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Ursache für Krater in Wetzlar-Garbenheim gefunden

Krater in Wohngebiet in Wetzlar - Luftschutzbunker eingestürzt

© Stadt Wetzlar

Um zu verhindern, dass das Loch noch größer wird, hat die Stadt es schon mit Schotter auffüllen lassen.

Im Wetzlarer Stadtteil Garbenheim ist vergangene Woche die Straße in einem Wohngebiet abgesackt. Jetzt ist die Ursache klar: Ein Bergbau-Ingenieur hat sich alte Pläne der Stadt angeschaut. Genau an der Stelle des Einsturzes war im Zweiten Weltkrieg eine Art Luftschutzbunker. 

Krater mit Folgen

Der Krater war anfangs 3,50 Meter tief und rund sechs Meter breit. Inzwischen hat die Stadt ihn mit Schotter auffüllen lassen, damit er nicht noch größer wird. Ein Haus direkt am Friedhofsweg ist seitdem nicht mehr mit dem Auto zu erreichen, denn auch die Einfahrt des Hauses ist in dem Loch verschwunden. Auch die Telefonkabel und der Wasseranschluss des Hauses sind beschädigt. 

40 Kubikmeter großer Hohlraum

Die betroffene Anwohnerin vermutete zunächst einen Wasserrohrbruch und informierte das Wetzlarer Versorgungsunternehmen Enwag. Mitarbeiter baggerten den Krater aus und stießen dabei auf den 40 Kubikmeter großen Hohlraum. Umgerechnet würden in das Loch rund 40.000 Liter Wasser passen. 

Kein Zusammenhang mit Bergbau

Die Stadt hatte zuerst vermutet, dass sich an der Stelle ein Stollen befunden haben könnte, denn in Garbenheim wurde früher Eisenerz abgebaut. Diese Vermutung hat sich aber nicht bestätigt.

Miriam Bott

Reporter:
Miriam Bott

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