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Jugendwahl in Kassel: Klarer Sieg für die Grünen

Jugendwahl in Kassel - Klarer Sieg für die Grünen

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Symbolbild

Bei der Jugendwahl in Kassel sind die Grünen klar als Sieger hervorgegangen. Das haben die Veranstalter der Wahl jetzt mitgeteilt. Bei der Jugendwahl wurde am vergangenen Sonntag die Kommunalwahl simuliert. Die Initiative dahinter will sich mit der Aktion dafür stark machen, das Wahlalter zu senken.

In Hessen darf man erst ab 18 wählen

Die Möglichkeit zur Jugendwahl hat allerdings nur eine Minderheit genutzt - insgesamt haben 386 junge Menschen unter 18 Jahren abgestimmt. 45,6 Prozent der Stimmen erhielten die Grünen, die Linken wurden mit 17,9 Prozent der Stimmen zweitstärkste Kraft. 11,7 Prozent der Wahlberechtigten entschieden sich für die SPD, die CDU kam auf 10,1 Prozent der Stimmen. Alle Ergebnisse gibt es hier.

Mit geringer Beteiligung gerechnet

Man habe die recht geringe Wahlbeteiligung erwartet, sagt Marthe Spahn, eine der Mitorganisatorinnen der Wahl. "Es zeigt sich, dass dadurch, dass Kindern und Jugendlichen kein Zugang zu den Wahlen geboten wird, wenig junge Menschen an der Wahl teilgenommen haben. Nicht weil sie sich nicht für Politik interessieren, sondern weil sie nicht an die demokratische Partizipation herangeführt werden, sodass der Eindruck entsteht, dass Politik etwas für Erwachsene sei."

"Kinder haben eine Stimme verdien"

„Wir glauben, dass auch Kinder und Jugendliche eine Stimme verdient haben“, sagte Jonathan Faust, ebenfalls einer der Organisatoren der Jugendwahl, im Vorfeld zu FFH. In Hessen ist am Sonntag Kommunalwahl. Wählen darf aber nur, wer 18 ist. In Niedersachsen, NRW oder Thüringen etwa ist das anders. Hier darf man bei der Kommunalwahl schon mit 16 Jahren wählen.

Jugend sei alles andere als unpolitisch

Fridays for Future habe gezeigt, wie sehr sich junge Menschen für Politik interessieren, sagt Jonathan Faust. Deshalb müssten auch sie wählen dürfen. Man wolle aber auch weiter Jugendwahlen organisieren.

Marcel Ruge

Reporter
Marcel Ruge

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