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Millionenschaden nach Fabrikbrand in Kirchhain

Millionenschaden in Kirchhain - Explosion und Großbrand in Tapetenfabrik

Der Knall war kilometerweit zu hören - durch die Explosion und den Großbrand in einer Tapetenfabrik in Kirchhain in Mittelhessen ist ein Millionenschaden entstanden.

Laut Polizei kam es im Bereich einer sogenannten thermischen Nachverbrennungsanlage zu einer Explosion und daraufhin im gegenüberliegenden Lager der Schlosserei zum Großbrand.

Explosionsursache ist noch unklar

Warum es zur Explosion kam, ist noch unklar, Die Ermittler wollen voraussichtlich nächste Woche gemeinsam mit Experten des Landeskriminalamtes versuchen, die Explosionsursache herauszufinden. Der Schaden beträgt laut Polizei vermutlich mehrere Millionen Euro.

250 Feuerwehrleute im Einsatz

Der Brand hatte die Feuerwehren aus der gesamten Regionen bis in die Nacht auf Trab gehalten hat.Wie uns Stephan Schienbein von der Feuerwehr Marburg sagte, konnten die rund 250 Feuerwehrleute den Brand gegen Mitternacht unter Kontrolle bringen und verhindern, dass die Flammen auf weitere Gebäudeteile übergriffen.

Drei Verletzte zur Untersuchung ins Krankenhaus

Drei Männer wurden verletzt, sie schweben laut Polizei aber nicht in Lebensgefahr. Die drei Männer im Alter von 29, 31 und 35 Jahren seien wegen Schmerzen und des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben der Tapetenfabrik handelt es sich bei den Verletzten um Mitarbeiter und alle drei seien mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

Eitel: Schaden in Millionenhöhe

Der Geschäftsführer der Tapetenfabrik, Ulrich Eitel, schätzt, dass es wohl mindestens vier Wochen dauern wird, bis wieder Tapeten produziert werden

Also im Brand Bereiches alles kaputt. Im Außenbereich ist eben sehr viel zerborsten durch die Explosion, die er auch hundert Meter weit die Scheiben zum zerborsten gebracht hat. Und im Betrieb natürlich die ganzen Oberlichter alles kaputt ist als das Gebäude, ist auch nich von der Schadenssumme Soho. So viel. Aber der Gesamtschaden, der Betriebsmittel und so weiter geht in die Millionen. Ich geh mal davon aus, dass der Schaden auf jeden Fall auf die Produktion sich in nächsten vier Wochen ausdehnt, sodass wir Reparaturmaßnahmen einleiten werden und versuchen werden, im neuen Jahr wieder zum Laufen zu kommen. Ja, nach der Brandstiftung neunzehn Hundert neun war das Futter und dreizehn die Antigny.

Und das Westen natürlich einen Nichte und betroffen.

Na, Explosion in dem Sinne hatten, war noch nie, dass es neue Dimension.

Und damit muss man auch fertig werden. Wir wissen jetzt, Ursachenforschung betreiben Ich habe keine Erklärung im Moment. Was die Ursache sein könnte,

© FFH

Bild der Zerstörung

Am Tag danach zeigt sich das Bild der Zerstörung: Scheiben fehlen, Scherben liegen auf dem Boden, das Gebäude ist von außen schwarz verkohlt. Der Geschäftsführer der Tapetenfabrik, Ulrich Eitel, schätzt im Gespräch mit unserer FFH-Reporterin, dass es wohl mindestens vier Wochen dauern wird, bis hier wieder Tapeten produziert werden. In einem Facebook-Post der Firma heißt es: "Nach derzeitiger Lage ist noch nicht seriös abzuschätzen, welche Teile der Produktionsanlagen und der Peripherie wie stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Ebenso wenig, welchen Zeitraum eine Reparatur in Anspruch nehmen wird."

Lager und Logistikbereich nicht betroffen

Zum Glück seien aber Lager als auch der Logistikbereich unversehrt, so dass die unmittelbare Versorgung mit allen verfügbaren Artikeln sichergestellt werden könne. Auch der Versand laufe, heißt es von dem Unternehmen.

Vor Jahren gab es schon mal einen Brand

"Da zittern einem die Knie", sagt Geschäftsführer Eitel. Denn 2013 hat es bei der Tapetenfabrik schon einmal gebrannt - damals war es Brandstiftung. Eine Erklärung für Ursache der Explosion jetzt habe er nicht.

Anwohner erleichtert: Keine giftigen Schadstoffe gefunden

Wegen der starken Rauchentwicklung hatte die Polizei Anwohner gebeten, ihre Türen und Fenster geschlossen zu halten - und nicht zum Brandort zu kommen, um die Lösch- und Rettungsarbeiten und auch sich selbst nicht zu gefährden. Später gab die Polizei Entwarnung: Von der Feuerwehr durchgeführte Messungen hätten keine Schadstoffe in der Luft festgestellt, sodass keine Gefahr mehr durch die Rauchentwicklung bestehe.

Schienbein von der Feuerwehr Marburg: Die Kälte war eine Herausforderung

Unmengen von Löschwasser wurden benötigt, dazu war es teils spiegelglatt, erklärt Stephan Schienbein von der Feuerwehr Marburg

Bei so ner komplexen Lage brauchen Sie unheimliche Menge Löschwasser. Die muss nur an die Einsatzstelle heranschaffen brennbare Flüssigkeiten freigeworden, die dann auch in erheblicher Menge Abbrand. Das war eine weitere Herausforderung. Wie warten die Kälte kamen hinzu. Also wir fahren jetzt im Minutentakt Streuwagen über die Einsatzstelle, weil es wirklich spiegelglatt wird. Das sind so die Herausforderung der letzten vier Stunden

© FFH

FFH-Reporterin Aline Horner berichtet aus Kirchhain

© Hit Radio FFH
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