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Verirren im neuen Hanf-Labyrinth von Butzbach

Total legal, trotzdem aufregend - Irren im neuen Hanf-Labyrinth in Butzbach

FFH-Reporterin Dominique Bundt im Butzbacher Hanf-Labyrinth

Hanf, Hanf und noch mehr Hanf. Meterhohe Pflanzen soweit das Auge reicht. Und das total legal und mitten in der Wetterau. Im neuen Hanf-Labyrinth bei Butzbach.

Keine Drogenplantage

Seit diesem Jahr gibt es diese außergewöhnliche Freizeitattraktion, die von der Umsetzung natürlich an ein klassisches Mais-Labyrinth erinnert. Und bei 12.000 Quadratmetern voller meterhohem Hanf werden einige stutzig, die dort zufällig vorbeikommen, erzählt Betreiber Steffen Buß im FFH-Interview. Immer wieder bekommt er die Frage gestellt: Kann man davon high werden? "Man könnte hier das ganze Feld wegrauchen und würde nichts merken, weil der THC-Gehalt der Pflanzen so niedrig ist", antwortet er lachend. Eine Drogenplantage ist es also nicht. Den Behörden musste er entsprechende Dokumente vorlegen, dass das ein landwirtschaftliches Feld ist.

Betreiber Steffen Buß: "Hanf ist eine andere Atmosphäre als ein Mais-Labyrinth"

Hanf-Labyrinth-Betreiber Steffen Buß am FFH-Mikro

Betreiber Steffen Buß: "Umgerechnet würden hier ein paar 100.000 Euro stehen"

Würde es sich hierbei um eine Drogenplantage handeln

Hanf als landwirtschaftliche Nutzpflanze

Hanf ist viel mehr als eine Droge, erklärt Buß unserer Reporterin. Früher wurde die Pflanze beispielsweise zu Stoff für Kleidung oder als Öl verarbeitet. Außerdem ist die Hanfpflanze ein hervorragender Baustoff, sagt Steffen Buß. Und Kollege und Mitbetreiber Walter Strasheim-Weitz ergänzt: "Ich sage, Hanf ist die Pflanze des 21. Jahrhunderts!" Neben dem Labyrinth steht deshalb ein Info-Stand, wo sich die Besucher über die landwirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten schlau machen können. Daneben werden dann zudem Öle und Hanftees verkauft.

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Wenn es keine Droge ist... Was ist es dann?

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Steffen Buß im FFH-Interview zu den landwirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten

Besonders bei Regen ein Erlebnis

Geöffnet hat das Hanf-Labyrinth Butzbach immer von Dienstag bis Sonntag. Unter der Woche jeweils von 13 bis 21 Uhr und am Wochenende von 10 bis 21 Uhr. Eine Familienkarte kostet 12 Euro. Vorbeikommen kann man sogar bei Regen. Die Betreiber sagen, dann ist es ein ganz besonderes Erlebnis, weil man sich zwischen den dicht gewachsenen, teilweise über 3 Meter hohen Pflanzen wie im tropischen Dschungel fühlt. Dann empfiehlt es sich aber, feste Schuhe mitzunehmen, weil der Boden schnell matschig wird.

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Wie lange irrt man durch das Hanf-Labyrinth?

Dominique Bundt

Reporterin
Dominique Bundt

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