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Streit um Flüchtlingscontainer endet mit Vergleich

Streit um Flüchtlings-Container - Land und Unternehmen stimmen Vergleich zu

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Diese Container wurden in Wetzlar-Niedergirmes ursprünglich für Flüchtlinge aufgestellt. Sie zogen dort aber nie ein, weil die Container unbewohnbar gewesen seien, so der Vorwurf des Landesbetriebs Bau und Immobilien. 

Im Millionen-Streit um nicht bezahlte Flüchtlingscontainer hat sich das Land Hessen mit dem Unternehmen Globtec Germany GmbH auf einen Vergleich geeinigt. Das teilte der Landesbetrieb Bau und Immobilien in Wiesbaden mit. Globtec hatte vor Gericht eine Million Euro vom Land gefordert.

Container unbewohnbar

Das Sozialministerium wiederum hatte einer Tochterfirma der Globtec vorgeworfen, vereinbarte Leistungen nicht erfüllt zu haben. Die aufgestellten Container in Wetzlar-Niedergirmes seien unbewohnbar gewesen, die Decken hatten Löcher und Fenster seien undicht, hatte ein Vertreter des Landes im November 2017 vor dem Landgericht gesagt. Im Gegenzug hatte er von den bisher geleisteten Zahlungen 2,5 Millionen Euro zurück gefordert.

Grundstück muss geräumt werden

Mit dem Vergleich würden insbesondere berechtigte und noch ausstehende Forderungen von Dritt-Unternehmen ausgeglichen, erläuterte der Landesbetrieb, ohne eine genaue Summe zu nennen. Das Grundstück soll bis Ende Oktober geräumt sein. Die Container stehen dort seit Jahren, ohne dass sie genutzt wurden. Eigentlich sollten dort mal Flüchtlinge wohnen. 

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