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Betrüger bringen Senioren um 700.000 Euro

Senior verliert 700.000 Euro - Falsche Polizisten in der Wetterau

© dpa

Symbolbild

In der Wetterau haben Betrüger einen Senioren um 700.000 Euro gebracht. Die Täter haben sich als Polizeibeamte ausgegeben und über viele Tage das Vertrauen des Seniors erschlichen. Sie behaupteten, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden sei und einige der Einbrecher noch auf der Flucht seien. In einem Notizbuch habe die Adresse des Senioren gestanden, er könnte also das nächste Opfer sein. Deshalb solle er seine Wertsachen der Polizei anvertrauen, wo sie sicher seien.

Betrüger machten dem Senioren Angst

Da bei dem Senioren vor ein paar Jahren tatsächlich eingebrochen wurde, bekam er Angst, so die Polizei. Die Betrüger erschlichen sich in oft stundenlangen Telefonaten das Vertrauen des Mannes und brachten ihn dazu, zunächst Geld, Schmuck und Wertgegenstände im Wert von 250.000 Euro aus seinem Schließfach zu holen und vor seine Tür zu legen, wo die vermeintlichen Polizisten die Wertgegenstände abholten. 

Senior tauschte sein restliches Vermögen in Gold um und legte die Barren vor seine Haustür

Die Betrüger fanden in den Telefonaten heraus, dass der Senior noch weiteres Geld im Wert von 450.000 Euro besaß. In wiederum stundenlangen Telefonaten - über mehrere Tage verteilt - brachten sie den Mann dazu, sein restliches Vermögen in Gold umtauschen zu lassen. Das Gold kam nach wenigen Tagen bei dem Senioren zuhause an - und die Betrüger brachten ihn dazu, auch das Gold vor seine Haustür zu legen.

Polizei: "Wahrscheinlich wird er keinen Cent seines Vermögens wiedersehen"

Laut Polizei wurde der Senior erst danach misstrauisch, schaltete die Polizei und einen Anwalt ein. Die Polizei geht aber davon aus, dass der Senior wahrscheinlich keinen Cent seines Vermögens wiederbekommen wird. Nur wenige dieser Fälle kann die Polizei aufklären. Das hat verschiedene Gründe, sagt Polizeisprecherin Sylvia Frech: Neben rechtliche Hürden ist es auch technisch nicht leicht, Anrufe zurückzuverfolgen, erst recht, wenn sich die Opfer erst spät bei den Beamten melden. Dazu kommt, dass es bei erfolgreichen Fällen oft keine Augenzeugen gibt, die die Abholung der Wertgegenstände beobachten.

Polizeisprecherin Sylvia Frech zum Thema "falsche Polizisten"

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