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Missbrauch: Bischof Bätzing will Maßnahmen angehen

Sexueller Missbrauch im Bistum - Bischof Bätzing will Maßnahmen angehen

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Der Limburger Dom

Auch im Bistum Limburg gab es in der Vergangenheit rund 50 Fälle sexuellen Missbrauchs, die von den Verantwortlichen teilweise vertuscht worden sind. Damit es in Zukunft nicht mehr so weit kommt, haben 70 Kirchenvertreter, Wissenschaftler und Betroffene in den letzten Monaten in einem Projekt Maßnahmen erarbeitet. Heute wurde das Ergebnis vorgestellt.

Das Bistum Limburg will die rund 60 Vorschläge zur Verhinderung und Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch möglichst schnell umsetzen, nannte aber keinen konkreten Zeitplan. Zu den Vorschlägen gehören eine Beschwerde- und eine externe Ombudsstelle für Betroffene. Es gehe um eine "Kulturveränderung", sagte Bätzing, der auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist.

Bätzing: "Betroffenen zuhören"

Eines der Ergebnisse des Projektes mit dem Titel "Betroffene hören - Missbrauch verhindern" ist der Diözese zufolge, dass die bisherige Kommunikation umgekehrt werden soll: "Nicht die Betroffenen sind Bittsteller und Bittstellerinnen, sondern das Bistum muss lernen, zuzuhören."

Modernisierung, Gleichstellung

Zu den weiteren geplanten Maßnahmen gehört etwa auch, die Priesterausbildung zu verändern und Frauen im Bistum gleichzustellen. Als Reaktion auf den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche hatten der Bischof und Ingeborg Schillai, die Präsidentin der Limburger Diözesanversammlung, das Projekt im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben. Der Abschlussbericht wurde ihnen bereits am vergangenen Samstag in Frankfurt übergeben.

Bischof Bätzing über geplante Maßnahmen

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Das Projekt könne ein Mutmacher sein, sagt Bischof Bätzing

Bischof Georg Bätzing hofft, dass das Projekt für andere Bistümer ein Vorbild ist

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Miriam Bott

Reporterin
Miriam Bott

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