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Mord mit Tomahawk: Lebenslang für 21-Jährigen

Mann mit Tomahawk ermordet - Lebenslange Haft für 21-Jährigen

© dpa

Symbolbild

Wegen Mordes an einem Geschäftsmann hat das Landgericht Gießen einen 21-Jährigen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Mann habe seine Tat im vergangenen April in Niddatal "perfide geplant" und "brutal" mit einem Beil durchgeführt, befanden die Richter am Dienstag.

Teurer Lebensstil des Angeklagten

Demnach schlug der Angeklagte 13 Mal mit einem Tomahawk auf den 40-Jährigen ein, um diesem nach der Attacke 100.000 Euro Bargeld, Handy und Laptop zu rauben.

Vor der Tat hatte sich der Mann im Internet über die Folgen von Schlägen in den Nacken und eines Genickbruches informiert. Zudem soll er einen vorgetäuschten Bargeldtausch mit dem Geschäftsmann eingefädelt haben, damit dieser viel Geld im Haus hat.

Die Richter gingen davon aus, dass der nicht vorbestrafte Mann mit der Tat seinen Lebensstil finanzieren wollte. Er habe geprahlt, Geld zu besitzen und sich "als tollen Hecht" dargestellt. Tatsächlich aber habe er von Aushilfsjobs gelebt und kaum Geld auf dem Konto gehabt.

Gericht hat keinen Zweifel an Schuld

Der 21-Jährige bestritt die Tat und bezichtigte einen Freund des Opfers der Tat. Das Gericht hatte aber auch aufgrund der Spurenlage keine Zweifel an der Schuld des Angeklagten. Dem Vorsitzenden Richter zufolge führten unter anderem am Tatort gefundene Spuren wie ein Schuhabdruck, Metallsplitter des Tomahawks und Blutspritzer auf der Kleidung zu dem 21-Jährigen.

Mit ihrem Urteil schlossen sich die Richter dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft an. Sie mussten auch prüfen, ob der Angeklagte noch wie ein Jugendlicher bestraft werden konnte - verneinten das aber ausdrücklich. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

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