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Lebenslange Haft für "Axtmörder" von Limburg

Urteil in Limburg - Lebenslange Haft für "Axtmörder"

Im Mordprozess um die brutale Attacke mit einer Axt auf eine Frau mitten in Limburg ist das Urteil am Landgericht gefallen. Der Angeklagte muss lebenslang ins Gefängnis. Die Richter erkannten außerdem die besondere Schwere der Schuld, dadurch ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen. Die Richter folgten damit der Forderung der Staatsanwaltschaft.

"Er hat sie vernichten wollen"

Der Mann hatte seine 31-jährige Ehefrau brutal überfahren. Anschließend schlug er mit einer Axt auf die Frau ein. Staatsanwalt Thomas Pohling sagte in seinem Plädoyer, der Angeklagte habe seine getrennt von ihm lebende Frau hinrichten und vernichten wollen.

Gerichtssprecher Henrik Gemmer zu "Schwere der Schuld"

Ehemann spürte Frau mit Privatdetektiv auf

Die 31-jährige Sana Sana war mit ihren Kindern bereits vor dem Angeklagten ins Frauenhaus nach Limburg geflohen, dort spürte er sie auch mit Hilfe eines Privatdetektives auf. Nachem sie ihre Kinder in die Kita gebracht hatte, raste er mit einem gemieteten Wagen mit hohem Tempo auf sie zu und überfuhr sie. Danach schlug er mit einer mitgebrachten Axt, die er aus dem Kofferraum holte, insgesamt 18 Mal auf sie ein. Laut Obduktionsergbenissen soll sie da aber schon tot gewesen sein. 

Jugendamt vertritt als Nebenklage die Kinder

Als Nebenklägerin trat in diesem Verfahren auch das Jugendamt auf im Namen der drei- und vierjährigen Kinder der Frau. Anwältin Sandra Jung prangerte ebenfalls den Vernichtungswillen des Mannes an - um die Kinder sei es ihm nie gegangen.

Angeklagter bat um Milde

Der Angeklagte sagte zum Abschluss der Plädoyers, es tue ihm unendlich leid. Dann bat er für sich um Milde. An Sana erinnert an dem Ort des Verbrechens eine Gedenkplakette in Limburg. Die Urteilsverkündung fand im neuen Corona-Landgerichtssaal statt, Am Fleckenberg, in der Nähe der Polizeidirektion Limburg.

Anne Schmidt

Reporterin
Anne Schmidt

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