Nachrichten > Nordhessen, Mittelhessen, Top-Meldungen >

Ausbau der A49: Demos von Befürwortern und Gegnern

Ausbau der A49 - Demos von Befürwortern und Gegnern

Der Streit um den Ausbau der A49 von Kassel nach Gießen hat am Wochenende für Proteste gesorgt. Sowohl Befürworter als auch Gegner des Ausbaus und der damit verbundenen Rodung des Dannenröder Forsts sind auf die Straße gegangen.

Etwa 280 Befürworter des Autobahn-Ausbaus haben gestern in Stadtallendorf protestiert. Sie wollen unter anderem, dass der Verkehr entlang der jetzigen B3 verringert wird - weil die Anwohner seit Jahrzehnten mit viel Lärm zu kämpfen haben. Uns sagte Demo-Mitorganisator Thomas Seinsoth, es gebe Baurecht und als alter Industriestandort sei man in Stadtallendorf auf gute Straßen angewiesen.

Protest dagegen mit dem Fahrrad

Bereits am Samstag gab es eine Demo von A49-Ausbau-Gegner: mit einem Fahrradkorso unter anderem auf der A49 bei Gudensberg. Etwa 150 Teilnehmer zählte die Polizei. "Zweck der Versammlung ist sowohl der Protest gegen den Ausbau der A49, die drohende Räumung der Baumhäuser und Rodung des Dannenröder Forstes als auch das lebendige Beispiel einer Umnutzung der bereits bestehenden Teile der A49 als Fahrradschnellverbindung Kassel-Neuental", erklärte das Wald-Statt-Asphalt-Bündnis im Vorfeld. Eine weitere Demo dieser Art ist für den 3. Oktober geplant. Beide Proteste blieben friedlich.

A49 als Verbindung zwischen Nord- und Mittelhessen

Die Autobahn 49 soll nach dem Ausbau Kassel und Gießen verbinden. Dafür sollen aber unter anderem Bäume im Dannenröder Forst in Mittelhessen gefällt werden. Und das wollen die Aktivisten verhindern. Protest gibt es schon lange. Seit einem Jahr wird der Dannenröder Forst sogar mit Baumhäusern besetzt. Befürworter des A49-Ausbaus erhoffen sich hingegen eine Entlastung des jetzigen Verkehrs, der durch die kleineren Orte rollt.

Was bewegt die A49-Gegner?

"Mit dem Fahrrad auf der Autobahn - das ist sehr symbolträchtig!" - die Protestler erklären unserem Reporter, warum sie dabei sind

FFH-Reporter Nicolas Frühling bei der Fahrraddemo

© FFH

Mehr zum Thema:

Inhalt wird geladen
nach oben