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Waldeck-Frankenberg setzt auf Corona-App "Luca"

Zur Corona-Kontaktverfolgung - Waldeck-Frankenberg setzt auf App "Luca"

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Symbolbild

Der Kreis Waldeck-Frankenberg setzt künftig auf die Corona-App "Luca" von Fanta 4-Sänger Smudo. Er ist damit laut eigenen Angaben der erste Landkreis in Hessen, der das tut. Die App soll die Kontaktnachverfolgung bei Corona-Ausbrüchen beschleunigen.

Vize-Landrat: "Sollten digitale Möglichkeiten nutzen"

"Wir sind in der Pandemie an einem Punkt angekommen, an dem wir – neben den Impfungen und geltenden Regeln – weitere vor allem auch digitale Möglichkeiten nutzen sollten, die die Eindämmung des Virus weiter unterstützen können", sagt Vize-Landrat und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese. Die App sei sicher und eine gute Ergänzung zur bestehenden Corona-Warn-App, sagt er im FFH-Gespräch. "Wir haben das Thema Datenschutz über den Landkreistag abchecken lassen", so Frese. Zudem habe man sich beim Innenministerium von Mecklenburg-Vorpommern infromiert, hier ist die App vom Land empfohlen worden.

Vize-Landrat Frese: "Musste sich sonst alles mühevoll zusenden lassen"

Vize-Landrat Frese zum Datenschutz bei der App

Kein Listenwälzen mehr im Gesundheitsamt

Und so funktioniert die App: Einfach gesagt, ersetzt "Luca" die Kontaktlisten etwa im Restaurant oder im Theater. Über einen QR-Code loggt man sich ein und hinterlässt so verschlüsselt seine Daten. Gab es dann einen Corona-Ausbruch, muss das Gesundheitsamt keine Listen wälzen, sondern informiert alle Betroffenen mit einem Klick. "Das geht mit der App rasend schnell", sagt Frese. Kontaktnachverfolgung sei einfach das Wichtigste nach einem Ausbruch - und da spiele der Faktor Zeit eine große Rolle. Auch andere Landkreise wie Fulda, Hersfeld-Rotenburg oder der Rheingau-Taunus-Kreis wollen die App "Luca" künftig nutzen.

Vize-Landrat Frese: "Nachverfolgung viel leichter"

Marcel Ruge

Reporter
Marcel Ruge

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