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Dannenröder Forst: Ermittlung wg versuchter Tötung

Dannenröder Forst - Ermittlungen wegen versuchter Tötung

+++ Nach Gestell-Einsturz: Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts +++

25.11.20, 14:49 Uhr

Nach dem Sturz eines Gestells aus Baumstämmen in Richtung Polizisten im Dannenröder Forst hat die Staatsanwaltschaft Gießen Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts eingeleitet. Das sagte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch. Weitere Details könnten derzeit nicht genannt werden. 

Nach dem Vorfall am Montag war die Polizei von einem gezielten Angriff ausgegangen. Die Beamten hatten gerade noch ausweichen können und waren den Angaben zufolge unverletzt geblieben.

+++ Gestell stürzt in Richtung von Einsatzkräften - Polizei vermutet gezielten Angriff +++

23.11.2020, 13:32 Uhr

Bei den Rodungsarbeiten im Dannenröder Forst in Mittelhessen ist ein Baumstamm-Gestell in Richtung von Polizisten gestürzt. Die Beamten hätten ausweichen können und seien unverletzt geblieben, teilte ein Sprecher mit. Die Polizei vermutet einen gezielten Angriff auf die Einsatzkräfte.

„Es besteht der Verdacht, dass ein Seil vorsätzlich gelöst wurde. In diesem Zusammenhang verfolgen wir eine Person, die damit in Verbindung stehen könnte“, schreibt die Polizei auf Twitter. Auf solchen Gestellen harren immer wieder Aktivisten aus, um gegen die Rodungen zu protestieren. Die Polizei sagt: Die A49-Ausbaugegner bringen sich mit solchen Bauten selbst in Gefahr. In den letzten Tagen waren zwei Personen von Barrikaden in Bäumen gestürzt.

+++ Polizei setzt Räumung mit Wochenbeginn fort +++

23.11.2020, 10:30 Uhr

Aktivisten haben laut Polizisten Barrikaden vor dem südlichen Rodungsbereich errichtet. Da sie der Bitte, dies zu unterlassen, nicht nachgekommen seien, kündigte die Polizei in einem Tweet an, den Barrikadenbau zu unterbinden.

+++ Polizei ermittelt weiter nach Absturz einer Aktivistin am Samstag +++ 

23.11.2020, 10:00 Uhr

Die Polizei setzt nach dem Absturz einer Aktivistin am Samstag die Ermittlung zu dem Unglücksgeschehen fort. Der Gießener Staatsanwalt Thomas Hauburger sagte zu FFH, Es seien noch keine strafrechlichen Ermittlungen eingeleitet. Dies würde weiter geprüft.

Nach dem Sturz einer Aktivistin aus mehreren Metern Höhe und Angriffen auf Einsatzkräfte der Polizei hat die Polizei am Sonntag erklärt, es werde keine Rodungen am Totensonntag geben. Um einen Stopp der Rodungen am Totensonntag hatten auch Vertreter der evangelischen Kirche gebeten. Das solle helfen die Eskalationsspirale zu durchbrechen. Die Gegner des A-49-Baus versuchten dennoch einen Bagger zu blockieren. Die Situation löste sich dann friedlich.

Amöneburg fordert Waldbesetzer zum Abzug auf

Die Anwohner rund um den Dannenröder Forst fühlen sich allerdings zunehmen belastet durch die täglichen Auseinandersetzungen im Wald. Das Stadtparlament von Amöneburg beschlossenen unterdessen ohne Gegenstimmen eine Resolution, die die zügige Umsetzung des A-49-Weiterbaus fordert. Die Waldbesetzer sollen den Wald friedlich verlassen, heisst es in dem beschlossenen Text.

Das passierte am Samstag:

Steine und Pyrotechnik

Nach Aufrufen im Internet kam es am Samstagnachmittag nach Polizeiangaben zu Angriffen auf die Einsatzkräfte. Sie wurden mit Steinen und Pyrotechnik beworfen. 14 Beamte wurden leicht verletzt.

Frau stürzte aus 4-6 Meter Höhe

Die Frau sei im südlichen Bereich des Waldes von einer mit Seilen zwischen Bäumen befestigten Holzpalette aus vier bis sechs Metern Höhe zu Boden gestürzt, teilte die Polizei mit.  "Die Palette geriet gegen 8.40 Uhr aus noch ungeklärter Ursache in Schieflage", hieß es weiter.  Rettungskräfte und ein Notarzt hätten sich um die Erstversorgung der abgestürzten Frau gekümmert. Die verletzte Aktivistin kam in ein Krankenhaus. "Nach derzeitigem Stand besteht keine Lebensgefahr", ergänzte die Polizei.

Absturzstelle wurde zum Tatort erklärt

"Wir haben die Stelle abgesperrt", sagte ein Polizeisprecher. Beamte begannen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Gießen zahlreiche Zeugen zu befragen und umfangreiches Video- und Bildmaterial auszuwerten. Für die Klärung der Absturzursache wurden laut Polizei "ein unabhängiger Sachverständiger und die Tatortgruppe des Polizeipräsidiums Westhessen sowie Ermittler des Hessischen Landeskriminalamts hinzugezogen".Die Rodungsarbeiten wurden nach Angaben der Polizei in diesem Bereich für Samstag gestoppt.

Die Polizei twitterte am Abend dieses Video

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