führt, gilt als negativ getestet.

Einzelne Unterbrechungen (zum Beispiel aufgrund von Krankheit) wirken sich nicht negativ auf die Gültigkeit des Testhefts aus. Es gilt auch an den Wochenenden und in den Schulferien als aktueller Negativnachweis. Im ÖPNV in den Ferien müssen Kinder über 6 Jahren aber einen tagesaktuellen Test vorlegen. Betreiber von Freizeitstätten und Gastronomen können sich allerdings auf ihr Hausrecht berufen und weitere Nachweise verlangen - das könnte etwa in anderen Bundesländern der Fall sein.

Corona-Fall in der Klasse

Im Fall eines positiven Testergebnisses in der Klasse oder Lerngruppe finden 14 Tage lang an den Unterrichtstagen Testungen statt. 

Quarantäne und Betretungsverbot

  • Geimpfte und Genesene sind grundsätzlich von der Quarantäne befreit.
  • Infizierte müssen für 14 Tage in Quarantäne, ebenso ihre Haushaltsmitglieder für zehn Tage.
  • Freitestung für infizierte Kinder mit PCR-Test nach 7 Tagen möglich, bei geimpften Kindern bereits nach 5 Tagen
  • Im Fall einer PCR-bestätigten Infektion wird nicht mehr pauschal die ganze Klasse in Quarantäne geschickt, sondern nur noch das positiv getestete Kind.
  • Die engen Kontaktpersonen (Sitznachbarn) können sich ab dem fünften Tag nach Feststellung der Infektion freitesten lassen.

Für nicht geimpfte oder genesene Kinder und Jugendliche mit COVID-Symptomen wie Fieber, Husten und Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns besteht in der Schule und in der Kita ein Betretungsverbot. Eine Freitestung ist jedoch möglich.

Kita

  • Betreuung der Kinder wieder in konstanter Gruppenzusammensetzung.
  • Pädagogische Fachkräfte können unter Beachtung der Teststrategie gruppenübergreifend eingesetzt werden.
  • Für alle Besuchenden der Kita / Kindertagespflegestelle gelten die Regelungen der Coronavirus-Schutzverordnung. Näheres hierzu ist im Hygienekonzept des Landes geregelt.

Tagespflegepersonen („Tagesmütter“) müssen auch geimpft, genesen oder getestet sein. Zulässig sind bei ihnen auch tägliche Selbsttests.

Sport

Für Sport im Innenbereich gilt die 2G-Regel. Nur Geimpfte oder Genesene können teilnehmen.

Ausgenommen sind Kinder und Jugendliche sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können (ärztliches Attest möglich). Für sie reicht weiterhin ein Antigen-Schnelltest.

Im Freien gibt es keine Einschränkungen.

Sonderregelungen für Hotspots siehe hier.

Veranstaltungen, Messen, Kino und Co.

Zu Außenveranstaltungen sind bis zu 1.000 Besucher zugelassen. In Innenräumen sind es maximal 250 Teilnehmer.

Im Innenbereich:

  • bis zu 10 Personen: keine Regelung
  • 11 bis 100 Personen: es gilt 2G sowie Abstands- und Hygienekonzept
  • ab 101 Personen: es gilt 2G+, außerdem muss ein Hygienekonzept vorgelegt werden
  • die maximale Obergrenze für Veranstaltungen beträgt 250 Personen

Im Außenbereich:

  • bis 10 Personen: keine Regelung
  • 11 bis 100 Personen: Abstands- und Hygienekonzept
  • ab 101 Personen: 2G sowie Abstands- und Hygienekonzept
  • die maximale Obergrenze für Veranstaltungen beträgt 1.000 Personen

Sonderregelungen für Hotspots siehe hier.

Einheitliche Maskenpflicht

Im Freien gilt die Maskenpflicht, wenn Abstände zu Personen anderer Haushalte nicht eingehalten werden können. Sie gilt generell bei Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden.

Sonderregelungen für Hotspots siehe hier.

Es gibt die Empfehlung zum Tragen von FFP2-Masken beim Einkaufen, in Geschäften und bei der Nutzung des Öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs. Generell gilt sie im Innenbereich wie folgt:

Wo gilt die Maskenpflicht?

