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Gießener wählen neuen Oberbürgermeister

Stichwahl erwartet - Gießener wählen neuen Oberbürgermeister

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Fünf Männer bewerben sich um den Chefsessel im Gießener Rathaus

Wer wird der neue Oberbürgermeister von Giessen? Parallel zur Bundestagswahl wählen die Gießener dieses Wochenende einen neuen Rathauschef. Fünf Kandidaten haben sich beworben. Erwartet wird eine Stichwahl, für die diese Kandidaten aussichtsreich sind: Alexander Wright (Grüne), Frederik Bouffier (CDU) und Frank Thilo Becher (SPD).

Bisherige Amtsinhaberin hört auf

Die bisherige Oberbürgermeister Dietlind Grabe-Bolz hatte nach zwei Amtszeiten ihren Rückzug angekündigt. In der Stadtverordnetenversammlung in Gießen stellen derzeit die Grünen die stärkste Fraktion, es regiert seit Neuestem ein Linksbündnis aus Grünen, SPD und "Giessener Linke".

Fahrradspuren, Wohnungsneubau und Klimaneutralität

Ob die angestrebte Klimaneutralität ab 2030, Fahrradspuren auf dem Anlagenring, die Belebung der Innenstadt, neue Wohnqaurtiere, Kulturförderung - es gab viele Themen im Wahlkampf. HIT RADIO FFH stellt noch einmal alle Oberbürgermeisterkandidaten vor und informiert Sie über alle Wahlergebnisse am Wahlsonntag, 26. März von unseren FFH-Reporterin direkt aus dem Gießener Rathaus. 

Wright: "Eine offene Gesellschaft, in der alle ihren Platz haben"

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Alexander Wright 

Der Kandidat der Grünen: Alexander Wright, 34 Jahre, Elektrotechniker und Berufsschullehrer und grüner Fraktionsvorsitzender im Rathaus. 

Seine Ziele: "Eine Verkehrswende schaffen, in der alle in sauberer Luft mobil sind. Eine offene Gesellschaft leben, in der alle gleichberechtigt sind und ihren Platz haben. Zusammenhalt leben, im Umgang mit armen Familien, Obdachlosen, einsamen älteren Menschen und Geflüchteten"

Alexander Wright im FFH-Interview

"Fairness ist mir sehr wichtig. Ich möchte ein gutes Miteinander in Gießen haben."

Das sagt Alexander Wright über sich: "Ich bin manchmal ein ungeduldiger Mensch. Leider. Aber was mir wirklich wichtig ist, das ist Fairness und ein gutes Miteinander. Ich möchte jeden wirklich fair behandeln, denn das hat jeder einzelne Mensch auch verdient. Es ärgert mich, dass wir in der Verkehrswende in Gießen nicht schon weiter sind. Zu meinen Lieblingsplätze in Gießen gehören derzeit der Bergwerkswald und der Spielplatz Aulweg mit meinem Sohn. 

Becher: "Das Miteinander, das Soziale und die Kreativität stärken"

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Frank Thilo Becher 

Der Kandidat der SPD: Frank Thilo Becher, 58 Jahre, Pfarrer und seit 2018 Landtagsabgeordneter in Wiesbaden. Vater von drei Kindern. 

Seine Ziele: "Das Miteinander stärken und die soziale Gerechtigkeit voranbringen." Das betrifft für den Pfarrer und ehemaligen Gießener Dekan zum Beispiel den Wohnungsbau, sowohl für Menschen mit mittlerem Einkommen als auch für Studenten und sozial Schwächere. Becher möchte neue Projekte anstoßen und Gießen zu einer Gesundheitsstadt machen - möglicherweise mit einer großen Gesundheitsmesse, die Biotech-Projekte, die Uniklinik aber auch Sport und Vereine umfasst. 

Frank Thilo Becher im FFH-Interview

"Ich möchte Gießen zu einer Gesundheitsstadt machen"

Das sagt Frank Thilo Becher über sich: Es ärgert mich, wenn Politik aus Taktik und Ideologie statt um der Sache willen gemacht wird und es freut mich, wenn ich einem Menschen mit einem Anliegen helfen konnte. Das Miteinander ist mir sowohl als Politiker wie als Theologe wichtig. Meine Lieblingskirche ist die Petruskirche und ihr schönes Licht, weil sie auch meine Predigtkirche war. Mit meinem Hund gehe ich am Schwanenteich spazieren. 

