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Achtung Autofahrer! Marder verstärkt unterwegs

Achtung Autofahrer! - Marder wieder verstärkt unterwegs

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Symbolbild

Kaputte Schläuche, Dichtungen oder Kabel im Auto: Das geht oft auf das Konto von Mardern. Jetzt zu Beginn des Frühjahrs sind die kleinen Raubtiere besonders aktiv, und sie richten zum Teil schlimme Schäden an.

Versicherung gegen Marder-Folgeschäden ist ausschlaggebend

Ganz wichtig sei es deshalb, richtig versichert zu sein, hat uns DEKRA-Experte Michael Katzer am FFH-Mikro gesagt. Eine Kasko-Versicherung sei für Marderschäden zuständig - allerdings zahle die Versicherung dann oftmals nur das angeknabberte Kabel für ein paar Euro. Stattdessen ist eine Absicherung auch für Marder-Folgeschäden ausschlaggebend - es kommt also auf das Kleingedruckte im Vertrag an. 

Folgeschäden können teuer werden

Dann bezahlt die Versicherung laut Katzer auch den Schaden, den beispielsweise das Öl verursacht hat, als es in den Motor gelaufen ist. Die Folgeschäden seien oftmals die wirklich teuren Schäden, so der Experte.

Schutz bietet nur eine Garage

Einen wirklichen Schutz bietet laut Katzer nur eine Garage. Hilfsmittel wie Gitter, Duftstoffe oder Strom brächten oft gar nichts. Der Geruch ist den Tieren egal, Stromschläge sind illegal  und die Gitter beißen die Marder einfach durch, so der Experte. 

Marder verteidigen ihr Revier

Die meisten Marderbesuche bleiben übrigens unbemerkt, weil sie keine Schäden zur Folge haben. Die Tiere nutzen Autos gerne als Rastplatz oder Versteck für Nahrung. Gravierende Schäden entstehen erst dann, wenn mehrere Marder sich dasselbe Auto ausgesucht haben und einer sein Revier verteidigen will. Der Geruch eines möglichen Rivalen provoziert die Tiere, die ihre Aggressionen dann an Zündkabeln und Schläuchen auslassen. 

Miriam Bott

Reporter:
Miriam Bott

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