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Dritte Runde: Wieder Streik im ÖPNV in Kassel

Schon zum dritten Mal - Wieder Warnstreik im ÖPNV in Kassel

© HIT RADIO FFH / Ruge

Symbolbild / Archiv

Bereits zum dritten Mal in diesem Herbst soll es am nächsten Dienstag, 20. Oktober, Warnstreiks im ÖPNV in Kassel geben. Das hat die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) mitgeteilt. Deshalb fahren an diesem Tag von Betriebsbeginn bis Betriebsende voraussichtlich keine Busse und Straßenbahnen auf den KVG-Linien 1 bis 29 in Kassel, Vellmar, Baunatal und im Lossetal.

Rote NVV-Busse fahren

Auch RegioTrams sind an diesem Tag nicht im Kasseler Stadtgebiet unterwegs. Deshalb verkehren die RegioTrams nach Hofgeismar-Hümme (RT1) und Wolfhagen (RT4) am Dienstag voraussichtlich nur in der nordhessischen Region und enden im Kasseler Hauptbahnhof, die Linie RT5 (Kassel – Melsungen) endet im Hauptbahnhof oder im Bahnhof Wilhelmshöhe. Weitere Haltestellen, die von RegioTrams bedient werden, sind „Vellmar Osterberg/EKZ“, „Jungfernkopf“, „Harleshausen“, „Kirchditmold“ und „Kassel-Oberzwehren“.  Weil andere Verkehrsunternehmen nicht bestreikt werden, können Fahrgäste für ihre Fahrten im Stadtgebiet Kassel, nach Vellmar, Baunatal und durch das Lossetal auf die roten Busse des NVV ausweichen.

Gewerkschaft fordert Entlastung der Mitarbeiter

Die Gewerkschaft Verdi fordert in dem Tarifkonflikt für bundesweit 87.000 Beschäftigte Regelungen zur Nachwuchsförderung und zur Entlastung der Beschäftigten. In dem bundesweiten Rahmentarifvertrag soll laut Verdi zudem die Ungleichbehandlung in den Bundesländern beendet werden. Konkret geht es dabei um zentrale Regelungen wie 30 Urlaubstage oder Sonderzahlungen.


Ebenfalls am Dienstag betreikt werden sollen unter anderem mehrere Kitas in Kassel, die städtischen Bäder sowie die Müllanlieferung im Müllheizkraftwerk. Hier gibt es Tarifverhandlungen unabhängig vom Konflikt im ÖPNV. Die Gewerkschaften fordern ein Lohn- und Gehaltsplus für ein Jahr von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat für Erzieherinnen und Erzieher, Müllwerker, Rathausmitarbeiter und zahlreiche andere Angestellte. Die dritte Verhandlungsrunde zwischen den Arbeitgebern von Bund und Kommunen sowie den Arbeitnehmervertretern ist am Donnerstag und Freitag kommender Woche (22. und 23. Oktober) angesetzt.

Marcel Ruge

Reporter
Marcel Ruge

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