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Achtbeinige Mitbewohner im Herbst - Spinne im Haus

Achtbeinige haarige Mitbewohner - Herbstanfang lockt Spinnen ins Wohnzimmer

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Die Winkelspinne, der absolute Albtraum für viele

Vielleicht haben Sie es auch schon bemerkt: Spinnen kommen jetzt im Herbst wieder öfter zu uns in die Wohnung.

Pünktlich zum Halloween-Monat krabbeln sie wieder in unsere gemütlichen Wohnungen. Wie es scheint, mehr als zu jeder anderen Jahreszeit. Tatsächlich sind aber gar nicht unbedingt mehr Spinnen unterwegs, wir bemerken sie nur eher. "Wenn es kalt wird, dann suchen sich die Spinnen Verstecke für den Winter. Und da kann es passieren, dass sie häufiger in die Häuser kommen", sagt Berthold Langenhorst vom Naturschutzbund NABU in Wetzlar am FFH-Mikro.

Haarig aber ungefährlich

Am meisten ekeln wir uns wohl vor der Winkelspinne. Die zierliche Zitterspinne bemerken wir dafür gar nicht wirklich. Die Winkel- und die Zitterspinne fühlen sich im warmen Haus wohl. Für die Kreuzspinne und die Zebraspringspinne hingegen sind unsere vier Wände gefährlicher, als die Spinnen es für uns sind, so Langenhorst. Sobald die Heizung an ist, trocknet die Raumluft aus und das kann für die Spinnen tödlich enden.

Vorsichtig aussiedeln

"Weil sie so wichtig für die Insekten-Tierwelt sind, sollten Sie Spinnen bitte nie töten", sagt Langenhorst vom NABU. "Fangen Sie die Spinne stattdessen mit einem Glas ein und setzen sie wieder nach draußen." Wer die kleinen Mitbewohner erst gar nicht in der Wohnung haben will, kann mit einfachen Fliegengittern vorsorgen. Kleine Holzspatel, Steinhaufen oder abgeblühte Stauden im Garten bieten den Spinnen einen super Unterschlupf außerhalb der eigenen vier Wände.

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