Bouffier: "Zuverlässige Politik für die Menschen in Gießen machen"

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Frederik Bouffier, der Kandidat der CDU 

Der Kandidat der CDU: Frederik Bouffier, 30 Jahre. Jurist und Sohn von Ministerpräsident Volker Bouffier und seit 2016 in Kreistag und Stadtverordnetenversammlung. 

Seine Ziele: Er möchte die Gießener Wirtschaft stärken und mehr für Sicherheit und Sauberkeit in der Stadt unternehmen. Außerdem sollten Familien ein stärkeres Gewicht bekommen, zum Beispiel im Bereich des Wohnens. Hierzu gehört für ihn auch die Möglichkeit für Familien Eigenheime bauen zu können. Außerdem soll die Lahn zu einem Lebensort mit mehr Flair werden. 

Frederik Bouffier im FFH-Interview

"Ich möchte, dass das Leben am Fluss, an der Lahn, in Gießen noch mehr gestärkt wird"

Das sagt Frederik Bouffier über sich: "Ich bin manchmal ein zuverlässiger Mensch. Das ist mir wichtig, ich verspreche nichts, was ich nicht halten kann. Es ärgert mich, wenn es in der Politik ideologisch zugeht, das würde ich gerne ändern. Es freut mich, wenn es uns gelingt zum Beispiel die Lahn in Gießen noch schöner zu gestalten und die Menschen das freut. Zu meinen Lieblingsplätze in Gießen gehören derzeit der Schiffenberg und das Bootshaus an der Lahn."

"Das Elefantenklo zum Weltkulturerben erklären"

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Marco Rasch, Die PARTEI

Marco Rasch, Die PARTEI  (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative, kurz: Die PARTEI)

Das sagt er über sich: Ich bin geboren in Coburg, das liegt in Franken – einem seit vielen Jahrzehnten von einer feindlichen Besatzungsmacht, auch mit willfährigen Helfern aus den eigenen Reihen (z.B. Markus Söder) unterdrückten Land – und bin nach einem langen Abend in Pits Pinte oder dem Sowieso immer gefühlt 20-Jahre-älter Jahre alt. Vor 12 Jahren habe ich zunächst in Gießen Asyl, später Heimat, gefunden. Ich bin also Gießener durch und durch – sogar mehr als andere Kandidaten, da ich durch meine exotische Herkunft noch etwas für die Biodiversität tue.

Das sind seine wichtigsten Ziele: Zu meinen wichtigsten Zielen gehört die CDU auf ihre Klimaverträglichkeit zu prüfen, der verfickten AfD den Mittelfinger zu zeigen (täglich mindestens 1x), mich dafür einzusetzen, dass das Elefantenklo zum Weltkulturerbe erklärt wird, mehr Mini-Golf-Plätze in Gießen zu errichten, mehr oberfränkisches Bier in Gießen anzubieten und ein Sonderpreis auf Marihuana für (natürlich volljährige) Jugendliche. Ich bin erreichbar unter:  Oberturbobuergermeisterin@giessen.de)

© Thomas Dombrowski

Thomas Dombrowski, parteiloser Einzelbewerber  

Seine Ziele: Für mehr soziale Gerechtigkeit und Fairness! Für eine soziale Zukunft in Giessen! Für den Bau bezahlbarer Wohnungen und den Erhalt des Einzelhandels in der Innenstadt. Dombrwoski fordert, Obdachlose und Mittellose stärker zu unterstützen. Kindergärten sollen gebaut und erweitert werden. Außerdem möchte er sich für mehr Chancen für die Jugend und alleinerziehenden Müttern einsetzen. Gastronomen sollen keine höheren Gebühren für Außenanlagen zahlen. 

Zur Person: Thomas Dombrowski ist 47 Jahre, Einzelhandelskaufmann und lebt in Pohlheim bei Gießen. Er hat vor Jahren für den Ortsbeirat als CDU-Kandidat kandidiert. Hobbymäßig nimmt er Angebote als Schauspieler und Synchronsprecher an. Zu FFH sagt er: "Ich stehe für alte Werte wie Ehrlich- und Zielstrebigkeit. Ich bin sozial und bürgernah eingestellt." 

Das sind die Kandidaten für die OB-Wahl in Gießen

Anne Schmidt

Reporterin
Anne Schmidt

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