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Marburger Gastwirte sorgenvoll vor Corona-Herbst

Marburger Gastwirt plant vor - "Zelte und Heizpilze für den Winter"

Viele Gastwirte in Mittelhessen sorgen sich vor dem Corona-Herbst. Was wird unter Corona-Pandemie-Bedingungen, wenn es zu kalt wird, um draußen zu sitzen? Die Innenräume in den Restaurants seien oft nicht groß genug, um mit ausreichendem Abstand wirklich viele Gäste zu bewirten. Am Marburger Markt, dem Herzen der Universitätsstadt, plant Nico Tontara vom Gasthof "Zur Sonne" deshalb vor: Er würde gerne ein Zelt aufstellen, einen Food-Truck oder vielleicht seinen Bewirtungsleuchtturm. Gut geheizt könnte dann den ganzen Winter eine Art "Draußen-Bewirtung" stattfinden.

Gastwirt Nico Tontara

"Nur drinnen, da wird der Umsatz nicht reichen"

Nur drinnen - dann reicht der Umsatz nicht

Gastwirt Nico Tontara sagte unserer Reporterin: "Nur drinnen - damit machen wir im Winter einfach nicht genügend Umsatz". So gäbe es im Gasthof "Zur Sonne" auch Anfragen für Weihnachtsfeiern, doch noch könne er den Gästen keine Angebote für Zelte machen, da die Genehmigungen fehlen. Die Stadt Marburg habe ämlich noch nicht entschieden, ob und unter welchen Bedingungen eine Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz stattfinden könne oder solle. Überlegungen einen Weihnachtsmarkt ohne Alkohol, also ohne Glühwein und nur mit Kinderpunsch, zu gestalten, treiben dem erfahrenen Gastwirt skeptische Falten auf die Stirn.  

Viele Kollegen haben große finanzielle Sorgen

Nico Tontara vom Gasthof "Zur Sonne" wie Thomas Edlund vom gegenüberliegende Restaurant "Edlund" sind beide über die letzten sonnigen Wochen froh. Die Außentische seien gut besetzt gewesen. Beide Gastwirte weisen aber auch daraufhin, dass ihre Kollegen in weniger gut besuchten Lagen, jetzt vor einer sehr schwierigen finanziellen Situation stünden. 

FFH-Reporterin Anne Schmidt auf dem Marburger Marktplatz

Anne Schmidt

Reporterin
Anne Schmidt

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