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Lübcke-Mord: Anklage gegen Waffenverkäufer

Lübcke-Mord - Anklage gegen Waffenverkäufer erhoben

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Symbolbild

Nach dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) ist eine weitere Anklage erhoben worden. Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf wirft einem 65-Jährigen aus Ostwestfalen fahrlässige Tötung und Verstoß gegen das Waffengesetz vor.

Tatwaffe an Stephan Ernst verkauft

Der Mann soll Lübckes späterem Mörder Stephan Ernst 2016 die Tatwaffe samt Munition verkauft haben, teilte die Behörde am Dienstag mit. Der Kasseler Regierungspräsident war 2019 getötet worden. Das Oberlandesgericht Frankfurt verurteilte Ernst Ende Januar 2021 zu lebenslanger Haft. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Deutsche den CDU-Politiker erschoss.

Zunächst Ermittlungen wegen Behilfe zum Mord

Gegen den 65-jährigen Elmar J. war zunächst von der Bundesanwaltschaft wegen Beihilfe zum Mord ermittelt worden. Dann war der Vorwurf der Beihilfe aber fallengelassen und das Verfahren nach Paderborn abgegeben worden. Nachdem der Bundesgerichtshof im Januar 2020 seinen Haftbefehl überraschend aufgehoben hatte, kam Elmar J. nach über einem halben Jahr Untersuchungshaft auf freien Fuß. Die Richter hatten Zweifel, ob der Mann 2016 wirklich schon ahnen konnte, was für eine Tat Ernst mit der Waffe mehr als zweieinhalb Jahre später begehen würde.

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