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Rehkitzrettung zwischen Karben und Gronau

Drohnen über der Wetterau - Rehkitze in Feldern finden und retten

Seit dem frühen Morgen schweben mehrere Drohnen zwischen Karben und Gronau über den vielen Feldern. Sie sollen kleine Rehkitze aufspüren, die in dem dichten, hohen Gras liegen und es sich gemütlich gemacht haben.

Mähen kann tödlich enden

"Extrem gefährlich, jetzt in der Zeit wo die Landwirte ihre Felder mähen, dass kann für die Kleinen tödlich enden, sagte Manuel Schweiger von den Johanitern im FFH-Gespräch. Er ist zusammen mit seinem Team und vielen Helfern an den Feldern in der Wetterau unterwegs und überfliegt diese mit mehreren Drohnen. Wenn ein Rehkitz auf seinem Display entdeckt wird, gehen Helfer des freiwilligen Johaniter-Teams zu der Fundstelle und heben das Rehkitz in eine Kiste.

Nicht mit den Händen anfassen

Dabei berühren sie das Tier nicht, sondern heben es mit Grasbüscheln in der Hand auf, dass ist ganz wichtig sagt Schweiger, "sonst werden sie von der Mutter verstoßen, wegen des Menschengeruchs." Die Rehkitze werden dann in der Kiste zunächst am sicheren Feldrand abgestellt, wenn der Landwirt fertig ist mit Mähen, wird das Jungtier wieder an die Stelle gesetzt, wo es eingesammelt wurde. "Auf diese Weise haben wir schon dutzenden Tieren, auch Hasen, dass Leben gerettet", sagt Schweiger im FFH-Gespräch. Auch in den kommenden Tagen werden die Drohnen über der Wetterau schweben, bis alle Felder vor dem Mähen abgesucht sind. 

Daniel Granitzny

Reporter
Daniel Granitzny

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