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Kasseler Jugendherberge wird Flüchtlingsunterkunft

Kassel - Jugendherberge wird Flüchtlingsunterkunft

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Symbolbild

Die Jugendherberge in Kassel wird künftig zur Unterkunft für Flüchtlinge. Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen sollen kurzfristig und zunächst bis Jahresende in der Unterkunft untergebracht werden, heißt es in einer Mitteilung des zuständigen Regierungspräsidiums Gießen. Mit der Anmietung wolle man den aktuellen Anforderungen der Corona-Pandemie Rechnung tragen. Zuletzt hatte es immer wieder Kritik an zu beengten Verhältnissen in den Unterkünften gegeben.

Platz für 120 Menschen

Bislang haben rund 30 Personen in den vergangenen Tagen die Räumlichkeiten der Jugendherberge Kassel bezogen, bis zu 120 Menschen können hier Platz finden, heißt es. Untergebracht wird dort nur, wer bereits eine 14-tägige Quarantäne absolviert hat und aktuell frei von Symptomen ist, so das Regierungspräsidium.

Jugendherbergen auch andernorts angemietet

Zuletzt sind bereits die Jugendherbergen in Büdingen und Grävenwiesbach als Ausweichstandorte der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen angemietet worden. Darüber hinaus wurde in Darmstadt ein neuer Standort eröffnet. Aktuell sind in den Einrichtungen des Landes Hessen 4.301 Menschen untergebracht. Am Standort in Kassel-Niederzwehren leben derzeit bereits 249 Bewohnerinnen und Bewohner.

Marcel Ruge

Reporter
Marcel Ruge

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