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Unbekannte beschädigen Fahrzeuge vom A49-Ausbau

Ausbaugegner unter Verdacht - "Keine A49"-Parolen auf Baufahrzeugen

© FFH

Offenbar haben Ausbaugegner Baufahrzeuge an der A49-Baustelle beschädigt. Wegen des politischen Bezugs zum Weiterbau der A49 ermittelt jetzt der Staatsschutz der Kriminalpolizei.

Die Täter hätten Lastwagen, Traktoren, Baumaschinen und Container am Ortsrand von Stadtallendorf beschädigt, berichtet die Polizei Marburg-Biedenkopf. Der Bezug zum Ausbau der A49 sei deutlich durch Parolen wie "Keine A49", die die Täter auf die Fahrzeuge gesprüht hätten. Es gebe außerdem Hinweise, dass die Täter auch Tanks verunreinigt haben. Außerdem verklebten sie Türschlösser und beschädigten Beleuchtungseinrichtungen, Spiegel und Scheibenwischer.

Polizei sucht nach Zeugen

100.000 Euro Schaden seien entstanden. Der Staatsschutz der Kripo Marburg bittet jetzt um Mithilfe und fragt: Wer hat seit Mittwochnachmittag bis Donnerstagmorgen an den dort auf der Baustelle abgestellten Fahrzeugen und Containern Beobachtungen gemacht, die mit der Tat zusammenhängen könnten? Wer hat verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge gesehen? Wer kann Hinweise geben zu Personen, die seit dieser Zeit durch Farbrückstände an Haut oder Kleidung auffielen? Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise geben? Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 06421 406 0 entgegen.

Rodungsarbeiten endeten im Dezember

Der A49-Ausbau hat nicht nur in Mittelhessen für viel Kritik gesorgt. Als am 1. Oktober 2020 die Rodungsarbeiten begonnen haben, startete auch ein wochenlanger Großeinsatz der Polizei. Tag für Tag holten hunderte Beamte protestierende Umwelt- und Klimaschützer aus Bäumen im Herrenwald, im Dannenröder Forst sowie im Maulbacher Wald nahe Homberg/Ohm. Die Polizisten mussten Barrikaden und Baumhäuser räumen, damit die Bäume gefällt werden konnten.

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