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DRK-Kliniken ziehen Insolvenz-Antrag zurück

DRK-Kliniken Nordhessen - Nun doch kein Insolvenz-Antrag mehr

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Die DRK-Klinken Nordhessen beschäftigen eigenen Angaben nach rund 1.100 Mitarbeiter in Kassel-Wehlheiden und Kaufungen.

Rolle rückwärts bei den DRK-Klinken Nordhessen. Der gemeinnützige Klinikbetreiber will nun den erst Anfang der Woche gestellten Insolvenzantrag doch zurücknehmen. Zudem muss der bisherige und zuletzt umstrittene Sanierungsgeschäftsführer Alexander Lottis gehen.

Erst Montag wurde Insolvenzantrag gestellt

Die DRK-Kliniken befinden sich seit einiger Zeit in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Sanierungsgeschäftsführer Lottis hatte erst am Montag den Insolvenzantrag gestellt. Nun haben sich die beiden Krankenhausgesellschafter - die DRK-Schwesternschaft und der Verein DRK Soziale Dienste und Einrichtungen (SDE) - auf einen neuen Interimsmanager geeinigt: den 49 Jahre alten Krankenhausmanager Manuel Berger.

 "Wollen prüfen, wo wir wirtschaftlich stehen"

„Unser erstes Ziel ist es, den Insolvenzantrag so schnell wie möglich zurückzunehmen“, so Claudia Nehrig, Oberin der Schwesternschaft und Pflegedirektorin, über die nächsten Schritte. Hierzu haben Nehrig und Berger laut Angaben der DRK-Kliniken die Banken von ihrem Bankengeheimnis befreit. Diese sollen so mit dem möglichen Kaufinteressenten für die Kliniken sprechen können. „Wir werden jetzt, wo jeder transparente Sicht auf die Klinik hat, prüfen, wo wir wirklich wirtschaftlich stehen“, sagt Berger.

Krankenhaus-Betrieb läuft normal weiter

Noch im Juni sollen die Unterlagen geprüft und die Kaufverträge abgeschlossen sein. Das Wichtigste sei nun, die Kredite mit Hilfe des neuen Gesellschafters abzulösen, heißt es. Die Gehälter der Belegschaft seien sicher, niemand müsse Insolvenzgeld beantragen. Der Krankenhausbetrieb laufe normal weiter.

Marcel Ruge

Reporter
Marcel Ruge

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