Nachrichten > Nordhessen, Osthessen, Guten Morgen, Hessen! >

NABU ruft zum Schmetterling-Zählen auf

Aktion "Frühe Falter in Hessen" - NABU ruft zum Schmetterling-Zählen auf

Wer im Garten, auf dem Balkon oder beim Spaziergang im Wald genauer hinschaut, hat sie vielleicht schon entdeckt: Die ersten Schmetterlinge wärmen sich in der Frühlingssonne. Der Naturschutzbund Hessen ruft deswegen dazu auf, sechs bestimmte Arten von ihnen zu zählen – denn sie lassen Rückschlüsse darauf zu, wie gut es unserer Natur geht. 

Gesuchte Arten kennt man aus Kinderbüchern

"Wir suchen Arten, die man leicht bestimmen kann und die zum Teil auch schon in den Kinderbüchern abgebildet sind wie Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs oder Zitronenfalter. Dann haben wir noch den Admiral und den Aurorafalter, die man sehr schön sehen kann. Oder im Wald findet man auch den Trauermantel", so Kathrin Kaltwaßer vom NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. im FFH-Gespräch. 

Falter gelten als wichtige Bioindikatoren

Da Schmetterlinge sehr empfindlich sind, gelten sie für den NABU als gute sogenannte Bioindikatoren. Anhand ihres Vorkommenes könne man laut Kaltwaßer zum Beispiel ablesen, ob es genug Futterpflanzen für die Raupen gibt, wie artenreich die Natur ist und wie intensiv die Landwirtschaft betrieben wird. 

Schmetterlingen aus dem Winterquartier helfen

Um die ersten Schmetterlinge zu entdecken, lohnt es sich übrigens auch noch kurz einen Blick in den eigenen Schuppen, den Dachboden oder die Garage zu werfen. Dort überwintern einige Schmetterlingsarten wie das Tagpfauenauge oder der Kleine Fuchs. Und die brauchen dann etwas Schützenhilfe, um sich draußen in der Sonne wärmen und Nahrung suchen zu können, so Kaltwaßer.

Deshalb sollte man jetzt zeitweilig Dachluken, Fenster, Schuppentüren und ähnliches öffnen, damit die bunten Schmetterlinge aus dem Winterquartier flattern können. 

Madleen Khazim

Reporterin
Madleen Khazim

nach oben