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Hundekot in Lohra bald per DNA zuordnen?

Kein Hundeklo in Lohra:Idee einer DNA-Datenbank für Hunde

© FFH

Hundekot eindeutig den Besitzern zuordnen können? Das ist am Abend Thema in der Gemeindevertretung Lohra im Kreis Marburg-Biedenkopf.  Viele Hundebesitzer räumen trotz Hundekotbeuteln nicht hinter ihren Tieren her. Der Gemeindevorstand in Lohra will deshalb den Antrag für eine DNA-Datenbank für Hunde stellen, damit der herumliegende Kot zukünftig den Besitzern der Hunde zugeordnet werden kann. Die Besitzer können dann dafür zur Kasse gebeten werden. 

Rechtliche Situation schwierig

Rechtlich ist die Idee jedoch schwierig umsetzbar, denn sobald DNA-Daten der Hunde den Besitzern zugeordnet werden können, entstehen personenbezogene Daten. Diese sind in diesem Fall bisher nicht erlaubt. "Aber Gesetze kann man ändern", sagt Werner Waßmuth von der CDU im FFH-Gespräch. 

Ähnliche Konzepte in London und den USA

In London gibt es eine solche Datenbank schon, allerdings nur in einem Stadtteil und auch in den USA gehen ein paar Städte so gegen Häufchensünder vor. Auch in Deutschland gab es schon Vorstöße, zum Beispiel in München und Leipzig. Diese wurden aber schnell wieder verworfen, weil es keine rechtliche Voraussetzung dafür gibt. 

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