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Warnstreik an den Unikliniken Gießen und Marburg

Unikliniken Gießen und Marburg - Beschäftigte heute im Warnstreik

An den Unikliniken in Gießen und Marburg streiken heute die Beschäftigten. Die Gewerkschaft Verdi hatte 7800 nicht-ärztliche Mitarbeiter zum Ausstand aufgefordert. Der Warnstreik beginnt mit der Frühschicht am Dienstag und endet mit der Spätschicht am Mittwoch. Anlass seien stockende Tarifverhandlungen.

Geduld am Ende

„Unsere Geduld und unser Verständnis sind am Ende. Viele unserer Kolleg*innen warten seit Jahren auf eine bessere Bezahlung“, so Verdi-Verhandlungsführer Fabian Dzewas-Rehm. Für viele Beschäftigte bringe die Spitzenmedizin keine Vorteile, das UKGM bezahle beispielsweise die in der Pandemie so wichtigen Laborassistentinnen so schlecht wie keine andere Universitätsklinik.

In öffentlichen Krankenhäusern bessere Bezahlung

Die Gewerkschaft möchte, dass die Beschäftigten an den privaten Unikliniken Gießen und Marburg so bezahlt werden wie an öffentlichen Krankenhäusern. Dort verdienten Beschäftigte zum Teil mehrere hundert Euro im Monat mehr. Allerdings gäbe es bereits Verbesserungen für Lehrkräfte und Stationsleitungen im Pflegedienst.

Betriebsratsvorsitzender Marcel Iwanik im Gespräch mit FFH

"Wir sind frustriert und unsere Geduld ist am Ende"

Keine Auswirkungen auf die Patienten

Der bevorstehende Warnstreik am Uni-Klinikum Gießen und Marburg (UKGM) soll keine Auswirkungen auf Notfallpatienten haben. "Die Notfallversorgung ist in beiden Universitätskliniken auch während des Streiks sichergestellt", teilte der Vorsitzende der UKGM-Geschäftsführung, Gunther K. Weiß, am Montag mit. Dafür sei eine entsprechende Vereinbarung mit der Gewerkschaft getroffen worden. Es könne allerdings zu Verzögerungen oder Terminverschiebungen kommen.

Uniklinik sieht Tarifverhandlungen auf "gutem Weg"

Die Geschäftsführung des Universitätsklinikums hält den Warnstreik für unbegründet, man sei bei den Gesprächen zur Weiterentwicklung des Haustarifvertrags auf einem guten Weg.

FFH-Reporterin Anne Schmidt an der Uniklinik Gießen

Anne Schmidt

Reporterin
Anne Schmidt

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