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Wellenreiten in der Lahn bei Gießen möglich

Studie stimmt optimistisch - Lahn-Wellenreiten bei Gießen möglich

© Gießen Marketing

Surfer an der Lahn: Das könnte in Zukunft in Gießen ein ganz alltäglicher Anblick werden.

Surfen auf einer stehenden Welle in der Lahn vor den Toren Gießens - das ist einer Studie zufolge prinzipiell machbar.

Denkbar wäre sogar, nicht nur eine künstliche Woge zu erzeugen, sondern gleichzeitig auch mittels einer Wasserkraftanlage Energie. Das ist das erste Fazit der Machbarkeitsstudie, die in der mittelhessischen Stadt vorgestellt wurde.

Machbar "ohne zusätzlichen Energieaufwand"

"Aus meiner Sicht ist das ein sehr erfreuliches Zwischenergebnis, denn es zeigt, es ist grundsätzlich machbar und machbar auch ohne zusätzlichen Energieaufwand", sagte Bürgermeister Peter Neidel (CDU).

Elf Meter breite Flusswelle

Zuvor hatte der Wasserbau-Experte Markus Aufleger von der Universität Innsbruck seine Untersuchungsergebnisse vorgestellt und betont, dass die Woge ohne zusätzliche Pumpe erzeugt werden könne. Die Flusswelle könnte demnach an der angedachten Stelle elf Meter breit werden - das wäre zumindest europaweit ebenso eine Premiere wie eine Kunst-Welle, die Strom erzeugt.

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Kostenfrage noch nicht geklärt

Allerdings: Die möglichen Kosten seien noch unklar. Der Experte ging von einer "signifikanten" Summe aus. Die "Lahnwelle" ist ein Vorhaben von Gießener Wassersportlern um Janne Paul Schmidt, der die Idee dazu hatte. Ähnliche Projekte gibt es bereits in anderen Städten. Schmidt zeigte sich nach der Studienvorstellung "ermutigt".

Mögliche weitere Schritte nach Abschlussergebnis

Im Oktober soll das Abschlussergebnis der Untersuchung vorliegen. Danach sollen Bürgermeister Neidel zufolge die möglichen weiteren Schritte in den Blick genommen werden.

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