  • Innenräume aller öffentlich zugänglichen Gebäude
  • Innenräume von Arbeits- und Betriebsstätten; dies gilt nicht am Platz in nicht öffentlich zugänglichen Bereichen, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu weiteren Personen sicher eingehalten werden kann und eine ausreichende Belüftung gesichert ist
  • Innenräume Groß- und Einzelhandel, Poststellen, Banken, Sparkassen, Tankstellen, Wäschereien, etc.
  • Innenräume aller Freizeiteinrichtungen auch am Sitzplatz (Hotels, Spielhallen, Spielbanken, Theater, Opernhäuser, Kinos)
  • In der Gastronomie darf die Maske am Sitzplatz abgenommen werden
  • Öffentliche Verkehrsmittel
  • Schulen, Hochschulen und sonstige Bildungseinrichtungen auch am Sitzplatz
  • In Innenräumen während des unmittelbaren persönlichen Kontakts bei der Durchführung von Angeboten durch interdisziplinäre oder heilpädagogische Frühförderstellen für behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder, heilpädagogische Praxen, Autismuszentren und familienentlastende Dienste der Behindertenhilfe
  • FFP2-Masken-Pflicht für Kunden körpernaher Dienstleistungen (Kosmetiker, Friseur)

Tests

Erleichterung für Geboosterte

Überall dort, wo nach der Coronavirus-Schutzverordnung die 2G Plus-Regel gilt, müssen auch Geimpfte und Genese einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen. Diese Testvorgabe entfällt für Personen, die bereits eine (dritte) Auffrischungsimpfung erhalten haben.

3G in Krankenhäusern und Pflegeheimen

Alle Mitarbeiter und Besucher von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Arztpraxen, Reha-Kliniken oder Einrichtungen der Eingliederungshilfe müssen entweder geimpft oder genesen sein oder einen Nachweis über einen negativen, höchstens 24 Stunden alten Schnelltest vorlegen. Das gilt ausdrücklich nicht für Patienten und Bewohner der Einrichtungen.

Die Einrichtungen sind zu einem Testangebot vor Ort verpflichtet - ein überwachter Selbsttest ist dabei zulässig. Es kann jedoch auch ein Test in einer anerkannten Teststelle gemacht werden.

Zusätzlich müssen auch geimpfte und genesene Mitarbeitende zweimal pro Woche getestet werden.

3G für Besucher der stationären Jugendhilfe

Auch in den Einrichtungen der stationären Jugendhilfe gilt für die Besucher 3G. In der Kindertagespflege greift die 3G-Regel für das (selbständige) Personal.

Freitesten für Geimpfte

Alle positiv getesteten, asymptomatischen geimpften und genesenen Personen in Hessen können sich nach fünf Tagen Isolation mit einem PCR-Test freitesten.

Tests in Schulen auch für geimpfte Schüler

Ungeimpfte Schüler werden derzeit dreimal pro Woche getestet. Auch geimpfte Schüler können einen Test pro Woche machen.

3G-Regel an Arbeitsplätzen

Der Zutritt zum Arbeitsplatz ist nur Beschäftigten erlaubt, die geimpft, genesen oder getestet sind. Der Arbeitgeber darf den jeweiligen Status einsehen, um seinen Kontroll- und Dokumentationspflichten nachzukommen. Ungeimpfte müssen im Zweifel selbst für Testnachweise an allen Arbeitstagen sorgen. Beschäftigten muss Homeoffice ermöglicht werden - es sei denn, dies ist aus betrieblichen Gründen nicht möglich. Beschäftigte müssen das Homeoffice-Angebot annehmen.

Clubs und Diskotheken

Clubs und Diskotheken müssen bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Sie dürfen nur den Bar- und Restaurantbetrieb anbieten.

Hotels und Übernachtungen

Auch in Hotels und Pensionen gilt die 2G-Regel. Ausnahmen sind lediglich erlaubt, bei beruflich bedingten Übernachtungen. In diesem Fall dürfen auch ungeimpfte Gäste einchecken, sie müssen jedoch täglich einen Test machen. Außerdem haben sie keinen Zugang zu Gemeinschaftsräumen, wie etwa dem Speisesaal oder einem Schwimmbad.

Öffentliche Verkehrsmittel

Im Fernverkehr und im öffentlichen Nahverkehr gilt eine 3G-Regel und eine einheitliche Maskenpflicht. Die Einhaltung wird mit stichprobenartigen Kontrollen überprüft.

Hochschulen

Das Semester soll überwiegend in Präsenz stattfinden. Es gilt die 3G-Regel sowie Maskenpflicht auch am Sitzplatz.

Für den Bereich von Staatsexamens- und Laufbahnprüfungen, die in Hochschulen stattfinden, ebenso wie für entsprechende Hochschul-/Akademieprüfungen muss kein Negativnachweis erbracht werden, es wird aber dringend empfohlen.

Körpernahe Dienstleistungen

Es gilt die 2G-Regel in Innenräumen. Ausgenommen davon sind medizinische notwendige Dienstleistungen und die Grundversorgung, wie z.B. durch Friseure. Für Kunden gilt eine FFP2-Maskenpflicht.

Prostitution

Es gilt die 2Gplus-Regel. Das heißt, Zutritt nur für Geimpfte und Genesene, die zusätzlich einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorweisen können.

Sonderregelungen für Hotspots siehe hier.

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