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Marburg fordert endlich Kita-Verordnung vom Land

Marburg fordert Kita-Verordnung - "Wir brauchen Regeln für Öffnung im Juni"

© dpa

Abstand halten? Maske? Das geht in der Arbeit mit den ganz Kleinen nicht. 

Die Städte Marburg und Wetzlar haben das hessische Sozialministerium aufgefordert, endlich ein Kita-Verordnung für die Zeit nach dem Corona-Lockdown zu verabschieden. Erst dann sei klar, wie der von Sozialminister Kai Klose angekündigte „eingeschränkte Regelbetrieb“ in den Kitas ab 2. Juni aussehen solle.  Allerdings zeichnet sich ab, dass auch weiterhin nicht alle Kinder betreut werden können.

Eltern fragen immer öfter nach

In Marburg wächst der Druck: Täglich rufen Eltern in den Kitas an und fragen: "Wann macht ihr wieder auf und welche Kinder werden kommen dürfen". Doch mittlerweile ist klar, manche Familien werden noch mehr Geduld haben müssen, bis ihre Kleinsten in die Krippe oder die Kita können. Denn Abstandhalten, Masken tragen, das wird bei kleinen Kindern nicht gehen. Die Kita-Gruppen werden also deutlich kleiner sein als bislang. 

Marburg möchte zusäzliches Personal einstellen

Um so viele Kinder wie möglich trotz weiter geltenden Einschränkungen durch das Infektionsschutzgesetz einen Platz zu bieten, möchte Marburg zum Beispiel gerne zusätzlich Personal einstellen, Pädagogik-Studenten etwa, sagt Oberbürgermeister Thomas Spiess. Auch könnten andere Räume genutzt werden, doch dafür müsste das Sozialministerium die rechtlichen Möglichkeiten schaffen eben per Verordnung. Ab nächste Woche sollen nun alle Marburger-Kita-Eltern angeschrieben werden. Außerdem will Marburg eine Hotline schalten. Stadträtin Kirsten Dinnebier sagt zu HIT RADIO FFH: "Wir verstehen die Nöte der Eltern so gut und tun, was immer möglich ist." 

Marburgs Oberbürgermeister Thomas Spiess

"Wir brauchen endlich eine klare Ansage des Landes für die Kita-Öffnung im Juni"

Marburgs Oberbürgermeister Thomas Spiess

"Es werden weniger Kinder in den Gruppen sein"

Anne Schmidt

Reporterin
Anne Schmidt

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