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Trauriger Rekord: Schon 180 Waldbrände in diesem Jahr in Hessen

Trauriger Rekord in Hessen - Schon jetzt 180 Waldbrände in diesem Jahr

Baumstümpfe ragen in den Himmel - so sieht die kahle, verbrannte Fläche im Wald bei Dillenburg aus
© Lahn-Dill-Kreis / Nicole Zey

Baumstümpfe ragen in den Himmel - so sieht die kahle, verbrannte Fläche im Wald bei Dillenburg aus

Dieses Jahr gab es in Hessen bereits jetzt mehr Waldbrände denn je. Insgesamt 180 Mal mussten hessische Feuerwehren bis dato ausrücken, ein neuer Negativ-Rekord.

 "Auch wenn die Waldbrand-Saison noch nicht vorbei ist, stellen die Zahlen bereits jetzt einen neuen Negativrekord für Hessen dar", teilte das Innenministerium am Dienstag in Wiesbaden mit. Im Vergleich dazu: 2020 mussten Hessens Feuerwehren insgesamt 102 Mal ausrücken, im Jahr davor sogar nur 29 Mal. 

125 Hektar Wald bereits verbrannt

Auch die verbrannte Waldfläche ist in diesem Jahr in Hessen besonders groß. Sie liegt schätzungsweise bei rund 125 Hektar. Der flächenmäßig größte Brand ist der bei Dillenburg im Lahn-Dill-Kreis, dort fielen bis zu 45 Hektar Wald dem Feuer zum Opfer. Besonders schwer traf es bei diesem Brand den ohnehin schon schwer geschädigten Borkenkäfer-Wald. 

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Großbrände bei Dillenburg und Münster besonders einsatzintensiv

Das beherzte Eingreifen der Feuerwehrleute habe dafür gesorgt, dass die zahlreichen Waldbrände in Hessen schnell und erfolgreich hätten eingedämmt werden können, sagte Innenstaatssekretär Stefan Sauer (CDU) am Dienstag. Das vergangene Wochenende mit den Bränden in Dillenburg/Haiger und Münster sei das bislang einsatzintensivste gewesen, erklärte das Ministerium.

Zahl der Waldbrände nimmt weiter zu

Besonders viele Brände gab es auch 2015 und 2018, dennoch verbrannten in diesen Sommern nie mehr als insgesamt 16 Hektar Waldfläche. Statistisch erfasst werden als "Waldbrand" alle Einsätze, bei denen die Feuerwehr aufgrund eines "Brandes eines Waldes, Feldes oder einer Wiese mit der Gefahr der weiteren Ausdehnung" alarmiert wurde.

Glutnester bei Dillenburg werden weiterhin gelöscht

Der Großbrand im Wald bei Dillenburg hält die Feuerwehr nun schon seit über fünf tagen in Atem. Hier geht die Suche nach Glutnestern auch am Mittwoch noch weiter. Die Lage habe sich aber entspannt, teilte eine Sprecherin des Lahn-Dill-Kreises mit. "Zwar ist der Boden in den betroffenen Gebieten teilweise noch sehr heiß und leicht entflammbar, allerdings sind die rund 60 Einsatzkräfte vor Ort gut darauf eingestellt."

Kugellöscher bei Haiger und Dillenburg im Einsatz

Durch regelmäßige Streifen und die Beobachtung des Gebietes mit einer Drohne aus der Luft könnten mögliche neue Flammen schnell lokalisiert und bekämpft werden.Unterstützung bekommen die Helfer demnach unter anderem von sogenannten Kugellöschern. Diese funktionieren der Sprecherin zufolge wie riesige Rasensprenger und können große Flächen bewässern.

Anne Schmidt

Reporterin
Anne Schmidt

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