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IHK-Konjunkturumfrage: Trübe Aussichten im Handel

IHK-Konjunkturumfrage - Besonders trübe Aussichten im Handel

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Symbolbild

Die Stimmungslage in der nordhessischen Wirtschaft ist durchwachsen - das ist das Ergebnis der jüngsten Konjunkturumfrage der IHK Kassel-Marburg. Sie hat am Mittwoch die Zahlen vorgestellt.

"Gut" gibt es im Gastgewerbe derzeit nicht

Besonders schlecht ist die Stimmung demnach im Gastgewerbe – natürlich wegen Corona. Kein einziges der befragten Unternehmen schätzt seine Lage als gut ein. Und auch die Zukunftsaussichten sind hier nicht gerade rosig.

Konsequenzen für die Innenstädte

Ähnlich ist das Bild im Einzelhandel. Fast die Hälfte der Händler bewertet die künftige Entwicklung als schlecht. Zwar boomt der Online-Handel – aber viele kleine Geschäfte können davon nicht profitieren. Das wird Konsequenzen haben, sagt IHK-Präsident Jörg Ludwig Jordan in einer Online-Pressekonferenz. "Es wird Geschäftsaufgaben in Innenstadtlagen geben", so Jordan. Dadurch würde sich auch der Zustand der Gebäude in den Innenstädten schlechter. "Das führt zu einer sehr problematischen Entwicklung."

IHK-Präsident Jörg Ludwig Jordan: "Sehr problematische Entwicklung im Einzelhandel"

Optimismus in der Industrie

Besser ist die Situation in der nordhessischen Industrie und im Baugewerbe. Hier herrscht trotz Corona eher Optimismus. Der IHK-Klimaindex, der sich aus der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage und den zukünftigen Erwartungen zusammensetzt, steigt auch wegen der guten Lage in diesen Branchen aktuell auf 95,7 Punkte (Herbstumfrage 90,5 Punkte). Die Umfrage wurde in der Zeit von Dezember 2020 bis Januar 2021 bei 625 Unternehmen durchgeführt - 324 nahmen an der Umfrage teil. Mehr Zahlen gibt es hier.

Marcel Ruge

Reporter
Marcel Ruge

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